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18:14 | 16.05.2008
Lang & Schwarz – Daily Trader: Arcandor, Commerzbank, Daimler, Hypo Real Estate, KUKA, Porsche, Roth & Rau, Siemens, Südzucker
Arcandor: Der bereinigte Konzernumsatz der operativen Bereiche wuchs in Q2 2007/08 um 3,7% auf 4,1 (3,95) Mrd. Euro. Der Verlust beim bereinigten EBITDA der operativen Bereiche um -70% auf -53 Mio. Euro eingegrenzt. Der Verlustausweis für den Zeitraum von Januar bis März sei für die Geschäftsfelder von Arcandor üblich und ausschließlich saisonal bedingt, teilte Konzern mit. Für H1 2007/08 erhöhte sich der Umsatz um 0,3% auf 8,8 Mrd. Euro. Das bereinigte EBITDA der operativen Bereiche betrug 151 (7) Mio. Euro. Für das laufende Geschäftsjahr strebt Arcandor ein bereinigtes EBITDA von mehr als 800 Mio. Euro sowie eine deutliche Ergebnisverbesserung zum Vorjahr an. Auch sei man auf gutem Wege, die Ziele für das kommende Geschäftsjahr (Umsatz von mindestens 23 Mrd. Euro sowie ein EBITDA von mindestens 1,3 Mrd. Euro) zu erreichen. Commerzbank: Die Bank sieht sich trotz eines Gewinneinbruchs in Q1 gut gerüstet für 2008 und die Neuordnung der Branche. „Wir wollen bei einer Konsolidierung der deutschen Bankenlandschaft im Interesse unserer Aktionäre eine aktive Rolle spielen“, sagte der Vorstandsvorsitzende Klaus-Peter Müller bei der Hauptversammlung. Die Bank will sich für mögliche Zukäufe alle Türen für eine Kapitalerhöhung offen halten. Die Kapitalausstattung sei derzeit komfortabel und das organische Wachstum gesichert, sagte Klaus-Peter Müller, Sprecher des Vorstands. Um aber eine aktive Rolle bei der Banken- Konsolidierung spielen zu können, will die Bank innerhalb der nächsten fünf Jahre das Grundkapital unter Ausschluss der Bezugsrechte um maximal 20% erhöhen können. Die Finanzmarktkrise ist nach Einschätzung von Vorstandsvorsitzende Klaus-Peter Müller trotz erster Anzeichen einer Besserung noch nicht ausgestanden. Die „große Unbekannte“ der nächsten Monate blieben weitere Folgen aus den Turbulenzen am Subprime- Markt, sagte Müller bei der Hauptversammlung. Die Bank wagt wegen der unabsehbaren Entwicklung der weltweiten Finanzkrise nach wie vor keine konkrete Geschäftsprognose für das Gesamtjahr. Einen engen Korridor für die Ertragsziele wolle er, vor allem nach den Erfahrungen im März, nicht nennen, sagte Vorstandssprecher Klaus-Peter Müller. Es dürfte aus heutiger Sicht sehr schwer werden, das gute Ergebnis des Vorjahres wieder zu erreichen, sagte Müller den Anteilseignern: „Aber wir bleiben ehrgeizig.“ An der Zielmarke für die Netto-Eigenkapitalrendite von mittelfristig mehr als 15% halte er fest. Daimler: Der Konzern rechnet frühestens im 3. Quartal 2008 mit einer positiven Entwicklung des Lkw-Marktes in den USA. „Zurzeit gehen wir davon aus, dass im 3. oder 4. Quartal 2008 ein Aufschwung kommt“, sagte Finanzvorstand Bodo Uebber. Im vergangenen Jahr hatte Daimler noch mit einem Aufschwung für das erste Quartal gerechnet. Der Autokonzern streicht bei seiner US-Tochter Freightliner 1500 Stellen. „Wir haben jetzt entschieden, dass wir nochmal eine Schicht rausnehmen müssen“, sagte Finanzvorstand Bodo Uebber. Der Konzern sieht keinen Grund, auf die negativen Entwicklungen im US-Automobilmarkt mit einer erhöhten Risikovorsorge zu reagieren. Das Kreditausfallrisiko bei Mercedes-Benz Cars sei in Q1 2008 geringer gewesen als im 3. und 4. Quartal 2007, sagte CFO Bodo Uebber. Hypo Real Estate: Die Staatsanwaltschaft München ermittelt gegen