KOLUMNEN

9:28 | 09.12.2014
IVU nicht zu bremsen: Ausbruch geglückt

Die Aktie der IVU Traffic Technologies AG habe ich Ihnen an dieser Stelle schon mehrfach ans Herz gelegt – zuletzt am 22. April beim Kurs von 2,45 Euro und am 9. September bei 2,80 Euro. Aktuell notiert Aktie des Berliner Softwarehauses weitere 13 Prozent höher und ein Ende des Höhenfluges ist nicht in Sicht. Mit dem Sprung auf ein neues 10-Jahreshoch hat das Papier ein weiteres charttechnisches Kaufsignal geliefert. Und einmal mehr hat sich bewahrheitet, dass es ein guter Ratschlag ist, den Insiderkäufen des Managements zu folgen. Im August hatte CEO Martin Müller-Elschner persönlich IVU-Aktien erworben, Anfang Oktober folgten weitere Käufe durch den Vorstandschef.

Schuldenfrei auf Rekordkurs

Auch die Nachricht, dass Finanzvorstand Frank Kochanski zum Jahresende aus persönlichen Gründen aus dem Vorstand ausscheiden wird, sorgte nur für kurzfristige Irritationen im Anlegerkreis. „Mein Weggang findet aus rein persönlichen Gründen und im besten Einvernehmen mit Aufsichtsrat und Vorstand statt. Nach elf Jahren IVU schlage ich nun ein neues berufliches Kapitel auf. Für eine geordnete Übergabe des Finanzressorts ist gesorgt, so dass sich unsere Aktionäre keine Sorgen machen müssen“, beruhigt Kochanski die Investoren. Was er in seiner 10-jährigen Amtszeit geleistet hat, ist beachtlich. Als Kochanski im Jahr 2004 als Leiter Finanzen zur IVU stieß, steckten die Berliner in der Krise und hatten mit mangelnder Bonität und Liquiditätsengpässen zu kämpfen. Bereits 2006 wurde mit dem erfolgreichen Turnaround die Basis für kontinuierlich steigende Gewinne gelegt. Mittlerweile ist IVU schuldenfrei, sitzt auf liquiden Mitteln von über 13 Mio. Euro und eilt von Rekordjahr zu Rekordjahr.

Starkes viertes Quartal erwartet

Mehr als 48 Mio. Euro sollen im laufenden Jahr durch die IVU-Bücher gehen und dabei ein Rohergebnis von 36 Mio. Euro hängen bleiben. „Wie bereits in unserem Neunmonatsbericht angekündigt, werden wir unsere für 2014 gesetzten Ziele erreichen. Wie auch in den Jahren zuvor erwarten wir ein starkes viertes Quartal“, gibt sich Kochanski optimistisch. Dass viele Kunden zum Jahresende ihre Budgets ausschöpfen wollen, spielt IVU dabei in die Karten. Für die kommenden Jahre erwartet der scheidende Finanzvorstand einen stabilen Umsatz im Heimatmarkt und Wachstumsimpulse international: „Neben unserem klassischen Geschäft im öffentlichen Nahverkehr erwarten wir weitere Aufträge aus dem attraktiven Bahnsektor sowie von Regional- und Fernbusunternehmen. Mit unseren neuen Standorten in Wachstumsregionen sowie der im Oktober geschlossenen Vertriebskooperation mit Scheidt & Bachmann werden wir die Expansion in margenstarke Märkte vorantreiben.“

Die fundamentale Situation der Berliner überzeugt ebenso wie die hohe relative Stärke der Aktie. Auch nach dem Ausscheiden von Frank Kochanski sollte IVU seinen eingeschlagenen Wachstumskurs fortsetzen können. Ich spekuliere auf einen weiterhin guten Newsflow und erhöhe mein Kursziel auf vier Euro.

Ihr Christoph Martin


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