9:21 | 21.01.2009
Lang & Schwarz – Daily Trader: BHP Billiton, EADS, Enel, Google, IBM, Intel, PSA Peugeot Citroen, Rio Tinto, Royal Bank of Scotland, San Jose, Sony
BHP Billiton: Der Minenkonzern schreibt wegen entmutigender Aussichten auf dem Nickelmarkt im abgelaufenen ersten Geschäftshalbjahr weitere 1,2 Mrd. USD ab. Aufgrund der spürbaren und anhaltenden Verschlechterung der Situation wird die Nickelproduktion im australischen Raventhorpe sofort gestoppt. Die ebenfalls in Australien befindliche Mine Yabulu wird sich auf die Produktion von Erz beschränken.
EADS: Eurocopter erwartet in diesem Jahr einen Auftragseinbruch. Man erwarte noch “ungefähr 450 Bestellungen” nach 715 im vergangenen Jahr, sagte Eurocopter-Chef Lutz Bertling. Die Marktlage sei “unvorhersehbar”.
Enel: Der Versorger hat sich laut dem „Wall Street Journal“ 7 Mrd. Euro zum Kauf weiterer Endesa-Anteile gesichert. Mit dem Geld will Enel in den kommenden Wochen von Acciona dessen 25%-Anteil übernehmen.
Google: Der Internet-Konzern stoppt angesichts der Wirtschaftskrise den Verkauf von Werbeanzeigen für Zeitungen. Das Geschäft hat nach Unternehmensangaben nicht den erhofften Erfolg gehabt.
IBM: Der Konzern verzeichnete in Q4 2008 einen Umsatzrückgang von 6,4% auf 27,01 (28,87; Marktkonsens: 28,15) Mrd. USD. Der Nettogewinn erhöhte sich um 12% auf 4,43 (3,95) Mrd. USD bzw. 3,28 (2,80; Marktkonsens: 3,03) USD je Aktie. Im Gesamtjahr 2008 verzeichnete IBM einen Umsatzanstieg von 4,9% auf 103,63 (98,79) Mrd. USD. Der Nettogewinn verbesserte sich um 18,4% auf 12,33 (10,42) Mrd. USD. Für 2009 erwartet der Konzern einen Gewinn je Aktie von mindestens 9,20 (2008: 8,93; Marktkonsens: 8,75) USD je Aktie.
Intel: Der Chiphersteller könnte im ersten Quartal 2009 einen Verlust erwirtschaften. Dies habe letzte Woche CEO Otellini den Mitarbeitern in einem internen Memo mitgeteilt, das Bloomberg News vorliegt.
PSA Peugeot Citroen: Auf 6 Mrd. Euro hat Konzernchef Christian Streiff den Kapitalbedarf des Unternehmens beziffert. Auf dem von der französischen Regierung einberufenen Autogipfel sagte er, “für die Fortführung des Unternehmens im laufenden Jahr brauchen wir mehrere Milliarden Euro”. Den “aktuellen Bedarf” taxierte er auf 5 Mrd. Euro.
Rio Tinto: Der Bergbaukonzern will seine Aluminiumproduktion weiter kürzen. Weltweit wird die Fertigung noch einmal um 6% gesenkt. Ferner wird das Unternehmen 1.110 Arbeitsplätze streichen.
Royal Bank of Scotland: Die Ratingagentur Moody´s Investors Service hat ihr Rating für die britische Großbank gesenkt. Das Rating für langfristige Verbindlichkeiten wurde von “Aa1″ auf “Aa3″ gesenkt. Als Grund für die Abstufung nannte Moody´s die Erwartung, dass der Konzern auch in der nahen Zukunft weitere signifikante Verluste ausweisen werde.
San Jose: Die vorläufige Book-to-Bill-Ratio für die Ausrüster der Halbleiterindustrie in Nordamerika ist im Dezember auf 0,93 (Vormonat: 0,97) gesunken. Wie der Branchenverband Semiconductor Equipment and Materials International (SEMI) mitteilte, lag der Auftragseingang im Dreimonatsdurchschnitt bei 0,889 (0,867) Mrd. USD. Der entsprechende Umsatz betrug 1,077 (1,065) Mrd. USD.
SONY: Dem japanischen Konzern droht im Zuge des bevorstehenden Sparprogramms interner Zwist. Laut “Financial Times” wird Sony heute oder morgen seine Pläne veröffentlichen. Die Konzernführung um Howard Stringer wird dabei der Zeitung zufolge wohl auf Konfrontationskurs zur “alten Garde” von Managern in der Elektroniksparte von Sony gehen. Aus Managementkreisen verlautete, bis zu 16.000 Stellen zu streichen, fache alte Animositäten neu an.
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