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14:24 | 17.03.2011
USU Software: Mit 40% höherem Auftragsbestand ins neue Jahr
Normalerweise ist Bernhard Oberschmidt, der CEO der Schwäbischen Softwareschmiede USU, ein ganz zurückhaltender Mensch. Aber die Zahlen für das abgelaufene Geschäftsjahr 2010, bei dem das EBITDA von 2,5 Mio. auf 4,6 Mio. Euro gesprungen ist, haben ihm richtig Rückenwind gegeben. Jetzt traut er sich auch einmal, richtig aus sich herauszugehen und kündigt an, dass nicht nur das erste Halbjahr 2011 sehr gut wird, sondern dass USU insgesamt im laufenden Jahr zweistellig – und damit deutlich über dem Branchendurchschnitt – wachsen wird. Nicht nur beim Umsatz, sondern auch beim operativen Ergebnis. Zusätzlicher Wachstumstreiber ist die Neuerwerbungstochter Aspera, die im vergangenen Jahr noch keinen wesentlichen Ergebnisbeitrag lieferte, sondern erst im laufenden Jahr einen ansehnlichen Ergebnis- und Cash-Beitrag beisteuert. Daher sieht Oberschmidt auch der ausstehenden Kaufpreiszahlung von 8 Mio. Euro für Aspera – die zur Hälfte in Aktien und zur Hälfte in cash zu erbringen sein wird – relativ gelassen entgegen. Oberschmidt sagte mit wörtlich: „Je besser sich Aspera entwickelt, umso höher ist auch der Gewinnanteil von USU und umso höher ist auch das Cash-Wachstum in der USU-Gruppe.“ Die USU-Gruppe hatte am Jahresende 2010 ca. 11 Mio. Euro auf der „hohen Kante“. Es ist daher höchstwahrscheinlich, dass die Cash-Position bis zum wieder auf dem gleichen Niveau liegen wird, obwohl Aspera dann schon voll bezahlt ist. Das Ergebnis wird auch von einer anderen Seite noch beflügelt. Es kommen Ende dieses Monats zwei neue Updates der Software Valuemation 4 und KnowledgeCenter 5, bei denen die Hoffnungen groß sind, dass sie von den Kunden gut angenommen werden. Bekanntlich ist es ja so, dass Softwareanwender mit Käufen zurückhaltend werden, wenn ein neues Release am Horizont erscheint. Auch von dieser Seite dürfte sich der Investitionsstau, unter dem USU im ersten Halbjahr 2010 gelitten hatte, zusätzlich auflösen. Auch vom Auslandsgeschäft soll ein positiver Einfluss ausgehen, dieses soll bis zu 15% zum Umsatz beitragen. Damit sind die Weichen für ein starkes Jahr 2011 gestellt. Oberschmidt verspricht daher den Aktionären, sie entsprechend dem Geschäftserfolg mit der Dividende zu verwöhnen. Deshalb ist es nicht ausgeschlossen, dass es auch für 2011 zu einer weiteren Erhöhung der Ausschüttung kommt. Ende des Monats veröffentlichen die Analysten ihre neuen Studien – und diese werden wahrscheinlich genauso überraschen wie der Ergebnissprung des vergangenen Jahres. Ihr Christoph Martin |
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