21:35 | 08.02.2010
dpa-AFX Überblick: ANALYSTEN-EINSTUFUNGEN vom 08.02.2010
FRANKFURT (dpa-AFX) – Ausgewählte Analysten-Einstufungen im
dpa-AFX-Nachrichtendienst vom 08.02.2010
AIXTRON
LONDON – HSBC hat Aixtron mit “Overweight” und einem Kursziel von
28 Euro aufgenommen. Der Anlagenbauer sei gut positioniert, um vom Aufwärtstrend
bei sogenannten MOCVD-Anlagen zur Herstellung von Leuchtdioden (LED) zu
profitieren, schrieb Analyst Burkhard Weiss in einer Studie vom Montag. Für das
laufende Jahr erwarte er wegen der steigenden Nachfrage nach LED-Fernsehern neue
Rekordaufträge. Dies dürfte auch zu höheren Marktschätzungen bei den Gewinnen
führen.
ALLIANZ
LONDON – Nomura hat das Kursziel für Allianz vor Zahlen von 85,00
auf 92,00 Euro angehoben, die Einstufung jedoch auf “Neutral” belassen. Der
Versicherer dürfte solide Jahreszahlen präsentieren, begründete Analyst Nick
Holmes das neue Ziel in einer Studie vom Montag. Dennoch gehöre die Allianz
aufgrund nur begrenzter Wachstumsaussichten und der Konzentration auf das 2010
schwächer erwartete Sachversicherungsgeschäft nicht zu seinen bevorzugten
Werten. Im Nicht-Leben-Segment bevorzuge er das Papier von Zurich Financial
Services (ZFS). Sektorübergreifend seien Aegon, Swiss Re und Legal & General
seine “Top Picks”.
DAIMLER
MÜNCHEN – Die Unicredit hat die Einstufung für die Daimler-Aktien
nach einem Personalwechsel auf “Buy” belassen. Das Kursziel beträgt weiterhin
42,00 Euro (Kurs: 32,96 Euro). Wie sein Vorgänger, Mercedes-Vize Rainer
Schmückle, gelte Wolfgang Bernhard als erfahrener Manager für Umstrukturierung
und Effizienzsteigerungen, schrieb Analyst Georg Stürzer in einer Studie vom
Montag. Aufgrund dessen dürfte bei Mercedes-Benz in dieser Hinsicht die
Fokussierung und der Druck anhalten.
DEUTSCHE BANK
FRANKFURT – Die Commerzbank hat das Kursziel für Deutsche Bank von
66,00 auf 64,00 Euro gesenkt, die Einstufung aber auf “Buy” belassen. Die
operativen Einheiten hätten die Erwartungen für das vierte Quartal nicht ganz
erfüllt, schrieb Analyst Michael Dunst in einer Studie vom Montag. Daher müssten
die Gewinnschätzungen für die Bank etwas reduziert werden. Allerdings sei die
Bewertung nach wie vor sehr niedrig und die Eigenkapitalquote (Tier 1) habe sich
während des vierten Quartals deutlich verbessert. Die positive Einstufung sei
deshalb weiter gerechtfertigt.
DEUTSCHE TELEKOM
DÜSSELDORF – Die WestLB hat die Aktie der Deutschen Telekom nach
Erreichen des bisherigen Kursziels von “Reduce” auf “Neutral” hochgestuft und
das Kursziel gestrichen. Er sehe für das Papier derzeit keine weiteren Risiken,
schrieb Analyst Tarkan Cinar in einer Studie vom Montag. Leicht positiv seien
die derzeitigen Spekulationen über die Zukunft des US-Geschäfts. Eine
Kooperation von T-Mobile USA mit einem amerikanischen Festnetzanbieter würde er
einem Börsengang vorziehen, meinte Cinar.
DYCKERHOFF
FRANKFURT – Die Umsätze der im SDax gelisteten Dyckerhoff für
2009 liegen einem Händler zufolge leicht unter den Erwartungen. Auch der
Ausblick des Baustoffherstellers klinge eher verhalten, hieß es in einer ersten
Einschätzung am Montagmorgen. Er rechnet mit einer negativen Kursreaktion. Die
nächste charttechnische Unterstützung liege bei 45,00 Euro.
FIRST SOLAR
NEW YORK – Die Deutsche Bank hat das Kursziel für First Solar von
135,00 auf 125,00 (Kurs: 114,19) US-Dollar gesenkt, die Einstufung jedoch auf
“Hold” belassen. Das neue Kursziel resultiere aus den verringerten Schätzungen
für den Umsatz und den Gewinn je Aktie (EPS) des Jahres 2010 zurück, schrieb
Analyst Steve O’Rourke in einer Branchenstudie vom Montag.
