EXPERTEN |
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10:07 | 05.05.2008
Lang & Schwarz – Daily Trader: Allianz, Daimler, Deutsche Bank, Deutsche Börse, Deutsche Post, Deutsche Telekom, SAP, Siemens, TUI, Volkswagen, Vossloh
Allianz: Der Finanzkonzern will seine Präsenz auf dem britischen Versicherungsmarkt ausbauen. Zu diesem Zweck ziehe man auch Zukäufe bei allgemeinen Versicherungen in Erwägung, meldete die „Financial Times“ unter Berufung auf Clement Booth, Mitglied des International Executive Committee der Allianz. Bei den Zukäufen könne es sich um kleine Ergänzungen handeln. Sollte sich die Möglichkeit bieten, seien auch große Transaktionen denkbar. Daimler: CEO Dieter Zetsche hält es für möglich, künftig mit den Marken Jaguar und Land Rover zu kooperieren. Indirekt sei Daimler über seine Beteiligung an der indischen Tata Motors nun auch mit 7% an den beiden britischen Marken beteiligt. Zetsche könne sich vorstellen, beide Marken mit Komponenten zu beliefern, sagte er dem Magazin „auto motor und sport“. Keine Pläne gibt es laut Zetsche, die Beteiligung an Tata Motors auszubauen. „Wir wollen das C-Segment, also die A- und B-Klasse, breiter aufstellen. Diese beiden Modellreihen von Mercedes-Benz markieren mit einem Startpreis von rund 16.000 Euro das untere Ende unserer Premium- Strategie“, sagte Daimler-CFO Bodo Uebber der „Welt am Sonntag“. Smart-Chef Anders Jensen hat eine positive Zwischenbilanz gezogen. „Seit der Einführung des neuen Smart Fortwo im vergangenen Jahr haben wir den Absatz um über 80% gesteigert“, sagte er der „Stuttgarter Zeitung“. Im April dieses Jahres seien knapp 13 000 Smart Fortwo an die Kunden ausgeliefert worden. „Im gesamten Jahr werden wir deutlich mehr Autos verkaufen als im Vorjahr“, sagte Jensen. Übertroffen wurden laut Jensen auch die Erwartungen beim Start auf dem US-Markt. Dort wird der Zweisitzer seit dem Jahresanfang verkauft. Bis April seien rund 5.600 Einheiten verkauft worden. Deutsche Bank: Die japanische Kommission zur Wertpapierüberwachung prüft, der Finanzaufsicht FSA eine Verwaltungsmaßregel gegen die Japan-Sparte der Bank zu empfehlen. Das meldete die Zeitung „Nihon Keizai“. Die Deutsche Securities habe bei der Bewertung von Subprime-Papieren je nach Kunde unterschiedliche Maßstäbe angelegt. Deutsche Börse: Der Börsenbetreiber hat im April einen Rückgang beim Orderbuchumsatz auf dem elektronischen Handelssystem Xetra verzeichnet. Im Berichtszeitraum wurden auf Xetra 166,5 Mrd. Euro umgesetzt (-1,5%). An allen Wertpapierbörsen in Deutschland wurden im April laut Orderbuchstatistik insgesamt 192 Mrd. Euro umgesetzt (-2,9%). Auf Xetra und dem Parkett der Börse Frankfurt wurden in deutschen Aktien 163 Mrd. Euro umgesetzt, in ausländischen Aktien 8,1 Mrd. Euro. Damit liefen 97,6% des Umsatzes in deutschen Aktien und 84,5% des Umsatzes in ausländischen Aktien über Xetra und den Präsenzhandel. Deutsche Post: Die Tochter DHL hat sich der US-Gewerkschaft Teamsters zufolge mit dieser auf einen neuen Tarifvertrag geeinigt. Der Tarifvertrag habe eine Laufzeit bis Ende März 2013. Weitere Einzelheiten wurden nicht genannt. Der Gewerkschaft zufolge hat die Post in der US-Express-Sparte 2007 einen weiteren Fehlbetrag in Höhe von 900 Mio. USD verbucht. Deutsche Telekom: Der Konzern steht kurz vor der Beilegung des Streits um den Kauf des griechischen Telekomunternehmens OTE. Die meisten der schwierigen Fragen seien inzwischen gelöst, sagte ein hochrangiger Mitarbeiter aus dem griechischen Finanzministerium. Einige wichtige Punkte seien zwar noch offen, aber die schwierigsten seien gelöst. Der Musterprozess um den dritten