KOLUMNEN |
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16:37 | 02.02.2012
Gold & Dollar auf Messers Schneide
Zwischen 1980 und 2000 wurden die Goldpreis-Bewegungen vom blauen Dreieck dominiert, wobei ein sog. „Breakout/Ausbruch“ bereits 1993 begann, als der oberste blaue Dreiecksschenkel bei etwa $350 überstiegen wurde. Für die folgenden 6 Jahre bis 2000 folgte ein sog. „Pullback“, der bis zur blauen Dreiecksspitze bei etwa $250 zog. Daraufhin startete der sog. „Thrust“, welcher die finale Auflösungsbewegung der Dreiecksformation darstellt. Dieser Thrust nach oben ist seitdem aktiv, da der Anstieg auf „gesunder Weise“ entlang dem langfristigen grünen Aufwärtstrendkanal verläuft. Darüberhinaus wird es als sehr bullisch gewertet, wenn es dem Preis gelingt, den obersten (grünen) Trendkanal zu brechen, da in der Folge ein starker mittelfristiger Aufwärtstrend typisch ist. Nach dem erfolgreichen Breakout über den grünen (und violetten) Widerstand von etwa $1.300 Ende 2009 auf $1,900 in 2011 beendete der Goldpreis soeben einen klassischen Pullback zurück zum obersten grünen Trendkanal bei etwa $1.550 – um diesen (vormals) langjährigen Widerstand auch als (neue) langfristige Unterstützung zu testen und ggf. zu bestätigen. Ein Verkaufssignal ergibt sich erst bei einer Verletzung dieser Unterstützung, womit zum aktuellen Zeitpunkt ein Kaufssignal vorherrscht (bzw. seit Halten auf der Kreuzunterstützung bei etwa $1.550).
Wird lediglich der Thrust seit dem neuen Jahrtausend unter die Lupe genommen, so kann erkannt werden, dass der Goldpreis bis 2011 innerhalb des grünen Trendkanals anstieg und alsdann ein scharfer Breakout von etwa $1.550 auf $1.900 einsetzte, woraufhin ein Pullback folgte, der unterhalb dem roten Widerstand verlief. Vor kurzem gelang ein Breakout über diesen roten Widerstand, womit sich ein erstes Kaufsignal auslöste. Ein Verkaufssignal ergibt sich erst bei einer Unterschreitung der roten oder grünen Unterstützung bei aktuell etwa $1.650. Obwohl der Breakout noch weiter aktiv und weiter nach oben ziehen kann, muss mit einem Pullback zur roten oder grünen Unterstützung jederzeit gerechnet werden – da ein finaler Thrust meist erst nach einem bemerkbaren Breakout und Pullback stattfindet.
Die Perspektive seit Oktober 2009 legt nahe, dass der Goldpreis dazu tendiert stark anzusteigen, wenn die roten Widerstände gebrochen wurden – welch bullisches Verhalten kürzlich zu verzeichnen war, als über den roten Dreiecksschenkel bei $1.700 angestiegen wurde. Darüberhinaus tendiert der Preis sich entlang dem grünen Dreieck zu bewegen, wobei zahlreiche Breakouts und Pullbacks Ende 2010 versucht wurden und erst seit April 2011 (meist) von Erfolg gekrönt sind. Da der Preis Ende 2011 die grünen Dreiecksschenkel (und die 260-Tage gleitende Durchschnittskurve) verletzte, muss mit einem weiteren (ggf. finalen) Pullback zur Dreiecksspitze gerechnet werden. Allerdings herrscht derzeit ein Kaufsignal vor, da der Preis erfolgreich den roten Dreiecksschenkel gebrochen hat und momentan ein Breakout stattfindet. Jedoch kann jederzeit nun auch ein Pullback beginnen, der alsdann wohl den vormals starken roten Widerstand als neue Unterstützung testet und ggf. bestätigt (Verkaufssignal bei Verletzung). Ein Verkaufssignal à la Thrust nach unten generiert sich erst bei einer Verletzung des untersten grünen Trendkanals bei aktuell $1.600.
Auf der anderen Seite verliert der U.S. Dollar Index (USD) bereits seit 1983, und zwar entlang den blauen Trendlinien. Zudem zeigt der untere Chart gleichzeitig ein blaues Dreieck, aus welchem ein Breakout von etwa 92 auf 122 Punkte zwischen 1997 und 2002 stattfand. Daraufhin verliefen zahlreiche Pullbacks zur blauen Dreiecksspitze bis Ende 2011. Seitdem befindet sich der USD in einer Aufwärtsbewegung, womit sich ein Thrust nach oben indiziert. Allerdings ergibt sich ein nächstes bzw. definitiveres Kaufsignal erst bei einem Anstieg über den roten und blauen Widerstand, die sich aktuell bei etwa 82 Punkten kreuzen, womit sich ein Verkaufssignal in Kürze (bei Erreichen dieser Widerstände) generieren lässt.
Die Ansicht seit 2008 verdeutlicht indes, dass der USD sich wieder über den grünen Trendkanal bei aktuell 79 Punkten erholt hat. Da soeben auf dieser Unterstützung gelandet wurde, herrscht derzeit ein Kaufsignal vor. Allerdings generiert sich ein Verkaufssignal sofort wenn die beiden unterstützenden (hell- und dunkel-) blauen Trendlinien unterschreitet werden. Definitivere Kaufsignale ertönen vornehmlich bei Anstiegen über den blauen Widerstand bei etwa 79,8 Punkten und den grünen Widerstand bei 81 Punkten.
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