13:00 | 09.02.2010
US-Ölpreis klettert über 72 US-Dollar
LONDON/NEW YORK/WIEN (dpa-AFX) – Die Ölpreise sind am Dienstag weiter
gestiegen. Am Mittag kostete ein Barrel (159 Liter) der US-Referenzsorte West
Texas Intermediate (WTI) mit Auslieferung im März 72,33 US-Dollar und damit 44
Cent mehr als am Vortag. Der Preis für ein Fass Rohöl der Nordseesorte Brent
erhöhte sich um 52 Cent auf 70,63 Dollar.
Allgemein freundliche Rohstoffmärkte haben laut der Commerzbank den
US-Ölpreis am Morgen wieder über die Marke von 72 Dollar getrieben. Die
niedrigen Temperaturen in weiten Teilen der USA hätten den Ölpreisen
psychologische Unterstützung gegeben. Laut Nationalem Wetterdienst dürfte der
Heizbedarf in den USA in dieser Woche 11,5 Prozent über dem Normalwert liegen.
Es ist aus Sicht der Commerzbank aber fraglich, ob sich das kältere Wetter
in einem Rückgang der Rohöllagerbestände widerspiegelt, da die Raffinerien
angesichts der hohen Vorräte an Ölprodukten und niedriger Verarbeitungsmargen
ihre Auslastung zuletzt deutlich reduziert haben und entsprechend weniger Rohöl
nachfragen. Wohl aber könnte sich das kalte Wetter in einem stärkeren Rückgang
der Erdgaslagerbestände niederschlagen, betont das Bankhaus.
Der Preis für Rohöl der Organisation Erdöl exportierender Länder (Opec) ist
erneut kräftig gesunken. Nach Berechnungen des Opec-Sekretariats vom Dienstag
kostete ein Barrel am Montag im Durchschnitt 68,86 Dollar. Das waren 0,85 Dollar
weniger als am Freitag. Die Opec berechnet ihren Korbpreis täglich auf Basis von
zwölf wichtigen Sorten des Kartells./jha/tw
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