JENOPTIK
MÜNCHEN – Die Unicredit hat die Einstufung für Jenoptik nach
Zahlen auf “Hold” mit einem Kursziel von 5,00 Euro belassen. Das vorläufige
operative Ergebnis des Gesamtjahres 2009 sei vor Einmaleffekten wie erwartet
ausgefallen, schrieb Analyst Peter Rothenaicher in einer Studie vom Montag. Der
derzeitige Bewertungsaufschlag für den Technologiekonzern sei aufgrund des
attraktiven Technologie-und Produktentwicklungsportfolios gerechtfertigt. Zudem
wies er auf die guten Wachstumsaussichten hin.
MEDION
DÜSSELDORF – Das Bankhaus Lampe hat Medion von “Halten” auf
“Kaufen” hochgestuft und das Kursziel von 8,50 auf 9,50 Euro angehoben. Die
Nachfrage scheine sich bei einigen größeren Kunden des Herstellers von
Unterhaltungselektronik besser entwickelt zu haben als erwartet, schrieb Analyst
Christoph Schlienkamp in einer Studie vom Montag. Untermauert werde diese
Einschätzung durch den zügigen Ausverkauf der disponierten Stückzahlen während
der ersten Vermarktungsaktionen 2010. Schlienkamp hob seine Gewinnprognosen je
Aktie für 2010 und 2011 um 8,0 und 7,5 Prozent an.
MUNICH RE
FRANKURT – Cheuvreux hat Munich Re in die “Insurance Best Pick
List” aufgenommen und die Einstufung auf “Outperform” mit einem Kursziel von
125,00 Euro belassen. Analyst Michael Haid hob in einer Studie vom Montag seine
Gewinnprognosen je Aktie für 2010 um drei Prozent an. Zur Begründung verwies er
auf die Vertragserneuerungen im Nicht-Lebensversicherungsgeschäft im Januar und
die Kapitalzuwächse aus dem Verkauf von Unternehmensanleihen ebenfalls im
Januar. Im Gegenzug sei Axa von der Liste gestrichen worden.
ROTH & RAU
FRANKFURT – Sal. Oppenheim hat den fairen Wert für Roth & Rau von
25,20 auf 25,40 Euro angehoben und die Einstufung auf “Neutral” belassen. Die
Übernahme von OTB sei ein positiver Schritt für den Solarzulieferer, schrieb
Analyst Hartmut Moers in einer Studie vom Montag. Allerdings habe die jüngste
Kursrally bereits zu viel vorweggenommen. Daher bleibe er vorsichtig in der
Einstufung von Roth & Rau.
SALZGITTER
LONDON – Die HSBC hat das Kursziel für Salzgitter von 70,00 auf
76,00 Euro angehoben, die Einstufung aber auf “Neutral” belassen. Nach einer
kurzen Atempause Ende 2009 dürften die Stahlpreise in den kommenden Monaten vom
erwarteten Rohstoffpreisanstieg profitieren, schrieb Analyst Thorsten Zimmermann
in einer Branchenstudie vom Montag. Die Bewertung europäischer Stahlunternehmen
reflektiere diese Entwicklung noch nicht. Die breite Aufstellung des Stahl- und
Röhrenherstellers vermindere allerdings den Einfluss höherer Stahlpreise.
SAP
LONDON – Morgan Stanley hat SAP nach dem Rücktritt des
Vorstandsvorsitzenden Leo Apotheker auf “Equal-weight” mit dem Kursziel 37,00
Euro belassen. Der Zeitpunkt der Personalie dürfte die Anleger zwar überraschen,
doch kaum schockieren, schrieb Analyst James Dawson in einer Studie vom Montag.
Ob die neue Doppelspitze aus Bill Mc Dermott und Jim Hagermann Snabe
funktioniere, müsse sich erst zeigen. Auch sei der nun stärkere Fokus auf die
Produktentwicklung langfristig positiv.
SAP
LONDON – Merrill Lynch hat SAP nach dem Abgang des
Vorstandsvorsitzenden Leo Apotheker auf “Buy” mit dem Kursziel 40,00 (Kurs:
32,865) Euro belassen. Sollte der Wechsel an der Spitze des Softwarekonzerns
lediglich auf persönlichen Schwierigkeiten zwischen ihm und dem SAP-Gründer
Hasso Plattner beruhen, bleibe der Hintergrund für die Bewertung der Aktien
nahezu unverändert, schrieb Analyst Raimo Lenschow in einer Studie vom Montag.
Apotheker soll durch eine Doppelspitze aus Jim Hagemann und Bill McDermott
ersetzt werden. Falls jedoch eine gewünschte Neuausrichtung mit stärkerem Fokus
auf Innovationen der Grund sei, könnten die Margen kurzfristig unter Druck
geraten.
