KOLUMNEN

10:02 | 17.08.2017
Goldinvestments: Aus den Fehlern von Barrick & Co. lernen

Risikomanagement ist das A & O, wenn es um Investitionen in Rohstoffaktien geht. Denn große Bergbaukonzerne und viele hundert Explorationsgesellschaften sind oft in Regionen unterwegs, in denen der rechtliche Rahmen mindestens fragwürdig ist. Nicht jede Regierung weiß Investoren zu schätzen. Das jüngste Beispiel ist Tansania. Das ostafrikanische Land gilt als stabil, doch die Regierung erweist dem Land gerade einen Bärendienst. Denn sie fordert rund 190 Mrd. US-Dollar an „historischen Einkommensteuerzahlungen“ von Acacia Mining, einer Tochtergesellschaft von Barrick Gold. Angeblich hätten der Goldminenbetreiber in den Jahren 2000 bis 2007 zu geringe Angaben bei Exportumsätzen gemacht.

Unrecht schützt nicht vor Verlusten

Die Acacia-Aktien, aber auch die vieler anderer Explorer mit afrikanischen Projekten sackten in der Folge kräftig ab. Dass die Steuerforderung ausgesprochener Wahnsinn ist, hilft den Aktionären erst einmal nicht. Sie sitzen mindestens auf Buchverlusten. Die Ereignisse in Tansania sind ein Warnschuss für jeden Rohstoffanleger. Man sollte sich genau anschauen, wo man sein Geld investiert.

Sichere Länder sind die bessere Wahl

Glücklicherweise gibt es auch sichere Länder, wo man sein Recht vor Gerichten erstreiten kann. Hierzu zählt Kanada und insbesondere die Provinz Ontario, die eine jahrhundertlange Bergbautradition hat. Dort macht ein junges Explorationsunternehmen derzeit von sich Reden. Denn Red Pine Exploration hat sich mit dem Wawa Gold-Projekt eine besondere Liegenschaft gesichert. Denn hier wurde in der Vergangenheit schon jede Menge Gold abgebaut.

120.000 Unzen Gold wurden schon aus dem Boden geholt

Das Gelände liegt südöstlich der gleichnamigen Stadt Wawa und beherbergt einen historischen Schatz mit mehr als 200 Claims. Auf dem über 5.000 Hektar großen Projekt waren schon acht Minen in Betrieb. Zusammen förderten sie rund 120.000 Unzen des Edelmetalls zu Tage. Red Pine sicherte sich 60% an dem Projekt, 40% liegt in den Händen des Investor Citabar LLP. Operativ hat man aber selbst das Sagen. Die reichhaltige Historie hat einen großen Vorteil. Hier wurden schon mehr als 87.000 Meter gedrillt. Allein am sogenannten Surlage-Vorkommen wurden mehr als 45.000 Meter niedergebracht. Daneben existieren vier weitere, bisher bekannte Zonen. Nach aktuellem Stand zieht sich die Gold-Mineralisierung über eine Länge von knapp fünf Kilometern (!).

Historische Bohrkerne sparen bares Geld

Das Gebiet wurde zwar von verschiedenen Mining-Gesellschaften bearbeitet, geologisch gesehen sind die Vorkommen aber miteinander verbunden. Red Pine selbst arbeitet nun zum einen die historischen Daten auf. Übrigens nimmt man einmal an, dass ein Bohrmeter einschließlich der Analyse der Bohrkerne mindestens 150 CAD kostet, haben alleine die historischen Bohrdaten einen Wert von über 13 Mio. CAD. Eine Summe, die sich Red Pine nun sparen kann.

Basierend auf den historischen Daten plant der Explorer nun auch ein eigenes Bohrprogramm. In diesem Jahr will man insgesamt 20.000 Meter bohren. Zudem laufen geophysikalische Untersuchungen, um ein besseres Verständnis für das Vorkommen zu entwickeln. Die bisherigen Bohrergebnisse erreichten zum Teil Spitzenwerte. So fanden sich beispielsweise in der Minto Mine South Zone 19,92 Gramm Gold/Tonne über 3 Meter.

Bergbauriesen zeigen Interesse

An dem Projekt sollen auch schon die ersten größeren Bergbaugesellschaften Interesse gezeigt haben. Und das hat seinen Grund. Denn Red Pine besitzt bereits eine Ressource im Status „inferred“ über 1,088 Millionen Unzen Gold. Die sehr guten Goldgrade von 1,71 Gramm je Tonne deuten die Wirtschaftlichkeit des Projekts bereits an. Zudem ist die Mineralisierung in alle Richtungen offen, somit könnte die Ressource sogar noch erweitert werden. Das besondere Interesse wecken zwei Fakten: Zum einen befinden sich 73% der höhergradigen Goldmineralisierung innerhalb der „inferred“ Ressource. Diese liegt zudem zu 89% in maximal 300 Metern Tiefe. Das Edelmetall könnte also sehr wahrscheinlich im kostengünstigen Tagebau gefördert werden.

Aktie noch weitgehend „unentdeckt“

Die Red Pine-Aktie (0,10 CAD, ISIN: CA75686Y4058; Börsenkürzel: RPX) kommt aktuell auf einen Börsenwert von lediglich 25 Mio. Kanada-Dollar. Bis in den Herbst hinein dürfte das Unternehmen regelmäßig Ergebnisse aus dem Bohrprogramm vermelden. Fallen diese wie bisher gut aus, dann könnte das Papier mindestens wieder Richtung Zwölfmonatshoch bei 0,15 CAD marschieren. Aufgrund der historischen Daten und der bisherigen Bohrergebnisse von Red Pine hat das Papier aber deutlich mehr Potenzial.


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