KOLUMNEN

17:30 | 20.12.2016
FinTech Group AG: Hohe Wachstumspotenziale

Per Meldung vom 09.12.2016 hat die FinTech Group AG eine Konkretisierung der Prognosen für das laufende GJ 2016 sowie das kommende GJ 2017 abgegeben. Demnach plant das Unternehmen für 2016 mit Umsatzerlösen leicht unterhalb der 100 Mio. EUR-Marke. Das EBITDA soll unverändert in der Spanne von 30-35 Mio. EUR liegen. Konkretisiert wurde der Jahresüberschuss (nach Ergebnis aus nicht fortgeführtem Geschäft) auf eine Spanne von 8-10 Mio. EUR.

Während wir hinsichtlich unserer Umsatz- und EBITDA-Prognose für 2016 unverändert  in der vom Unternehmen ausgegebenen Guidance liegen, war unsere Annahme für das Nettoergebnis bislang zu hoch. Hintergrund dessen sind leicht höhere Abschreibungen und Zinsauswendungen im Rahmen von Investitionen in ein neues Rechenzentrum sowie die Übernahme der weiteren Anteile an der XCOM AG. Zudem lag unsere Annahme der Steuerquote bislang zu niedrig. Diese haben wir nunmehr auf einem normalisierten Wert von 30% angepasst. Entsprechend liegt unsere neue Erwartung für das Nettoergebnis (nach Ergebnis aus fortgeführtem Geschäft) bei 9,55 Mio. EUR und damit am oberen Rand der vom Unternehmen ausgegebenen Spanne.

Für das GJ 2017 geht das Management der FinTech Group AG von Umsatzerlösen von mehr als 100 Mio. EUR aus, bei einem Nettoergebnis von mindestens 15,1 Mio. EUR. Insofern belassen wir unsere Umsatzschätzung mit 108,00 Mio. EUR ebenfalls unverändert, korrigieren jedoch unsere EBITDA-Erwartung leicht auf 35,00 Mio. EUR (bislang: 38,00 Mio. EUR). Mit einem neuen erwarteten EPS von 1,00 EUR für 2017 gehen wir darüber hinaus davon aus, dass die bewusst konservative Guidance von mindestens 0,90 EUR je Aktie übertroffen werden kann.

Hohe Rentabilität und deutliche EPS-Steigerung in 2017

Insgesamt ist festzuhalten, dass die Konkretisierung der Prognosen seitens des Managements zwar eine leichte Rücknahme unserer Ergebnisschätzungen nach sich ziehen, jedoch an unserer positiven Grundeinschätzung zur FinTech Group AG keine Änderung bedeuten. Vielmehr ist weiterhin von kontinuierlichen Ergebnissteigerungen zu rechnen, bei einer hohen Rentabilität.

Auf EPS-Ebene wird sich das Wachstum in 2017 noch deutlicher zeigen. Durch den Wegfall der Aufwendungen aus dem aufgegebenen Geschäft der Aktionärsbank rechnen wir in 2017 mit einem merklichen EPS-Anstieg um 75% auf 1,00 EUR. Auch für 2018 rechnen wir mit einer weiteren Steigerung um rund 18% auf 1,18 EUR.

Hinsichtlich der Guidance der FinTech Group AG ist auch zu betonen, dass diese be-wusst konservativ gestaltet wurde. So sind die kommunizierten Ziele für 2017 rein organisch erreichbar und enthalten keinerlei Effekte aus möglichen Akquisitionen oder aus neuen Produkten, sowohl im B2B-Bereich (insb. flatex), als auch im B2C-Bereich. Insofern räumen wir gute Chancen ein, dass die FinTech Group die Prognosen übertreffen kann, insbesondere die Erwartungen 2017 betreffend.

Führende technologische Stellung neue Produkte als Ergebnistreiber

Indes sind die Rahmenbedingungen unverändert gut, so dass wir nach wie vor davon ausgehen, dass die FinTech Group AG eine positive Umsatzentwicklung vollziehen kann. Nach der Integration der Konzernunternehmen und dem Aufbau einer hochskalierbaren Bankenplattform kann das Unternehmen nunmehr unter Ausnutzung der technologisch führenden Stellung am Markt beginnen, neue und profitable Geschäftsbereiche bzw. Produkte am Markt zu etablieren.

Hier konnte das Unternehmen bereits in 2016 deutliche Schritte vollziehen, wobei vor allem die Einführung des ‘flatex flex-Kredit’ sowie die Kooperation bei der Auflegung von strukturierten Produkten mit Morgan Stanley zu nennen ist. Der ‘flatex flex-Kredit’ wurde seit Einführung vor rund einem halben Jahr bereits in Höhe von rund 80 Mio. EUR von über 10.000 flatex-Kunden in Anspruch genommen. In 2017 soll das Kreditportfolio nochmals deutlich ausgebaut werden.

Mittelfristig dürfte sich zudem auch die jüngst vermeldete Kooperationen mit Rocket Internet positiv niederschlagen. Der Plan beider Unternehmen ist der Aufbau einer europäischen digitalen Bank, wobei beide Unternehmen ihre jeweilige Expertise zusammenführen. Die Potenziale aus der schlagkräftigen Kooperation sind unserer Einschätzung nach sehr hoch, in den aktuellen Prognosen jedoch noch nicht berücksichtigt.

Neben dem Ausbau des operativen Geschäfts ist auch der weitere Aufbau des Treasury Portfolios ein wesentliches Ertragselement der kommenden Jahre. Die Kundeneinlagen in Höhe von rund 1 Mrd. EUR können so effizienter angelegt werden, als dies in der Vergangenheit vollzogen wurde. Anstelle von Zinsaufwendungen in siebenstelliger Höhe könnte daraus bereits in 2017 ein deutlicher Ertrag resultieren.

Hohes Upside-Potenzial der Aktie

Insgesamt betrachtet, sehen wir die FinTech Group AG unverändert auf einem sehr guten Weg, die marktführende Position im Fintech-Segment in Deutschland weiter auszubauen. Die Grundlagen für ein nachhaltig profitables Wachstum sind unseres Erachtens gelegt und die Weichenstellungen entsprechend vollzogen. Die Konkretisierung der Schätzungen seitens des Managements hat zwar eine Anpassung unserer Prognosen zur Folge, jedoch ist die offene Unternehmenskommunikation gegenüber dem Kapitalmarkt sehr zu begrüßen. Zudem ist die Unternehmens-Guidance als konservativ zu erachten, so dass wir ein Übertreffen der Prognosen für 2017 als sehr realistisch erachten.

Angesichts der leicht reduzierten Prognosen passen wir auch das Kursziel von bislang 29,00 EUR auf 27,00 EUR an. Dies ändert jedoch nichts am deutlichen Upside-Potenzial der Aktie, das sich nunmehr auf fast 100% beläuft. Das Rating KAUFEN bleibt damit unverändert bestehen.

Die vollständige Analyse können Sie hier downloaden:
http://www.more-ir.de/d/14623.pdf


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