EXPERTEN

11:41 | 23.09.2009
Spektakulärer Goldfund: HudBay könnte Produktion verdreifachen

Seit 81 Jahren baut die kanadische Minenfirma HudBay Minerals (WKN A0DPL4) vor allem Industriemetalle ab. Doch nun steht das Unternehmen kurz davor, sich auch zu einem wesentlich größeren Goldproduzenten zu entwickeln.Denn erst diese Woche meldete HudBay, dass man auf der Lalor Lake-Lagerstätte in der kanadischen Provinz Manitoba, eine umfangreiche Gold-, Kupferzone entdeckt hat. Der dritte, große Fund auf dem Gelände.

Laut CEO Peter Jones werde die Goldproduktion seines Unternehmens dank Lalor deutlich über das aktuelle Niveau steigen, das bei 100.000 Unzen pro Jahr liegt. Es sei nicht unangemessen für die Zukunft von einer Verdopplung oder sogar Verdreifachung auszugehen, erklärte Jones.

Das sind gute Neuigkeiten für die Aktionäre, denn Goldunternehmen werden in der Regel höher bewertet als Industriemetallfirmen. Insbesondere HudBay wird vom Markt im Vergleich zur Konkurrenz relativ niedrig bewertet, da das Unternehmen ältere Projekte und im Großen und Ganzen ein kurzes Reservenleben aufweist.

Das Potenzial der neuen Entdeckung auf dem Lalor Lake wurde vom Markt entsprechend gewürdigt: Die Aktie stieg am gestrigen Dienstag um 21 Prozent und schloss auf 12-Monatshoch bie 11,30 Dollar.

Ursprünglich entdeckte HudBay Lalor 2007, wobei man damals von einem großen Zinkvorkommen mit hohen Gehalten ausging. Bereits im vergangenen Januar aber wurde das Projekt noch wesentlich interessanter, als das Unternehmen auch eine Goldzone entdeckte. Und dennoch kam der spektakuläre Goldfund, der am Dienstag verkündet wurde auch für den CEO überraschend. Die Bohrergebnisse enthielten unter anderem ein Bohrloch mit einem Gehalt von 13.35 Gramm Gold pro Tonne sowie hohen Kupfer- und Silbergehalten.

Das ist das erste Mal, dass HudBay in Manitoba Resultate dieser Art vorlegen konnte. Aus dem Unternehmen hieß es, die einzige vergleichbare Mine in Canada sei vielleicht LaRonde in Quebec, das Flagschiffprojekt von Agnico-Eagle Mines (WKN 860325).

HudBay hofft, auf Lalor, ohne die neue Kupfer-, Goldzone, drei Millionen enthaltene Unzen Gold zu identifizieren. Die neue Entdeckung käme erst noch dazu. Wie das Unternehmen mitteilt, würden die Bohrergebnisse mit jeder Bohrung besser, was für Lagerstätten dieser Art ziemlich unüblich sei.

Die Baukosten für das Lalor Lake-Project schätzt HudBay auf 400 bis 450 Millionen Dollar und man hofft, innerhalb von fünf Jahren die volle Produktionskapazität erreicht zu haben. Bisher war geplant, die Zink- und die erste Goldzone gleichzeitig abzubauen. Wie man mit der neue Kupfer- und Goldentdeckung verfahren soll, konnte HudBay noch nicht sagen, dazu ist der Fund wohl noch zu frisch.
GOLDINVEST.de bietet seinen Lesern Hintergrundberichte und aktuelle Kommentare zum Geschehen an den Rohstoffmärkten und verfolgt die Entwicklung ausgewählter Minengesellschaften aus dem Bereich der Edelmetalle, Basismetalle und sonstiger Rohstoffe. Weitere Informationen unter: www.goldinvest.de

Die hier angebotenen Artikel stellen keine Kauf- bzw. Verkaufsempfehlungen dar, weder explizit noch implizit sind sie als Zusicherung etwaiger Kursentwicklungen zu verstehen und GOLDINVEST.de und seine Autoren schließen jede Haftung diesbezüglich aus. Die Artikel und Berichte dienen ausschließlich der Information der Leser und stellen keine wie immer geartete Handlungsaufforderung dar. Zwischen GOLDINVEST.de und den Lesern dieser Artikel entsteht keinerlei Vertrags- und/oder Beratungsverhältnis.


NEWSLETTER

Abonnieren Sie jetzt unseren
aktuellen Newsletter

WIRTSCHAFTSNACHRICHTEN

22:51 Uhr | 15.08.2018
GESAMT-ROUNDUP 3: Türkei ...


22:37 Uhr | 15.08.2018
USA bleiben im Konflikt mit der ...


22:18 Uhr | 15.08.2018
Aktien New York Schluss: Trumps ...


21:51 Uhr | 15.08.2018
Finanzinvestor Cevian will bei ...


21:35 Uhr | 15.08.2018
dpa-AFX Überblick: Ausgewählte ...