den Immobilienfinanzierer wegen Verdachts auf Marktmanipulation und Falschinformation. Die Behörde sei aufgrund zweier Anzeigen tätig geworden, sagte Oberstaatsanwalt Anton Winkler. Auch die Finanzaufsicht BaFin prüfe den Fall. Deren Ergebnisse würde nun zunächst abgewartet, hieß es. Der Vorwurf lautet auf Marktmanipulation und unrichtige Darstellung nach dem Aktiengesetz. KUKA: Der Konzern hat im Zuge seines Aktienrückkaufprogramms bis zum 09.05.2008 mehr als 460.000 Aktien bzw. 1,7% des Grundkapitals erworben. Leoni: Der Konzern hat auf der Hauptversammlung seine Prognosen für das laufende Jahr bekräftigt. Demnach werde der Konzern in 2008 werde seinen Umsatz auf mindestens 3 Mrd. Euro und das EBIT auf rund 140 Mio. Euro steigern. Für 2009 sei mit einem Umsatzanstieg auf rund 3,3 Mrd. Euro und beim EBIT mit einer deutlich überproportionalen Steigerung zu rechnen. „Leoni wird die erreichte Führungsposition in Europa nutzen, um weltweit zu wachsen, insbesondere aber in Asien“, sagte Klaus Probst, Vorstandsvorsitzender des Konzerns. Die Dividende für 2007 soll von 0,80 auf 0,90 Euro je Aktie erhöht werden. Porsche: Die EU-Wettbewerbsbehörde will bis zum 18.06.2008 über die geplante Aufstockung des Konzerns bei Volkswagen entscheiden. Roth & Rau: Die Auftragseingänge lagen in Q1 2008 bei von 65,8 (32,2) Mio. Euro. Der Umsatz stieg um 78,9% auf gut 43,9 Mio. Euro und erreichte damit erneut Rekordniveau. Das EBIT kletterte um 76,3% auf 4,4 Mio. Euro. Die EBIT-Marge lag trotz des deutlichen Umsatzwachstums mit 10,1% auf dem Niveau der Vergleichsperiode und verbesserte sich gegenüber dem Gesamtjahr 2007 um 0,6 Prozentpunkte. Das Konzernergebnis stieg auf 4,0 (1,8) Mio. Euro. Wie das Unternehmen mitteilte, bleiben die Aussichten für die kommenden Monate positiv. „Wir halten an unserer Prognose fest, im Geschäftsjahr 2008 einen Umsatz in Höhe von mindestens 235 Mio. Euro zu erzielen und gleichzeitig die EBIT-Marge zu verbessern“, sagte Finanzvorstand Carsten Bovenschen. Siemens: Die belgische Staatsbahn SNCB hat den Konzern mit der Lieferung von 305 Triebzügen für den Einsatz im belgischen Regionalzugverkehr beauftragt. Der Auftrag im Wert von über 1,4 Mrd. Euro ist nach Konzernangaben der größte im Bereich Rolling Stock, den Siemens je erhalten hat. Die ersten Züge sollen ab Sommer 2009 im Siemens-Werk in Krefeld-Uerdingen gefertigt und zwischen 2011 und 2016 ausgeliefert werden. Der Konzern will nach Angaben der „FTD“ an seiner Tochter Siemens Enterprise Communications (SEN) auch nach deren Verkauf beteiligt bleiben. „Die Siemens AG ist bereit, die kommende Transformation des Geschäfts zu begleiten, indem sie eine Beteiligung an dem Unternehmen in seiner zukünftigen Form halten wird“, schrieb Finanzvorstand Joe Kaeser laut Zeitungsangaben an Kunden der SEN. Südzucker: Die Tochter CropEnergies hat im Geschäftsjahr 2007/08 (Ende Februar) trotz gestiegener Rohstoffpreise den Umsatz um 27% auf 186,8 (146,8) Mio. Euro erhöht. Das operative Ergebnis verbesserte sich um 4,8% auf 22,0 (21,0) Mio. Euro. Dies entspricht einer operativen Marge von 11,8% (14,3%). Der Jahresüberschuss lag bei 20,2 (11,2) Mio. Euro. Der Cashflow lag bei 26,0 (27,1) Mio. Euro. Für das Geschäftsjahr 2008/09 erwartet der Konzern über Vorjahr liegende Produktions- und Absatzmengen. Das operative Ergebnis werde positiv ausfallen, aufgrund des hohen Preisniveaus für Agrarrohstoffe es aber unter dem des Vorjahres liegen. |
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