AGENTURMELDUNGEN

21:35 | 19.03.2010
dpa-AFX Überblick: ANALYSTEN-EINSTUFUNGEN vom 15.03.2010 bis 19.03.2010

FRANKFURT (dpa-AFX Broker) – Ausgewählte Analysten-Einstufungen im
dpa-AFX-Nachrichtendienst in der Woche vom 15.03.2010 bis 19.03.2010

MONTAG

GEA

LONDON – Goldman Sachs hat das Kursziel für GEA von 20,00 auf
21,00 Euro angehoben und die Einstufung auf “Neutral” belassen. Nach den
Ergebnissen für das abgelaufene Jahr würden nun die Ziele angepasst, schrieb
Analyst Tim Rothery in einer Studie zur Investitionsgüterbranche vom Montag.
Kostensenkungen würden früher als erwartet durchgesetzt und der Ausblick
verbessere sich. In der Branche setze sich mehr und mehr die Meinung durch, dass
die Margen im nächsten Aufschwung strukturell höher ausfallen dürften.

GIVAUDAN

LONDON – JPMorgan hat das Kursziel für Givaudan von
980,00 auf 1.140,00 Schweizer Franken angehoben und die Einstufung auf
“Overweight” belassen. Das neue Kursziel resultiere aus angehobenen Schätzungen
für den Gewinn je Aktie (EPS) der Jahre 2010 und 2011, schrieb Analystin Celine
Pannuti in einer Studie vom Montag. Zudem wies sie auf mögliche jährliche
Aktienrückkäufe durch den weltgrößten Duft- und Geschmackstoffhersteller in Höhe
von 350 bis 400 Millionen Franken hin.

KRONES

FRANKFURT – Equinet hat die Einstufung für die Aktie von Krones
nach vorläufigen Zahlen auf “Buy” mit einem Kursziel von 44,00 Euro belassen.
Die Ergebnisse des Anlagenbauers hätten seinen Erwartungen entsprochen, schrieb
Analyst Holger Schmidt in einer Studie vom Montag. Es sehe so aus, als sei bei
den Auftragseingängen der Wendepunkt erreicht worden. Wachstumstreiber dürfte
vor allem die verstärkte Nachfrage nach Getränkeabfüll-Anlagen in Asien und
Afrika sein.

METRO

FRANKFURT – Die Commerzbank hat Metro auf “Add” mit dem Kursziel
42,50 Euro je Aktie belassen. Die Idee einer Deutsche Warenhaus AG habe durch
einen Artikel der “Frankfurter Allgemeine Zeitung” am Wochenende neue Nahrung
erhalten und nun werde auf ein “Happy End” für eine vergrößerte Kaufhof-Gruppe
spekuliert, schrieb Analyst Jürgen Elfers in einer Studie vom Montag.
Metro-Aktionäre könnten sich zunächst einmal entspannen, nachdem der
Großhandelskonzern kein Interesse an dem Kauf der kompletten Karstadt-Häuser
plant. Bis zum Analystentreffen in der kommenden Woche lasse er seine Einstufung
und das Kursziel unverändert.

VW VORZUGSAKTIEN

LONDON – JPMorgan hat das Kursziel für die Vorzugsaktien von Volkswagen (VW)
nach der jährlichen Presse- und Analystenkonferenz des Konzerns von
69,00 auf 75,00 Euro angehoben, die Einstufung jedoch auf “Neutral” belassen.
Das neue Kursziel spiegele die unerwartet hohe Netto-Liquidität des Autobauers
zum Jahresende 2009 wider, schrieb Analyst Ranjit Unnithan in einer Studie vom
Montag. Der Unternehmensausblick sei verhalten positiv ausgefallen. Der Experte
ließ seine Schätzungen größtenteils unverändert.

DIENSTAG

HANNOVER RUECK

FRANKFURT – Equinet hat das Kursziel für Hannover Rück nach
Zahlen von 38,00 auf 40,00 Euro angehoben und die Einstufung auf “Accumulate”
belassen. Die Zahlen des vierten Quartals seien deutlich besser als von ihm und
vom Markt erwartet ausgefallen, schrieb Analyst Philipp Häßler in einer Studie
vom Dienstag. Der Rückversicherer sei gut kapitalisiert und dürfte in der Lage
sein, das Geschäft im kommenden Jahr weiter auszuweiten, auch wenn die Preise im
Segment der (Nichtlebens-)Rückversicherungen 2010 unter Druck bleiben dürften.

