KOLUMNEN

16:27 | 18.05.2018
Corvus Gold: Wenn eine Goldaktie gegen den Trend haussiert

Goldaktien haben in den vergangenen Monaten weitgehend eine Seitwärtsbewegung gezeigt. Anders ist die Lage bei Corvus Gold. Der Wert konnte sich seit Jahresanfang fast verdoppeln. Das Unternehmen gilt in der Branche als klarer Übernahmekandidat.

Vervierfacher binnen eines Jahres

Es passiert derzeit nicht oft, dass Goldaktien eine echte Outperformance zeigen. Die Aktie von Corvus Gold (2,80 CAD | 1,87 Euro; CA2210131058) ist insofern eine Ausnahme, denn allein in diesem Jahr hat sich der Wert an der Heimatbörse in Toronto fast verdoppelt. Und wer bereits vor einem Jahr auf den Goldexplorer setzte, hat seinen Einsatz etwa vervierfacht. Die Frage ist: Wie ist das möglich, da doch fast alle Goldaktien derzeit wenig Dynamik zeigen und auch der Goldpreis in einer engen Handelsspanne gefangen scheint?

Weit entwickeltes Goldvorkommen

Die Antwort erscheint recht einfach, wenn man auf das Vorkommen blickt, dass Corvus Gold derzeit entwickelt. Corvus arbeitet an dem Doppelprojekt North Bullfrog und Mother Lode in Nevada. Die Infrastruktur auf den Liegenschaften mit Mühle und Heap Leach ist bereits vorhanden. Und vor allem: Corvus verfügt über eine Ressourcenschätzung nach dem kanadischen Börsenstandard NI 43-101 mit 1,76 Mio. Unzen Gold in Status „measured & indicated sowie 0,43 Mio. Unzen Gold im Status „inferred“. Das ist etwas Besonderes, denn solch große und weit entwickelte Goldprojekte sind genau jene, nach denen sich die großen Goldkonzerne die Finger lecken. Davon gibt es in Folge der Krisenjahre nur ganz wenige; insbesondere in so sicheren und miningfreundlichen Jurisdiktionen wie Nevada.

Neue Ressourcenschätzung in Arbeit

Corvus hat auch schon eine grobe Vorstellung davon, was das Vorkommen Stand jetzt leisten können wird. So plant man mit einer Jahresproduktion von 250.000 bis 300.000 Unzen bei einem Minenleben von acht Jahren. Ein Förderstart in den kommenden drei Jahren ist durchaus realistisch. Aber derzeit wird weiter gebohrt. Insbesondere auf Mother Lode überzeugt das Unternehmen im Zwei-Wochen-Takt mit guten Bohrresultaten. Dementsprechend arbeitet man bereits jetzt an einer neuen Ressourcenschätzung, die im Herbst veröffentlicht werden soll. Das ist sicherlich ein aktueller Kurstreiber.

Heiße Übernahmespekulationen

In Kanada heißt es: wenn Corvus die Ressource nachhaltig vergrößern kann, wird es nicht lange dauern, bis ein großer Bergbaukonzern ein Übernahmeangebot abgibt. Viele tippen auf einen Aufkäufer aus den „eigenen Reihen“. Denn mit AngloGold Ashanti (Anteil: 18%), Coeur Mining (5,9%) und Goldcorp (1%) befinden sich bereits drei Majors im Aktionariat. Daneben sind die bekannten Investoren Van Eck Global (5,8%) und Tocqueville Asset Management (18,2%) an Bord. Das Management und die Angestellten um CEO Jeffrey A. Pontius halten 6,5 Prozent der Aktien.

Kommt ein US-Listing?

Interessant ist aber auch, dass neben den Gerüchten um eine Übernahme auch ein mögliches US-Listing zuletzt positiv auf die Aktie wirkte. Bisher konnten größere US-Adressen nicht direkt in den Titel investieren. Auf dem Gold Forum Europe vor drei Wochen in Zürich wurde darüber viel spekuliert. Bei dem dreitägigen Branchentreffen in der Schweiz sahen viele Branchenbeobachter die mögliche Notierung in New York als klaren Kurstreiber. Das Unternehmen selbst wollte sich bisher dazu nicht äußern.

Ein Vergleich lohnt sich

So oder so könnte Corvus Gold noch in diesem Jahr übernommen werden. Aktuell liegt der Börsenwert mit rund 310 Mio. CAD (umgerechnet 240 Mio. US-Dollar) noch im überschaubaren Bereich. Zum Vergleich: Alamos Gold zahlte 2017 satte 770 Mio. US-Dollar für die Übernahme von Richmont Mines, dass über ein vergleichbares Projekt verfügte. Diese Transaktion wird von vielen als Blaupause gesehen. Somit wäre bei der Corvus-Aktie ein Verdreifacher drin, wenn es denn zu einer Übernahme kommt.

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