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8:17 | 18.03.2010
Aktien Frankfurt Ausblick: Leichter – Nachrichtenlage belebt sich wieder

FRANKFURT (dpa-AFX) – Nach seinem Sprung über die 6.000 Punkte-Marke dürfte
der Dax am Donnerstag eine Atempause einlegen. Der X-Dax als außerbörslicher
Indikator für den Stand des deutschen Leitindex Dax lag 8.05 Uhr bei
6.010 Punkten um 0,24 Prozent unter dem Xetra-Schluss am Vorabend.

Die leicht negative Vorgabe dürfte zum Handelsstart Gewinnmitnahmen auslösen
und die Börsen belasten, sagte ein Börsianer. Der Future auf den US-Leitindex
Dow Jones Industrial verlor seit dem Xetra-Schluss am Vortag 0,16
Prozent und in Japan schloss die Börse ebenfalls schwach. Auch die technische
Lage im deutschen Leitindex hat sich etwas verschlechtert. Mit der Annäherung an
die Widerstandszone zwischen 6.055 und 6.094 Punkten werde die Luft zumindest
kurzfristig dünner, so Chartexperte Wieland Staud von Staud Research. Dabei
belebt sich die Nachrichtenlage mit Zahlen der SGL Group und einigen
Bilanzpressekonferenzen spürbar. Neue Impulse dürften am Nachmittag auch
Konjunkturdaten aus den USA geben.

Im Dax rechnen Börsianer mit einer positiven Reaktion der Aktien von Adidas
auf gute Zahlen des Wettbewerbers Nike vom
Vorabend. Nachdem die Wirtschaftskrise das Geschäft des weltgrößten
Sportartikelherstellers hatte schrumpfen lassen, geht es für Nike nun wieder
aufwärts. Die Versorger Eon und RWE rücken mit
Medienberichten über eine mögliche Laufzeitverlängerung wieder in den Blick.
Demzufolge diskutiert die Regierungskoalition verschiedene Szenarien einer
Laufzeitverlängerung für Atomkraftwerke von bis zu 20 Jahren. Ein Börsianer
sieht zunächst keine größeren Kursimpulse. Analysten gingen von 10 Jahren aus.

Der Kohlenstoff-Spezialist SGL rutschte nach einem Umsatzeinbruch
in der Wirtschaftskrise und Sonderabschreibungen im vergangenen Jahr unter dem
Strich in die roten Zahlen. Börsianer sehen aber den Ausblick auf 2010 im Fokus.
“2010 ist für uns ein Übergangsjahr, in dem es aus heutiger Sicht durchaus eine
Herausforderung ist, die operativen Ergebnisse des Jahres 2009 zu erreichen”,
sagte Vorstandschef Robert Koehler. Eine klare Besserung erwartet SGL erst 2011.
SGL-Aktien büßten vorbörslich drei Prozent ein.

HeidelbergCement stehen ebenfalls mit Zahlen im Blick. Der
Baustoffkonzern erzielte im Krisenjahr 2009 einen Überschuss von 168 Millionen
Euro. Einem Händler zufolge ist das “etwas schlechter als erwartet.” Investoren
warteten aber auf einen detaillierten Ausblick. Auch die Titel von
HeidelbergCement gaben bei Lang & Schwarz vorbörslich klar nach./fat/ck


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