KOLUMNEN

11:21 | 31.03.2014
Silberpreis hat Aufholpotenzial

Der Silberpreis mag ja sich um mehr als 8% vom Tief bei 18,49 USD pro Unze aus dem Juni des vergangenen Jahres entfernt haben, doch von den 19,47 USD Anfang 2014 ging es lediglich um knapp 3% nach oben. Der Goldpreis hingegen verbuchte von seinem Tief bei1.189 USD pro Unze im Dezember 2013 einen Anstieg von rund 10% und dieses Jahr ein Plus von ungefähr 9%.

Da Silber aber historisch betrachtet eigentlich doppelt so volatil ist wie Gold, ist der ausbleibende starke Rebound schon eine Überraschung, meinen die Analysten von Canaccord Genuity. Sie weisen darauf hin, dass die Goldbestände der ETFs 2014 kaum Veränderung gezeigt haben, während die ET-Positionen bei Silber gestiegen seien und die Netto-Long-Kontrakte auf Silber in den vergangenen Wochen ebenfalls zugelegt hätten. Und dennoch habe sich der Silberpreis nur wenig verändert, so Canaccord.

Es könnte sein, so die Analysten, dass der Silberpreis hier seine Dualität zeige. In der Regel folge er der Entwicklung des Goldmarktes, richte sich aber manchmal auch an den erwarteten Veränderungen in der Industrienachfrage aus. Diese mache rund 45% der gesamten Silbernachfrage aus, erläutern die Experten.

Das Ungleichgewicht zwischen Angebot und Nachfrage hat sich seit 2009 ausgeweitet, doch das Silver Institute erwartet für die Zukunft einen Rückgang dieser Kluft. Canaccord rechnet sowohl mit einem Anstieg des Silberangebots aus der Minenproduktion als auch mit einer höheren Nachfrage aus den Bereichen Elektronik und Solar.

Die Experten glauben, dass das Ungleichgewicht zwischen Angebot und Nachfrage zu hoch angegeben sei und die Gold/Silver-Ratio, die beschreibt, wie viele Unzen Silber nötig sind, um eine Unze Gold zu kaufen, von 66:1 auf 60:1 gehen wird.

Ausgehend von der historischen Verbindung zu Gold schätzen die Experten, dass Silber rund 21,85 USD pro Unze kosten sollte, was einen Anstieg von rund 9% bedeuten würde.

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