KOLUMNEN

15:57 | 11.04.2011
Chinas Konsum-Sektor: Die Investment-Chance des Jahrzehnts

Die Weltwirtschaft hat sich sichtlich erholt. Vielen Anlegern ist aber nicht ganz klar, warum die Konjunktur so schnell wieder auf die Beine kam.

In früheren Rezessionen war es fast immer eine Erholung beim US-Konsum, die die globale Konjunktur wieder auf Vordermann gebracht hat. Die amerikanischen Verbraucher waren nämlich über viele Jahre hinweg bereit, mehr Geld auszugeben, als sie verdient haben. Dadurch verschuldeten sich die US-Konsumenten zwar immer mehr – der Rest der Welt erzielte aber durch die immense Nachfrage aus den USA stets hohe Exportüberschüsse.

Inzwischen hat sich das Bild aber sichtlich gewandelt. Insbesondere der amerikanische Verbraucher hat als treibende Kraft der globalen Konjunktur ausgedient. Vor allem durch die Immobilienkrise sind die dortigen privaten Haushalte jetzt am Ende ihrer Möglichkeiten angekommen. Stattdessen war es nach der Finanzkrise fast ausschließlich die hohe Nachfrage aus Asien und speziell China die die globale Erholung beflügelt hat (neben der ans Unverantwortliche grenzenden Niedrigzins-Politik in vielen Ländern, die hier nicht unterschlagen werden soll).

Die hohe chinesische Investitionstätigkeit und der dort massiv gestiegene Konsum brachten der Weltwirtschaft wieder den entscheidenden Wachstumsimpuls. Vor allem die deutsche Exportwirtschaft kann ein Lied davon singen. Die Ausfuhren Deutschlands nach China sind im vierten Quartal 2010 um fast 40 Prozent nach oben geschnellt. Damit war das Reich der Mitte nach den USA bereits der zweitwichtigste Handelspartner der BRD außerhalb der EU.

Das Wachstum von Chinas Binnenkonsum lag in den vergangenen Jahren deutlich über dem gesamtwirtschaftlichen Wachstum das ebenfalls schon sehr hoch war. Dabei ist die private Nachfrage dort noch deutlich ausbaufähig. Der Anteil des Konsums an der Gesamtwirtschaft lag im vergangenen Jahr erst bei 35 Prozent (die US-Wirtschaft ist dagegen bereits zu rund 70 Prozent vom Binnenkonsum abhängig). Daneben sind die Chinesen kaum verschuldet die Sparquote in der Bevölkerung befindet sich bei enorm hohen 50 Prozent. Da auch die privaten Einkommen zuletzt gestiegen sind, rechnen viele Volkswirte inzwischen damit, dass sich Chinas Einzelhandelsumsätze bis 2020 nochmals verdoppeln werden.

Noch interessanter ist dies für Investoren, wenn man bedenkt, dass die chinesischen Konsumaktien inzwischen wieder sehr günstig bewertet sind. Die jüngsten chinesischen Leitzinserhöhungen haben nämlich dafür gesorgt, dass dieser Sektor von vielen Anlegern in den vergangenen Monaten gemieden wurde. Dies ist fast unverständlich, denn man findet dort weiterhin sehr ansehnliche Wachstumsraten vor. Chinas Einzelhandelsumsätze stiegen zuletzt wieder um robuste 15,8 Prozent. Dagegen ergab sich beim US-Einzelhandelsumsatz lediglich ein Anstieg um 1,7 Prozent und die Marktteilnehmer wurden davon auch noch positiv überrascht. In EU-Raum wiederum lag die Zuwachsrate im Februar sogar nur bei 0,1 Prozent.

Angesichts dessen ist es nicht überraschend, dass zuletzt wieder viele Kaufempfehlungen für chinesische Einzelhandels-Aktien ausgesprochen wurden. Teilweise gab es sogar Analysten, die den dortigen Konsumsektor als Investment-Chance des Jahrzehnts bezeichneten. Es ist deshalb nur noch eine Frage der Zeit, bis wieder viel Geld aus Übersee in diese Werte fließen wird.

Aktuell ergeben sich in Chinas Konsumsektor hervorragende Einstiegsgelegenheiten. Das Bewertungsniveau ist attraktiv, und gleichzeitig ist weiterhin mit einem sehr starken Wachstum zu rechnen. Anleger, die auf Sicht von mehreren Jahren disponieren, sollten sich diese hervorragende Chance nicht entgehen lassen. In unserem Börsenbrief ASIEN-Trends finden Sie regelmäßig unsere Favoriten aus dem chinesischen Konsumsektor und aus vielen anderen interessanten Branchen.

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