KOLUMNEN

14:05 | 14.06.2018
Kurserholung bei Mutares? – „Wichtiger Meilenstein“

Neuzugang für den Prime Standard: Anfang Juni hat die Münchner Beteiligungsgesellschaft Mutares AG ihre Tochter STS Group AG (ISIN: DE000A1TNU68), einen führenden Nutzfahrzeug-Zulieferer, an die Börse gebracht. „Die Platzierung der STS Group ist eine der erfolgreichsten Transaktionen in der Geschichte der Mutares AG. Neben dem Exiterlös von über 31 Mio. Euro bei Ausübung des Greenshoes partizipiert Mutares mit einem Anteil von 62 % als Mehrheitsaktionär auch weiterhin maßgeblich an der Wertentwicklung der STS Group“, so Mutares-CEO Robin Laik im Interview mit Financial.de.

„Mittelfristig überwiegen die Vorteile deutlich“

Allerdings waren die Erwartungen im Vorfeld höher, beim Platzierungspreis musste die Gesellschaft Zugeständnisse machen: Der endgültige Ausgabepreis von 24 Euro je STS-Group-Aktie lag unterhalb der Zeichnungsspanne. Dennoch ist Konzernlenker Laik überzeugt, „mit den gewählten Konditionen der STS Group, der Mutares sowie auch den Investoren beider Gesellschaften beste Chancen für die Zukunft zu bieten. Auch wenn der reduzierte Ausgabepreis kurzfristig zu Lasten der STS Group und Mutares gehen mag, so überwiegen mittelfristig die Vorteile deutlich. Der IPO der STS Group stellt für die Mutares einen wichtigen Meilenstein in der weiteren Entwicklung der Gesellschaft dar.“

„Zusätzlicher Exitkanal für unsere Beteiligungen“

Die Wachstumsstrategie der STS Group könne wie geplant umgesetzt, da sie aus fünf Pfeilern besteht, die unabhängig voneinander vorangetrieben werden können. „Die Wachstums- und Investitionspläne der STS Group können folglich eingehalten werden – allerdings in einer sukzessiven Abfolge auf Basis einer stärkeren Priorisierung, z. B. des Ausbaus in China und der Expansion in die USA“, so Laik im Gespräch mit Financial.de. Und noch einen positiven Aspekt hebt der Mutares-CEO hervor: „Mit dem erfolgreichen IPO der STS Group haben wir gezeigt, dass wir als Mutares nun den Kapitalmarkt als zusätzlichen Exitkanal für unsere Beteiligungen nutzen können.“ In diesem Zusammenhang betont der Mutares-CEO auch die „erfreuliche und positive Entwicklung unserer Portfoliogesellschaft Balcke-Dürr Gruppe, die im vergangenen Geschäftsjahr bereits mit dem Zukauf der Donges SteelTec strategisch ergänzt werden konnte“.

Mindestens drei Akquisitionen in 2018 geplant

Für Mutares wird der Teil-Exit der STS Group „einen starken, positiven Einfluss auf das Ergebnis des laufenden Geschäftsjahres haben.“ Zudem unterstreicht Laik den Anspruch für 2018, „mit unserem Investmentteam mindestens drei Akquisitionen zu tätigen und uns dabei unsere strategischen Kriterien für Zukäufe, wie z. B. einen Umsatz zwischen 50 und 300 Mio. Euro, verlässlich zu berücksichtigen.“ Und auch die attraktive Dividendenpolitik will die Münchner Beteiligungsgesellschaft, die für 2017 eine Ausschüttung von 1,00 Euro je Aktie angekündigt hat, beibehalten: „Wir werden unsere bisherige Dividendenpolitik weiter verfolgen und unsere Aktionäre an erfolgreichen Transaktionen partizipieren lassen.“ Nachdem die Mutares-Aktie in den letzten Wochen stark unter Druck geraten war – auch aufgrund des niedriger als erwartet ausgefallenen (Teil-)Exiterlöses – konnte sie sich zuletzt wieder leicht von den Tiefständen lösen. Nicht nur im Hinblick auf die attraktive Dividende scheint der starke Kursrückgang übertrieben. Ein Stopp unterhalb der bisherigen Jahrestiefs sichert Spekulationen auf eine Fortsetzung der Erholung ab.


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