KOLUMNEN

13:57 | 27.07.2016
Ludwig Beck: Neuausrichtung im Plan

Mit 79,5 Mio. EUR wies die Ludwig Beck AG im 1. HJ 2016 einen deutlichen Umsatzanstieg um 40 % gegenüber dem Vorjahr auf. Dabei ist zu beachten, dass 35 Mio. EUR auf das Segment WORMLAND entfallen, dass erst im Mai des Vorjahres erworben wurde. Im Vorjahreszeitraum waren entsprechend nur 11,2 Mio. EUR aus WORMLAND enthalten. Insofern sind signifikante anorganische Effekte im Umsatz enthalten.

Organisch machte sich das schwierige Marktumfeld im deutschen Textileinzelhandel bemerkbar. So musste das Segment Ludwig Beck einen leichten Umsatzrückgang um 2,4 % verzeichnen. Vermutlich ist auch bei WORMLAND ein organischer Rückgang in ähnlicher Höhe zu verzeichnen gewesen. Präzise lässt sich der Effekt jedoch auf Grund der fehlenden Vergleichszahlen nicht ermitteln. Zudem war die Umsatzentwicklung bei WORMLAND auch durch den Abverkauf von Altware zur Bereinigung der Lagerbestände sowie die Filialschließung in Oberhausen geprägt, was die Vergleichbarkeit zusätzlich erschwert.

Die rückläufige Umsatzentwicklung sowie der Abverkauf wirkten sich auch auf den Rohertrag aus, so dass die Rohertragsmarge von 48,9 % auf 46,7 % rückläufig war. Entsprechend war auch ein EBIT-Rückgang von bereinigt 1,8 Mio. EUR (unbereinigt: 11,3 Mio. EUR) im Vorjahr auf -1,6 Mio. EUR zu verzeichnen.

Jedoch ist zu beobachten, dass im Q2 2016 bereits eine deutliche Verbesserung der Ertragssituation stattgefunden hat. So wirkte sich im Segment Ludwig Beck beispiels-weise der Wegfall der Kosten der Übernahme im Q2 des vergangenen Jahres aus, die wir mit rund 1 Mio. EUR beziffern. Im Gegensatz dazu waren im Q1 2016 bei WORMLAND noch um 0,4 Mio. EUR höhere Personalaufwendungen als im Q2 2016 zu verzeichnen, was vermutlich auch vor dem Hintergrund des Ausscheidens des ehemalige WORMLAND-Geschäftsführers Oliver Beuthien zu sehen ist. Insgesamt lag das EBIT auf Konzernebene mit 0,8 Mio. EUR im Q2 2016 bereits wieder im positiven Bereich.

Angesichts des beendeten Abverkaufs von Altware bei WORMLAND ist davon auszugehen, dass sich die Rohertragsmarge im 2. HJ 2016 spürbar verbessert. Ohnehin ist das 2. HJ saisonal bedingt stets merklich umsatzstärker. Dies sollte auch entsprechende EBIT-Effekte mit sich bringen. Insofern ist das Unternehmen mit der Neuaufstellung von WORMLAND im Plan und bestätigte daher die Prognosen für das laufende GJ 2016.

Fraglich ist derzeit, wie sich die jüngsten Terroranschläge in Deutschland auf den Tourismus und das Konsumverhalten auswirken werden, was im Zweifel zu einer Eintrübung der Aussichten führen könnte. Derzeit lässt sich dies jedoch nicht abschätzen. Auch wir bestätigen daher unsere Prognosen zunächst und gehen unverändert von Umsatzerlösen in Höhe von 189,20 Mio. EUR sowie einem EBIT von 8,5 Mio. EUR für 2016 aus. Das Kursziel von 35,00 EUR sowie das Rating HALTEN belassen wir ebenfalls unverändert.

Die vollständige Analyse können Sie hier downloaden:
http://www.more-ir.de/d/14087.pdf


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