KOLUMNEN

16:57 | 03.12.2013
IVU: Unterbewertet? Eindeutig “Ja”!

Fragt man Vorstände, ob sie die eigene Aktie für unterbewertet halten, fällt die Antwort meist positiv aus. So auch im Fall von Frank Kochanski, Finanzvorstand der IVU Traffic Technologies AG: „Das kann ich ganz klar mit ‚Ja‘ beantworten. Die IVU ist für mich immer noch eindeutig unterbewertet.“ Sieht man sich die Fundamentaldaten der Berliner an, muss man Kochanski zustimmen. Aktuell bringt das schuldenfreie Softwareunternehmen, das auf Systeme für den öffentlichen Verkehr spezialisiert ist, rund 35 Mio. Euro auf die Börsenwaage. Abzüglich der liquiden Mittel von fast acht Millionen liegt die Bewertung bei unter 28 Mio. Euro. Zieht man den Vorjahresgewinn von 3,6 Mio. Euro heran, errechnet sich ein cash-bereinigtes KGV von unter 8 – während Peergroup-Unternehmen wie INIT mit KGVs von rund 15 gehandelt werden.

Neue Rekordwerte im Visier

Und die Wachstumsstory bei IVU ist intakt. Im laufenden Jahr peilen die Berliner ein Umsatzplus auf 45 Mio. Euro und einen Anstieg des Rohergebnisses auf 33 Mio. Euro an. „Unsere für 2013 gesetzten Ziele werden wir auf jeden Fall erreichen“, gibt sich Kochanski optimistisch. In den vergangenen Monaten konnte IVU u. a. die Schweizer SBB Cargo als neuen Kunden für die Bahnlösung IVU.rail gewinnen, zudem gelang mit dem neuen Kunden ADAC Postbus der Einstieg in den Fernbusmarkt. Die EBIT-Marge von zuletzt 7,6 Prozent im Jahr 2012 soll mittelfristig auf über zehn Prozent steigen. Vor allem das Wachstum der Auslandsumsätze mit höheren Margen soll zu der geplanten Gewinnsteigerung beitragen.

Vielversprechende Chancen“

IVU bewegt sich in einem langfristigen Wachstumsmarkt, weltweit steigt der Mobilitätsbedarf durch den anhaltenden Urbanisierungstrend kontinuierlich an. International hat IVU vor allem die Märkte im asiatisch-pazifischen Raum und in Südamerika im Visier. Im asiatisch-pazifischen Raum konnten die Berliner mit der Staatsbahn Vietnam ein Leuchtturmprojekt für sich gewinnen. „Jetzt gilt es, dieses planmäßig umzusetzen und mit dieser Referenz unsere Reputation entscheidend zu steigern“, so Kochanski. Auch in Südamerika macht IVU mit kleineren Projektakquisitionen kontinuierlich Fortschritte. „So sind auch die Chancen vielversprechend, dass wir in den kommenden Jahren auf beiden Märkten noch das ein oder andere größere Projekt für uns entscheiden werden“, ist der Finanzvorstand zuversichtlich.

Sehr starkes viertes Quartal“

Um die neuen Aufträge abarbeiten zu können, hat IVU die Zahl der Mitarbeiter in den vergangenen zwölf Monaten um zehn Prozent auf 395 aufgestockt. Für die IVU-Aktie sieht Kochanski noch deutliches Potenzial: „Seit Jahren wachsen wir nachhaltig und organisch. Die IVU-Aktie ist ein Value-Wert, das Unternehmen ist schuldenfrei und verfügt über langfristige Erfolgschancen auf dem ganzen Globus. So bieten wir eine solide Anlage mit guten Zukunftsaussichten.“ Und der Newsflow sollte positiv bleiben, wie der CFO verrät: „Wie bereits in unserem Neunmonatsbericht angekündigt, erwarten wir ein sehr starkes viertes Quartal.“ Damit dürfte die unterbewertete Aktie in den kommenden Wochen verstärkt ins Visier der Anleger rücken.

Ihr Christoph Martin


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