KOLUMNEN

11:19 | 01.06.2017
Zink-Exploration ist in

In den vergangenen Jahren wurde die Suche nach neuen Metallvorkommen etwas vernachlässigt. Das birgt langfristig Chancen für Unternehmen wie Darnley Bay Resources

50,5 Meter mit 9,03 Prozent Zink und 4,10 Prozent Blei – da lacht das Geologenherz. So muss es den Experten von Darnley Bay Resources (ISIN: CA2369014014/WPKN: A12HNK) Anfang Mai ergangen sein. “Trotz der Arbeit, die auf dieser 65 Kilometer langen Zone in der Vergangenheit geleistet wurde, bleiben noch einige weniger erforschte Gebiete”, sagt Darnley-CEO Jamie Levy. “Unser Ziel mit dem Programm 2017 ist es mehr von diesen hochgradigen Einlagen zu finden, die die bereits robuste Wirtschaftlichkeit des Pine Point-Projekts noch deutlich verbessern würden”, erklärt Levy, der auch President des kanadischen Unternehmens ist. Das Bohrprogramm für 2017 ist immerhin für 5 Millionen Dollar ausgelegt. Bisher wurden zwei Bohrlöcher erfolgreich niedergebracht und das erste mit den oben erwähnten Daten ausgewertet.

Das Pine Point-Projekt liegt in den kanadischen Northwest Territories unweit von Hay River. Neben Zink und Blei als Hauptprodukten beinhält Pine Point zudem teilweise hochgradige Gallium- und Germanium-Vorkommen. Diese Beiprodukte dürfte die zukünftigen Abbaukosten, die auf das Zink entfallen, entsprechend reduzieren beziehungsweise die Gesamtwirtschaftlichkeit von Pine Point erhöhen.

Erst im April konnte Darnley-Chef Levy eine vorläufige Wirtschaftlichkeitsstudie (PEA) mit überzeugenden Zahlen vorweisen. So belaufen sich die Ressourcen im PEA-Abbauplan auf 25,8 Millionen Tonnen Gestein in der gemessenen und angezeigten Kategorie. Die Gehalte liegen dabei durchschnittlich bei 2,94 Prozent Zink und 1,12 Prozent Blei. Hinzu kommen 3,7 Millionen Tonnen Gestein als abgeleitete Ressource mit 2,9 Prozent Zink und 0,77 Prozent Blei. Dieses Vorkommen kann aus 10 kleineren Tagebauminen gefördert werden.

Für den Aufbau der Anlagen werden schätzungsweise 153,8 Millionen Dollar benötigt. Wobei hier bereits ein 15-prozentiger Puffer eingebaut ist, falls die Kosten überschießen sollten. Diese Kosten könnten sich durchaus lohnen. Denn der gesamte mit acht Prozent abgezinste Gegenwert (Net Present Value, NPV) des Projekts liegt bei satten 340,8 Millionen Dollar. Selbst beim Einrechnen von Steuerzahlungen dürften die Investitionen binnen 1,8 Jahren erwirtschaftet werden. Danach können die zum Erhalt des Projekts über die Lebensdauer benötigten Investitionen von weiteren rund 117 Millionen Dollar locker aus dem anfallenden Cash-flow beglichen werden.

“Das Unternehmen plant in naher Zukunft eine Machbarkeitsstudie einzuleiten”, erklärt CEO Levy und schielt dabei bereits auf noch verbesserte Voraussetzungen: “Währenddessen wird gebohrt, was dem Minenplan zusätzliche Ressourcen hinzufügen wird.” Das Winterbohrprogramm lässt kaum Zweifen dran, das dies gelingen wird.

Nun kommt es zwar noch auf den Preis der Industriemetalle Zink und Blei an, ob ein Abbau tatsächlich lohnt. Doch betrachtet man die jüngst von der International Lead and Zinc Study Group herausgegebenen Prognosen, dann braucht es Levy und den Aktionären von Darnely Bay Resources nicht Bange werden. Denn es wird von Preisen um 2600 US-Dollar je Tonne Zink und 2200 Dollar je Tonne Blei für Ende 2017 ausgegangen. In der PEA-Studie wird dagegen ein Preis von 1,10 US-Dollar je Pound (454 Gramm) angesetzt, was umgerechnet 2430 Dollar je Tonne sind. Somit bietet die Darnley-Aktie ein interessantes Engagement in den Zinkmarkt. Da das Unternehmen noch nicht produziert und die Investitionen noch stemmen muss, ist die Aktie jedoch als spekulativ und nur als Depotbeimischung anzusehen.

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