KOLUMNEN

11:24 | 06.10.2011
„Mit Unternehmern reich werden“

Staatskrise, Schuldenchaos, Sorge um US-Großbanken: Doch Warren Buffett kauft wieder! Das 80jährige Wunder von Omaha ist in seinem Element, wenn die Kurse fallen und erhöht in diesem Umfeld seine Aktienquote. Die neueste Forbes-Liste gibt ihm Recht: Vor allem Unternehmer schaffen den Sprung in den Katalog der Superreichen. Investoren, die mit Aktien auf ihre Firmen setzten, wurden reich. So wie Buffett, die Nummer zwei der US-Rangliste. Aber auch einige Anleger aus Omaha, die sein Talent frühzeitig erkannt haben, verdienten Millionen.

Noch vor wenigen Monaten hochgelobt und jetzt minus 16 Prozent. Die Zwölf-Monatsbilanz fällt beim Dax verheerend aus. Lohnt es bei solchen Schwankungen überhaupt, auf Aktien zu setzen? – Wer aus seinem Ersparten ein Vermögen machen will, kommt daran nicht vorbei. Das zeigt die neueste Liste der reichsten Menschen der Welt, die das US-Magazin Forbes regelmäßig erstellt: Ihre Vermögen sind trotz der Finanzkrise gewachsen. Zudem dominieren Gründerpersönlichkeiten wie Bill Gates und Larry Ellison von Oracle. Auch in Deutschland basiert das größte Vermögen auf dem unternehmerischen Erfolg des Aldi-Gründers Karl Albrecht.

Immer wieder erweisen sich unternehmergeführte Gesellschaften gegenüber bezahlten Managern als überlegen, wenn es darum geht, einen Global Player aufzubauen. Nur wer vom Wertzuwachs profitiert, hält die oft jahrzehntelange, kontinuierliche Aufbauarbeit durch. Solche Erfolgsstorys gilt es rechtzeitig zu identifizieren. Dabei ist es gar nicht so einfach Unternehmen, die Werte schaffen von jenen unterscheiden, die etwa durch waghalsige Übernahmen oder fehlgeschlagene Wachstumsambitionen Geld verbrennen.

Zunächst gilt es einen potenziellen Kaufkandidaten längere Zeit zu beobachten. Anleger sollten nach Firmen Ausschau halten, bei denen eine charakterstarke Persönlichkeit langfristig ein funktionierendes Unternehmen „modelliert“. Entscheidend für den Erfolg ist das Schaffen von Wettbewerbsvorteilen. Diese können in einer konsequenten Kostendisziplin liegen, einer genialen Entwicklungsabteilung oder beispielsweise in einem überlegenen Vertrieb liegen. Im Branchenvergleich erreichen solche Unternehmen dadurch immer wieder überdurchschnittliche Gewinne und hohes Wachstum. Wichtig ist vor allem, dass Unternehmer gesetzte Ziele auch erreichen. Das gilt sowohl für die Expansion in neue Märkte als auch bei der Lancierung neuer Produkte.

Folgende Punkte helfen „Value-Builder“ von „Value-Loosern“ zu unterscheiden:

  1. Das Unternehmen muss über eine hinreichende Erfolgsbilanz verfügen
  2. Der Anleger sollte nachhaltige Wettbewerbsvorteile erkennen können
  3. Es muss noch erhebliches Wachstumspotenzial über viele Jahre bestehen
  4. Die Firmenstruktur sollte übersichtlich sein
  5. Die Wachstumsinitiativen müssen plausibel und realistisch sein
  6. Neue Auslandsaktivitäten sollten zunächst kritisch verfolgt werden
  7. Die freien Aktionäre sollten nicht als Ballast angesehen werden
  8. Der Nachfolgeregelung ist eine hohe Aufmerksamkeit zu widmen
  9. Fehlschläge und Bremsspuren sind aufmerksam zu verfolgen

Hat der Anleger bei der Auswahl der Titel seine Hausaufgaben gemacht, sollten seine Aktien von Zyklus zu Zyklus im Wert zulegen können. Allerdings führt ein permanenter Kauf zu überhöhten Kursen auch bei überragenden Unternehmen nicht zum Erfolg. Ist nämlich das erwartete Wachstum bereits im Kurs übermäßig enthalten, können geringste Gewinnenttäuschungen zu schmerzhaften Verlusten führen.

Panikphasen an den Börsen bieten daher dem hartgesottenen Investor regelmäßig gute Chancen sein Depot mit Titeln zu bestücken, die man bislang für zu teuer hielt. Zu solchen Familiengesellschaften, die derzeit alles richtig machen, zählt Gerry Weber. Aber auch die Luxusgüterfirmen Swatch Group, LVMH und Tod’s ernten die Früchte einer gelungenen Markenführung und des Aufbaus von Vertriebsaktivitäten in Asien. Die Aktien dieser Firmen sollten langfristig profitieren. Denn derzeit werden sie zu vertretbaren Kursen gehandelt.


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