KOLUMNEN

14:44 | 30.04.2013
Gemeinsame Bankenaufsicht. Wie kann sie funktionieren?

Eine Analyse von notwendigen Erfolgsfaktoren in der Umsetzung des Single Supervisory Mechanisms (SSM)

Die Bankenunion. Das gelobte Land im beliebten Versuch & Irrtum-Spiel von Politikern und Regulatoren innerhalb der Eurozone. Seit Dezember 2012 ist zumindest die gemeinsame Eurozonen-weite Aufsicht durch die EU Finanzminister beschlossen. Dieser Entscheidung lag ein Konzept von EU Kommissär Barnier zu Grunde, ausgegeben im September 2012. Dieses wiederum kursierte – in etwas abgeänderter, sprich schärferer Form – seit 2010 in EU Kreisen, von Barnier gepushed. Ihm gebührt in dieser Hinsicht Dank für seine zähe Überzeugungsarbeit. Dank gebührt auch Banken wie Bankia (Spanien), Laiki (Zypern) oder IKB (Deutschland), die den Politikern – wohl ungewollt – die einfachen Fluchtwege verstellten, und sie zu einer supranationalen Zusammenarbeit zur Bändigung der Zentrifugalkräfte im europäischen Bankensystem zwangen.

Wie notwendig eine gut aufgesetzte Bankenunion ist, hat das Beispiel Zypern gezeigt. Anstatt eines klaren Prozesses zur Abwicklung von nicht-lebensfähigen Banken, kam es zum Basar-Handel zwischen Zyprischen Politikern, Europäischem Rat, EZB und IWF.

Ergebnis der ersten Runde war ein Term-Sheet mit groben handwerklichen Fehlern – siehe die Sparerbeteiligung unter EUR 100.000. Diese psychologisch wichtige Marke wurde in den letzten Jahren unter Mühen aufgebaut. Dijsselbloem & Co opferten sie und gaben dem Druck des Zyprischen Präsidenten nach, der die hohen Einlagen und damit das alte Geschäftsmodell der Insel schützen wollte, unter Preisgabe der breiten Sparergemeinde. Ein würdiger Volksvertreter. Adults must have left the room early on that day. Jean-Claude Juncker war zu Recht erbost über seinen Nachfolger. Die dann final gefundene Vereinbarung ist hingegen zu befürworten, weil das Marktprinzip für abwicklungsreife Banken endlich wieder Anwendung findet. Zusammengefasst: ein augenscheinlicheres Beispiel als Zypern an nationaler Bias im Umgang mit heimischen Bankinstituten muss nicht gefunden werden.

Die vollständige Analyse können Sie hier herunter laden:


NEWSLETTER

Abonnieren Sie jetzt unseren
aktuellen Newsletter

WIRTSCHAFTSNACHRICHTEN

20:37 Uhr | 23.11.2017
OTS: Börsen-Zeitung / ...


20:13 Uhr | 23.11.2017
ROUNDUP: Gerichtsstreit bei Aldi ...


18:54 Uhr | 23.11.2017
Hessens Finanzminister erneuert ...


18:54 Uhr | 23.11.2017
Hessens Finanzminister erneuert ...


18:38 Uhr | 23.11.2017
Lettland beschließt Erhöhung von ...