EXPERTEN |
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10:56 | 08.01.2009
Smart Investor: Über Sinn und Un-Sinn von Prognosen – Ein Blick auf 2009
Der Beginn eines neuen Jahres bietet sich natürlich für die Auguren einer Nation geradezu dazu an, ihre Prognosefähigkeiten zum Besten zu geben – meist mit verdammt geringem Erfolg. Willkommen in 2009! Ich wünsche Ihnen im Namen der Smart Investor Mannschaft ein erfolgreiches und gutes neues Jahr – auf dass die haarsträubenden Prognosen, die man derzeit überall lesen darf/muss – ein gutes Stück neben der Realität liegen werden. Apropos danebenliegen: Wie Sie dem Artikel „Konjunkturforscher sind keine Wahrsager“ im aktuellen Smart Investor Heft auf S. 24 entnehmen können, kann man die Wirtschafts- und Konjunkturprognosen hinsichtlich ihrer Trefferwahrscheinlichkeit getrost vergessen. Das wäre allerdings noch verzeihbar, wenn sie wenigstens hinsichtlich der Tendenz richtig lägen. Aber an den markanten Wendepunkten – also dort, wo es wirklich wichtig wäre – versagen Konjunkturforscher total.
Ihm zu glauben, fällt dabei den meisten Menschen derzeit überhaupt nicht schwer, wird man doch schließlich aktuell mit Horrorbotschaften in den Medien dauerbeschallt. Deshalb fragten in den letzten Wochen auch so viele Leser bei uns an, ob wir unseren positiven Börsen-Ausblick für die kommenden Jahre wirklich ernst meinen. Schon früher daneben gelegen http://www.spiegel.de/panorama/0,1518,228755,00.html Wer also auf solche Auguren hört und seine Investments danach ausrichtet, der könnte sein Geld gleich zum Fenster rauswerfen. Sorry, für diesen harten Ausdruck, aber letzten Endes läuft es doch darauf hinaus, oder? Damals, Ende 2002 bzw. Anfang 2003 hätte man natürlich kaufen müssen, denn damals startete eine vierjährige Hausse, in deren Zuge der DAX mehr als 250% zulegte. Na gut, möchte man meinen, man kann sich ja auch mal täuschen. Also sehen wir uns an, was z.B. der gute Herr Sinn vor etwa einem Jahr von sich gegeben hat, kurz bevor die jetzige Krise begann: http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,472072,00.html
Über Sinn und Un-Sinn von Prognosen Der Spiegel brachte demnach am 16.3.2007 die Headline: „Wirtschafts-Optimismus: Ifo-Chef Sinn prophezeit Aufschwung bis 2010“. Na so was aber auch: kurz vor dem dramatischsten Einbruch für Wirtschaft und Börse malt Herr Sinn und viele seiner Kollegen in rosarot. Verehrte Leserinnen und Leser, was bitte nutzen solche Prognosen? Falls Sie meinen: nichts, dann haben Sie sich getäuscht. Denn Herr Sinn ist mit seinen Aussagen ein Kontra-Indikator aller erster Klasse. Wir müssen nur den Sinn der Sinn’schen Aussagen verdrehen, also sie sozusagen als Un-Sinn interpretieren, und schon haben wir eine ziemliche sinn-volle und vor allem gewinnbringende Aussage. Wenn man sich schon auf das gefährliche Gebiet der Prognostik begibt, dann sollte man auch eine Trefferwahrscheinlichkeit vorweisen können, die (deutlich) über 50% liegt. Auch wenn wir bei Smart Investor das eine oder andere Mal mit unseren Vorhersagen danebenlagen, so müssen wir uns insgesamt doch in keiner Weise verstecken. Wir hatten frühzeitig vor der Baisse gewarnt und haben Ende Oktober dann die Hausse ausgerufen. Unser jetziger Ausblick für 2009 und die Jahre danach ist hinsichtlich der Aussagen absolut herausragend aus der Masse aller Auguren, zumindest haben uns dies zahlreiche Leser so bestätigt. Dies ist natürlich noch keine Garantie dafür, dass die Zukunft auch so eintreten wird. Deshalb bleiben wir auch laufend am Ball und überprüfen unsere super-bullishen Aussagen regelmäßig daraufhin, ob sie noch sinn-voll sind. Bis jetzt haben wir jedoch nicht den Hauch eines Zweifels, dass wir damit falsch liegen werden. Und zumal wir Herrn Sinn auf der anderen Seite des Prognosenspektrums wissen, sehen wir hierin auch aus Sentimentsicht einen Punkt, der für unsere These eine Crack-up-Booms spricht. Charttechnik
Wir sehen es als positiv an, dass der DAX zuletzt wieder in seinen Abwärtstrend zurückkehren konnte, auch wenn der bisherige Versuch noch nicht nachhaltig sein dürfte. Es ist demnach damit zu rechnen, dass um die untere Trendkanal-Linie noch gerungen werden wird. Das große Ziel für die nächsten Monaten dürfte jedoch eher im Bereich der oberen Trendkanal-Linie bzw. der grünen oder der blauen Linie liegen, also bei rund 6.000 DAX-Punkten (mit leicht fallender Tendenz). Dort wäre unseres Erachtens die erste Etappe des neuen Bullenmarktes erreicht. Wir vermuten, dass dies sogar noch im ersten Quartal 2009 der Fall sein könnte. Das große Bild für die Aktien- und Rentenmärkte, so wie wir es sehen, können Sie detailliert in meinem Kapitalmarktausblick im aktuellen Heft nachlesen. Musterdepot Hinweis Fazit Ralf Flierl Hinweis auf mögliche Interessenskonflikte: Ein kostenloses zweimonatiges Kennenlern-Abo des Magazins Smart Investor kann unter www.smartinvestor.de/abo angefordert werden. Das aktuelle Inhaltsverzeichnis des Smart Investor Magazins ist unter http://www.smartinvestor.de/news/inhalt/index.hbs einzusehen. Sollten Sie den eMail-Versand abbestellen wollen, so benutzen Sie bitte den Abmelde-Link unter dem Newsletter bzw. schicken uns eine eMail mit dem Betreff “Abbestellen des SIW” an info@smartinvestor.de. Die Charts wurden erstellt mit TradeSignal von www.tradesignal.de und Tai-Pan von Lenz+Partner. Diese Rubrik erscheint jeden Dienstagnachmittag.
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