Börsengang des Konzerns könnte sich in die Länge ziehen. Zur Klärung der Streitfrage, ob der VoiceStream-Kauf zum Zeitpunkt des dritten Börsengangs im Frühjahr 2000 schon festgestanden habe, sollen weitere Zeugen vernommen werden, teilte das Gericht mit. Der Prozess müsse daher möglicherweise auch noch im Juni fortgesetzt werden. Münchener Rück: Trotz volatiler Aktienmärkte und einer unüberschaubaren Wirtschaftslage hält der Rückversicherer weiter an seinem Gewinnziel fest. Nach Angaben von Vorstandschef Nikolaus von Bomhard im Gespräch mit dem „Handelsblatt“, rechnet der Rückversicherer in 2008 unverändert mit einem Nettogewinn von 3 bis 3,4 Mrd. Euro. Er wollte sich aber nicht festlegen, ob ein Ergebnis an der oberen oder unteren Grenze wahrscheinlicher ist. SAP: Das Unternehmen rechnet 2009 mit einer steigenden Profitabilität. „Wir gehen davon aus, dass die Marge auch im nächsten Jahr steigt, und zwar auf Basis der höheren Zielmarge in diesem Jahr“, sagte CFO Werner Brandt. Das Unternehmen plane „keine zusätzlichen Investitionen“, begründete er seine Einschätzung. SAP hatte am Mittwoch Verzögerungen beim Hoffnungsträger Business ByDesign bekanntgegeben. Die Mietsoftware für den Mittelstand werde im großen Stil erst 2009 ausgeliefert. Damit fließen in diesem Jahr 100 Mio. Euro weniger als geplant in die Mittelstandsoffensive. Wegen der Einsparungen erwartet SAP in diesem Jahr eine höhere operative Marge vor Abschreibungen für die Business-Objects-Übernahme. Das Unternehmen hob das Ziel um 1 Prozentpunkt auf 28,5 bis 29% an. Brandt stellte klar, dass die eingesparten 100 Mio. Euro nicht 2009 draufgesattelt werden. Die Kosten für Business ByDesign sollen stattdessen „aus dem laufenden operativen Geschäft“ finanziert werden. Auch vom übernommenen Software- Unternehmen Business Objects sieht er keine unplanmäßige Belastung ausgehen. Siemens: In der Korruptionsaffäre bemüht sich die Siemens-Spitze, möglichst viel von den 1,8 Mrd. Euro zurückzubekommen, die der Skandal den Konzern bisher schon gekostet hat. Neben der Aufklärung der Vorwürfe und der Ermittlung weiterer möglicher Verantwortlicher dringt das Unternehmen darauf, eine mögliche Verjährung von Schadenersatzansprüchen zu verhindern. Ferner häufen sich die Vorwürfe gegen den langjährigen Konzernchef Heinrich von Pierer. Nach Informationen der „Süddeutschen Zeitung“ haben bei der Münchner Staatsanwaltschaft mittlerweile zwei Zeugen von Pierer schwer belastet. Der frühere Vorstandschef soll demnach Angestellte des Konzerns zu Schmiergeldzahlungen aufgefordert haben. Ein dritter Zeuge soll dies bestätigt haben. TUI: Der Großaktionär John Fredriksen rechnet fest mit einer Ablösung von Aufsichtsratschef Jürgen Krumnow auf der Hauptversammlung am kommenden Mittwoch. Das sagte ein Sprecher des Investors gegenüber „€uro am Sonntag“. Der britische Pensionsfonds Hermes fordert die Ablösung des TUI-Aufsichtsratsvorsitzenden Jürgen Krumnow. Volkswagen: Betriebsratschef Bernd Osterloh zeigt sich im Mitbestimmungsstreit mit dem Porsche-Vorstand kompromissbereit. Das sagte Osterloh dem Nachrichtenmagazin „Der Spiegel“. Auf der Hauptversammlung des VW-Konzerns habe er mit Porsche-Chef Wendelin Wiedeking vereinbart, dass sie nach dem Urteil des Stuttgarter Arbeitsgerichts „miteinander reden“. Vossloh: CEO Werner Andree hat sich zuversichtlich für den weiteren Geschäftsverlauf gezeigt. „Unsere Aufträge reichen bis 2009 und bringen uns zu der Annahme, dass das Umfeld noch eine Weile stimmen wird“, sagte der Manager der „Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung“. |
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