KOLUMNEN

14:56 | 22.08.2016
Trotz Umsatzrückgang: euromicron-Aktie günstig bewertet

Mit Umsatzerlösen in Höhe von 139,84 Mio. EUR unterschritt die euromicron AG das Vorjahresniveau um 10,8 %. Dabei war insbesondere das Segment Intelligente Gebäudetechnik für den Rückgang verantwortlich. Vor dem Hintergrund der anhaltenden Reorganisation der größten Tochtergesellschaft, der euromicron Deutschland GmbH, ist die Umsatzentwicklung hier noch verhalten ausgefallen. Neben strategischen Gründen, etwa der Ablehnung risikobehafteter Großaufträge, war ein weiterer Grund für die verhaltene Umsatzentwicklung das Andauern von Altprojekten. In den beiden weiteren Segmenten war der Umsatzrückgang deutlich moderater. Zudem ist zu bedenken, dass im Vorjahr noch die aufgegebenen Geschäftsbereiche mit 6,31 Mio. EUR zum Umsatz beitrugen. Bereinigt darum betrug der organische Umsatzrückgang 7,1 %.

Die Umsatzentwicklung schlug sich auch in den Ergebniskennzahlen nieder. So lag das ausgewiesene EBITDA bei -3,46 Mio. EUR nach 2,65 Mio. EUR im Vorjahr. Bereinigt um Einmalaufwendungen der Restrukturierung war der Rückgang etwas moderater. Dennoch war auch bereinigt ein negatives EBITDA von -1,69 Mio. EUR zu verzeichnen. Der Ergebnisrückgang wurde ausschließlich im Segment Intelligente Gebäudetechnik verursacht, mit einem Rückgang von 5,03 Mio. EUR auf -2,44 Mio. EUR. In den weiteren Segmenten Kritische Gebäudetechnik und Distribution waren jeweils Ergebnissteigerungen zu verzeichnen. Auch die Margen sind gegenüber dem Vorjahr gestiegen. Hier sind die Effekte der Reorganisation bereits gut sichtbar und zeigen auf, welche Richtung die euromicron AG nach erfolgreicher Beendigung der Reorganisation einschlagen kann.

Hervorzuheben ist, dass die vom Management angekündigten Maßnahmen zur Steigerung der Rentabilität umgesetzt werden. Entgegen der Historie fokussiert sich die euromicron AG nunmehr auf rentable Aufträge und stellt die Ergebnisentwicklung in den Vordergrund. Wenngleich die Neuausrichtung des Konzerns und die daraus resultierenden Belastungen länger andauern als bislang angenommen, sehen wir das Unternehmen auf dem richtigen Weg und bereits erste sichtbare Erfolge.

Auf Grund des schwächeren 1. HJ 2016 hat der Vorstand der euromicron AG die Prognosen für das GJ 2016 nach unten hin angepasst. Es wird zwar davon ausgegangen, dass das 2. HJ 2016 signifikant besser verlaufen wird, jedoch ist auch nicht damit zu rechnen, dass der Rückstand vollständig wieder aufgeholt wird. Vor diesem Hintergrund haben wir unsere Prognosen für das GJ 2016 gesenkt und erwarten nunmehr Umsatzerlöse in Höhe von 338,41 Mio. EUR sowie ein bereinigtes EBITDA von 10,59 Mio. EUR. Dies entspricht einer EBITDA-Marge von 3,1 %. Für das kommende Jahr erwarten wir eine Steigerung der EBITDA-Marge auf dann 4,9 %.

Auf Basis der niedrigeren Prognosen für die GJ 2016 und 2017 haben wir auch unser Kursziel für die euromicron AG angepasst. Nach bislang 12,10 EUR haben wir nun einen fairen Wert von 10,50 EUR ermittelt. Auf Basis des aktuellen Kursniveaus ergibt sich daraus unverändert das Rating KAUFEN.

Mittelfristig sind wir weiterhin davon überzeugt, dass die euromicron AG das Margenziel auf EBITDA-Basis von 8-11 % wieder erreichen kann. Zudem sind wir auch überzeugt, dass die Reorganisation des Konzerns in Kürze positive Impulse liefern wird – umsatz- und ertragsseitig. Dies berücksichtigt, erscheint uns die Aktie der euromicron AG günstig bewertet.

Die vollständige Analyse können Sie hier downloaden:
http://www.more-ir.de/d/14155.pdf


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