KOLUMNEN

14:55 | 11.02.2012
COR&FJA: Zurück zu alter Stärke

Ein neuer Großauftrag von der DEVK-Gruppe gibt die Richtung bei COR&FJA vor: es geht wieder aufwärts. Im laufenden Jahr peilt Vorstandschef Ulrich Wörner ein Umsatzplus von zehn Millionen Euro auf 145 Millionen Euro an. Das EBITDA soll auf neun Millionen Euro zulegen. Auf Sicht von zwei bis drei Jahren will er den Software- und Beratungskonzern wieder in profitablere Gefilde führen: „Wir wollen uns so bald wie möglich mit unserer EBIT-Marge der 10 Prozent-Marke annähern. Das wird uns aber in diesem Jahr absehbar noch nicht gelingen. Was die Langfrist über zwei bis drei Jahre betrifft, bin ich momentan sehr zuversichtlich“, blickt Wörner optimistisch in die Zukunft. Damit würde die Gesellschaft zu alter Stärke zurückfinden.

„Hohe Nachfrage“

Mit der Kölner DEVK-Gruppe hat sich erneut einer der Top20-Versicherer in Deutschland für die COR.FJA Life Factory als zentrale Plattform im Lebensversicherungsbereich entschieden. Damit setzt sich der Trend fort, dass Lebensversicherer immer häufiger ihre selbstentwickelte Software durch die leistungsstärkeren Softwarelösungen von COR&FJA ersetzen. Allein dieses Projekt spült einen zweistelligen Millionenbetrag in die Kassen von COR&FJA. Weitere sollen folgen: „Wir spüren auf fast allen unseren Vertriebsfeldern eine hohe Nachfrage nach unseren Lösungen, also von Versicherungen und Banken aus Deutschland wie aus dem Ausland gleichermaßen“, verrät Konzernlenker Wörner.

Kursziel 2 Euro

Positiv fällt auch das Votum von Analyst Felix Ellmann von Warburg Research aus. Den fairen Wert der Aktie sieht Ellmann bei 2,00 Euro, fast 50 Prozent über dem aktuellen Kursniveau. Und das obwohl er seinem Berechnungsmodell eine eher konservative Prognose zugrunde gelegt hat. Mit einer Umsatzschätzung von 138 Millionen Euro für das laufende Geschäftsjahr bleibt der Analyst unterhalb der Unternehmensprognose. Das Ergebnis je Aktie erwartet er 2012 bei 0,10 Euro, für 2013 prognostiziert er 0,13 Euro. Auf aktuellem Niveau entspricht dies einem moderaten KGV von 10.

„Key Player in Europa“

Mittelfristig hat sich Wörner ehrgeizige Ziele gesetzt: „So wie wir heute bereits im Bereich der Lebensversicherungssysteme eine europaweit führende Rolle einnehmen, wollen wir auf mittlere Sicht auch in den beiden Bereichen Schaden- und Unfallversicherung sowie Banking zum Key Player in Europa werden.“ Den fairen Kurs der COR&FJA-Aktie sieht der Konzernlenker „angesichts der positiven Aussichten bei deutlich über zwei Euro“. Der jüngste Aufwärtstrend der Aktie scheint ihm Recht zu geben. Auch an der Börse könnte COR&FJA bald zu alter Stärke zurückkehren.

Ihr Christoph Martin


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