KOLUMNEN

14:29 | 30.03.2012
Eisenerz: Große Konzerne bauen Kapazitäten massiv aus

Eisenerz bleit ohne Frage ein Wachstumssektor im Rohstoffbereich. Das gilt auf jeden Fall für die langfristigen Perspektiven. Dabei sind auch kurzfristige Preiskorrekturen durchaus möglich. Doch die großen Rohstoffkonzerne BHP Billiton und Rio Tinto werden in den nächsten Jahren ihre Eisenerzkapazitäten massiv ausbauen.

Immerhin wird die Eisenerznachfrage zwischen 2010 und 2020 um 3,5% pro Jahr wachsen. Das ist zumindest die Prognose von BHP Billiton. Das bietet auch Chancen für neue Explorer, die erst jetzt mit neuen Projekten beginnen. Ein Beispiel dafür ist Arrowstar Resources mit Projekten in Alaska und Kanada.

Bei den großen Rohstoffkonzernen BHP Billition und auch Rio Tinto bildet Eisenerz die Basis und dieser wichtige Rohstoff für die Stahlindustrie ist der größte Ergebnisträger. Daher haben diese großen Konzerne auch klare Meinungen zur weiteren Entwicklung des Eisenerzmarktes.

Klar ist, dass fette Jahre hinter dieser Branche liegen. Immerhin hat die globale Eisenerznachfrage zwischen 2000 und 2010 um 6,1% zugenommen. Bei diesem massiven Wachstum ist auch das große Investitionsvolumen in neue Anlagen verständlich. So hat erst kürzlich allein BHP Billiton ein 10 Mrd. Doll umfassendes Investitionsprogramm bestätigt. Damit soll die Eisenerzmenge von aktuell 165 bis 170 Mio. Tonnen bis zum Jahr 2020 auf rund 350 Mio. Tonnen mehr als verdoppelt werden.

Einen Boden beim Eisenerz sieht BHP Billiton bei einem Niveau von 120 Dollar pro Tonne. Derzeit liegt der Preis mit 140 Dollar klar darüber. Aber andere Experten halten auch ein Absinken des Preises auf Grund von vorhandenen Überkapazitäten für möglich.

Advanced Explorations: Fortgeschrittener Eisenerzwert mit niedrigen Kosten

Bei so starken Schwankungen kommt es auf eine kostengünstige Förderung an. Hier kann ein Explorer wie Advanced Explorations punkten. Das Unternehmen ist derzeit unterwegs in Deutschland und wird dabei von John Gingerich, dem President und CEO vertreten.

Das kanadische Unternehmen will mit seinem Roche Projekt durch niedrige Produktionskosten überzeugen. Durch die günstige Lage in unmittelbarer Nähe von tiefem Wasser wird hier der aufwändige Transport des Eisenerzkonzentrats keine hohen Kosten verursachen.

Aktuell ist das Unternehmen an der Börse jedoch nur rund 56 Mio. Dollar wert. Bei einer möglichen Jahresproduktion von 10 Mio. Tonnen und einem anvisierten Produktionspreis von 37 Dollar pro Tonne ergibt sich bei der Bewertung noch viel Potenzial.

Klar ist aber auch: Bei einer weltweiten Produktionsmenge von 2,8 Mrd. Tonnen wird Advanced Explorations auf jeden Fall nur ein kleiner Produzent sein. Daher strebt das Management auch eine Übernahme zu einem attraktiven Preis an.

Arrowstar Resources: Neuer Eisenerzwert aus Kanada

Ein ganz neuer Eisenerzexplorer ist Arrowstar Resources mit dem Port Snettisham Eisenerzprojekt in Alaska. Der Vorteil dort ist die große Anzahl an historischen Arbeiten, die es schon gegeben hat. Das geht teilweise bis in die 1950er Jahre zurück. So wurden dort hochgradige magnetische Eisenerzproben entnommen. Laut historischer Studien hat diese Projekt das Potenzial Eisenerzkonzentrate von bis zu 60% Eisenerz pro Tonne zu liefern. Dabei fehlen aber noch die Aussagen über die Größe der Ressource.

Und genau hier setzt jetzt das Arrowstar Management an und bereitet ein Explorationsprogramm vor. Das bietet viele Chancen, denn die letzten Arbeiten dieser Art sind dort schon vor 1970 beendet worden.

An diesen Beispielen sehen Sie, wie breit das Spektrum bei einem Rohstoff wie Eisenerz ist: Das geht von großen globalen Rohstoffkonzernen wie BHP Billiton oder Rio Tinto über fortgeschrittene Explorer wie Advanced Explorations bis hin zu jungen Explorern wie Arrowstar Resourecs, die erst in diesem Jahr mit dem ersten Bohrprogramm beginnen werden. Doch alle Firmen bieten eine Chancen auf die weiter steigenden Preise beim Eisenerz zu setzen.

Die hier angebotenen Artikel stellen keine Kauf- bzw. Verkaufsempfehlungen dar, weder explizit noch implizit sind sie als Zusicherung etwaiger Kursentwicklungen zu verstehen. Die Artikel und Berichte dienen ausschließlich der Information der Leser und stellen keine wie immer geartete Handlungsaufforderung dar.


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