KOLUMNEN

12:23 | 06.04.2016
Ludwig Beck AG: Weiter kaufen

Das Geschäftsjahr 2015 war bei der Ludwig Beck AG besonders durch die Übernahme der WORMLAND-Gruppe geprägt. Durch diese stiegen die Umsatzerlöse sehr deutlich um 54,5 % auf 158,62 Mio. EUR an. Darin enthalten sind anorganische Umsatzeffekte durch WORMLAND in Höhe von 54,65 Mio. EUR. Aber auch ohne anorganische Effekte konnte die Ludwig Beck AG im Jahr 2015 ein flächenbereinigtes Wachstum aufweisen. Dieses lag bei 1,2 %, womit sich das Unternehmen erneut der schwachen Branchenentwicklung des deutschen Textileinzelhandels entziehen konnte. Auch in den vergangenen Jahren schaffte es das Unternehmen bereits kontinuierlich positive Wachstumsraten zu erzielen.

Auch ergebnisseitig wirkte sich die Übernahme von WORMLAND deutlich erhöhend aus. Im Rahmen der Übernahme konnte die Ludwig Beck AG einen Badwill in Höhe von 9,84 Mio. EUR verbuchen, was das ausgewiesene EBIT des Konzerns auf 18,32 Mio. EUR ansteigen ließ, nach 10,63 Mio. EUR im Vorjahr.

Bereinigt um die Sondereffekte der Konsolidierung, aber auch um die Kosten der Akquisition und der Verwaltung von WORMLAND, die mit rund 1 Mio. EUR beziffert werden, lag das bereinigte EBIT im GJ 2015 bei 9,48 Mio. EUR und damit etwas niedriger als der bereinigte Vorjahreswert mit 10,17 Mio. EUR. Hintergrund dessen waren neben den schlechten Wettervoraussetzungen und damit einhergehend vermehrten Preisnachlässen auch geplante Personalkostensteigerungen.

Für das GJ 2016 ist akquisitionsbedingt mit einer nochmalig deutlichen Verbesserung der Umsatzerlöse zu rechnen. Wir gehen dabei von Umsatzerlösen in Höhe von 189,20 Mio. EUR aus, wobei wir aber auch organische Zuwächse aus beiden Segmenten, Ludwig Beck und WORMLAND, erwarten. Für das Jahr 2017 erwarten wir einen weiteren Zuwachs auf dann 193 Mio. EUR. Ergebnisseitig ist durch das Entfallen der Einmalerträge mit einem klar niedrigeren EBIT zu rechnen. Aber auch das bereinigte EBIT dürfte auf Grund des noch nicht profitablen Zustands von WORMLAND etwas unter Vorjahresniveau liegen. Wir rechnen mit einem EBIT in Höhe von 8,50 Mio. EUR für das GJ 2016. Bereits für 2017 erwarten wir jedoch wieder ein EBIT von 9,50 Mio. EUR.

Insgesamt begrüßen wir die Übernahme von WORMLAND und trauen dem Management von Ludwig Beck uneingeschränkt zu, den Turnaround des neuen Segments zügig voranbringen zu können. Wenngleich dies die Rentabilität des Konzerns zunächst belastet, sind wird überzeugt, dass die Akquisition mittelfristig sehr wertschöpfend für die Aktionäre sein wird. Auf Grund der soliden finanziellen Situation müssen Aktionäre trotz Übernahme ohnehin nicht auf eine Dividendenausschüttung verzichten. Nicht zuletzt bieten die hohen Immobilienwerte der Ludwig Beck AG ein substanzielles Wertpolster. Diese dürften nach unserer Einschätzung, unter dem Gesichtspunkt eines fairen Wertansatzes, die aktuelle Marktkapitalisierung der Ludwig Beck AG übersteigen.

Wir sind überzeugt, dass die Ludwig Beck AG über die kommenden Jahre hinweg wieder kontinuierlich steigende Ergebnisniveaus erwirtschaften wird. Angesichts dessen aber, auch auf Grund der guten bilanziellen Relationen und der hohen Cashflowstärke, bestätigen wir unser Kursziel von 35,00 EUR für die Aktien der Ludwig Beck AG. Das Rating behalten wir damit ebenfalls unverändert mit KAUFEN bei.

Die vollständige Analyse können Sie hier downloaden:
http://www.more-ir.de/d/13647.pdf


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