SAP
FRANKFURT – Die BHF Bank hat SAP nach dem angekündigten Rücktritt
des Vorstandsvorsitzenden Leo Apotheker auf “Reduce” mit einem Kursziel von
32,50 Euro belassen. Wenngleich der Markt den Rücktritt begrüßen dürfte,
enttäusche die angekündigte neue Ausrichtung, schrieb Analyst Jochen Klusmann in
einer Studie vom Montag. Da der Softwarekonzern sich nun stärker
Produktinnovationen widmen wolle, könnten die Forschungs- und Entwicklungskosten
steigen. Die Margen dürften dann weniger im Fokus stehen.
SIEMENS
LONDON – JPMorgan hat Siemens vor dem Hintergrund der aktuellen
Verunsicherung an den Aktienmärkten auf “Overweight” belassen. Trotz der
jüngsten Kurseinbrüche bleibe er zuversichtlich für Kapitalgüter und Teile des
Technologiesektors, die besonders von den wieder steigenden Investitionen der
Unternehmen profitieren dürften, schrieb Analyst Mislav Matejka in einer Studie
vom Montag. Zudem stützten die wieder zunehmende Kapazitätsauslastung, eine
weniger restriktive Kreditpolitik der Banken sowie stetig steigende
Unternehmensgewinne. Hauptprofiteure dieser Entwicklung dürften Siemens, SAP,
Scania, ABB, Atlas Copco und ASML sein.
SOFTWARE
FRANKFURT – Equinet hat das Kursziel für Software AG nach Zahlen
von 79,00 auf 82,00 Euro angehoben und die Einstufung auf “Hold” belassen. Mit
einem Umsatzanstieg von 17,6 Prozent 847,4 Millionen Euro und einem Gewinn vor
Zinsen und Steuern (EBIT) von 210,3 Millionen Euro habe das Software-Unternehmen
ihre Erwartungen teils deutlich übertroffen, schrieb Analystin Catherine Schuh
in einer Studie vom Montag. Die Kurszielerhöhung resultiere aus eine Anpassung
an die Sektorbewertung. Die Vergleichsgruppe umfasse nun auch Capgemini und Atos
Origin, um den stärkeren Fokus auf das Beratungsgeschäft nach der Übernahme von
IDS Scheer zu reflektieren.
THYSSENKRUPP
FRANKFURT – Equinet hat ThyssenKrupp vor Quartalszahlen auf
“Reduce” mit einem Kursziel von 20,00 Euro belassen. Das Stahlkonzern dürfte nur
aufgrund von Buchwertzuwächsen in den ersten drei Monates des Geschäftsjahres
2009/10 in den Gewinnzone zurückgekehrt sein, schrieb Analyst Sebastian Growe
in einer Studie vom Montag. Ohne diese Einmaleffekte wäre ein Vorsteuerverlust
von 27 Millionen Euro und kein Vorsteuergewinn von erwarteten 73 Millionen Euro
angefallen. Growe passte seine Prognosen zudem an die neue Konzernstruktur an
und senkte sein Vorsteuergewinnprognosen für 2010 bis 2012 um 20 Prozent.
THYSSENKRUPP
LONDON – Die HSBC hat ThyssenKrupp auf “Overweight” mit einem
Kursziel von 30,00 Euro belassen. Nach einer kurzen Atempause Ende 2009 dürften
die Stahlpreise in den kommenden Monaten vom erwarteten Rohstoffpreisanstieg
profitieren, schrieb Analyst Thorsten Zimmermann in einer Branchenstudie vom
Montag. Die Bewertung europäischer Stahlunternehmen reflektiere diese
Entwicklung noch nicht. Zudem mache die laufende Restrukturierung die Aktie
attraktiv. Im Gegensatz zu einigen Marktteilnehmern glaube er, dass die
angekündigte Senkung der wiederkehrenden Kosten von 1,5 bis zwei Milliarden Euro
bis Ende 2010 erreicht werden könne.
UNITED INTERNET
LONDON – HSBC hat United Internet von “Neutral” auf “Overweight”
hochgestuft und das Kursziel von 10,50 auf 14,00 Euro angehoben. Im deutschen
Internetdienstleistungssektor, der kämpfen müsse, um wieder Umsatzwachstum zu
erreichen, sei United Internet ein Ausnahmeunternehmen, schrieb Analyst Dominik
Klarmann in einer Studie vom Montag. Der TecDax-Konzern kombiniere strukturelles
Wachstum im Bereich “Cloud Computing” (Konzept für Vertrieb, Bereitstellung und
Verwendung von IT) mit einer zyklischen Erholung des Online-Werbemarktes.
/he
|