INDUS-HOLDING

FRANKFURT – Die Commerzbank hat das Kursziel für die Aktien der Indus
Holding nach überraschend veröffentlichten vorläufigen Zahlen zum
vierten Quartal 2009 von 13 auf 15 Euro erhöht. Die Empfehlung von Analyst
Norbert Kretlow bleibt einer Studie vom Dienstag zufolge bei “Add”. Der Umsatz
und das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) der auf Industriebeteiligungen
spezialisierten Investmentgesellschaft seien besser als von ihm erwartet
ausgefallen. Entsprechend hebe er seine Gewinnschätzung je Aktie (EPS) für 2010
um 13 Prozent und für 2011 um rund 10 Prozent.

INFINEON

FRANKFURT – Cheuvreux hat die Aktien von Infineon angesichts des
geplanten Ausbaus des Werks Dresden auf “Outperform” und das Kursziel auf 5,50
Euro belassen (Kurs: 4,416 Euro). Die starke Nachfrage in der derzeit eigentlich
saisonal schwachen Geschäftsjahreszeit sei der Grund für die Expansion der
Produktionskapazitäten, schrieb Analyst Bernd Laux in einer Studie am Dienstag.
Dank dieser in allen Bereichen starken Nachfrage samt des starken
Auftragseingangs hält Laux eine positive Überraschung bei den Geschäftszahlen
des Münchener Chip-Herstellers für möglich.

MUENCHENER RUECK

FRANKFURT – Die Commerzbank hat Aktien der Munich Re von “Add” auf “Hold”
abgestuft, das Kursziel aber von 115,00 auf 118,00 Euro angehoben. Nach der
Bilanzvorlage des Rückversicherers habe er seine Schätzung für den Gewinn je
Aktie (EPS) für 2010 um 12 Prozent und für 2011 um 5 Prozent zurückgenommen,
schrieb Analyst Roland Pfänder in einer Studie am Dienstag. Grund seien vor
allem voraussichtlich höhere Belastungen durch Naturkatastrophen und die
Erwartung eines geringeren Investmentergebnisses.

SOLAR MILLENNIUM

DÜSSELDORF – Die WestLB überprüft nach dem überraschenden Rücktritt von Utz
Claassen als Vorstandschef von Solar Millennium ihre Einstufung für
die Aktien des Solarkraftwerksentwicklers. Der Rücktritt hinterlasse einen
bitteren Nachgeschmack, schrieb Analyst Sebastian Zank in einem Kommentar am
Dienstag. Claassen sei schließlich nach nur drei Monaten zurückgetreten und das
ohne Angabe konkreter Gründe. Aus seiner Sicht verliert Solar Millennium mit dem
Rücktritt seines Chefs eine Antriebsfeder, die das Unternehmen auf ein anderes
Geschäftsniveau hätte heben können. Es dürfte einige Zeit dauern, bis die
bleibenden Sorgen entkräftet werden können.

MITTWOCH

LANXESS

MÜNCHEN – Merck Finck hat die Einstufung für Lanxess nach Zahlen
auf “Buy” belassen. Der Spezialchemie-Konzern habe starke Kennziffern zum
vierten Quartal geliefert, die seinen Erwartungen entsprochen hätten, schrieb
Analyst Carsten Kunold in einer Studie vom Mittwoch.

LINDE

FRANKFURT – Die Commerzbank hat die Aktie von Linde nach Zahlen
auf “Buy” mit einem Kursziel von 96,00 (Kurs: 86,59) Euro belassen. Die bereits
im dritten Quartal äußerst dynamische Entwicklung habe zum Jahresende vor allem
von der Umsatzentwicklung in den Schwellenländern profitiert und nochmals
zugelegt, schrieb Analyst Stephan Kippe in einer Studie vom Mittwoch. Zudem habe
der Industriegasehersteller die eigenen Kostensenkungsziele für 2009 um 20
Prozent übertroffen.

METRO

FRANKFURT – Die Commerzbank hat Metro nach angekündigten
strukturellen Veränderungen auf “Add” und das Kursziel vorerst auf 42,50 Euro
belassen. Die neue Aufstellung der Sparte Cash&Carry dürfte nicht zu weiteren
Restrukturierungskosten führen und es dem Handelskonzern ermöglichen, das
Wachstumspotenzial in Wachstumsmärkten wie China besser auszuschöpfen, schrieb
Analyst Jürgen Elfers in einer Studie vom Mittwoch. Der gleichzeitig bekannt
gegebene Gewinn vor Zinsen und Steuern (EBIT) für 2009 in Höhe von 2,024
Milliarden Euro habe seine Prognose von 1,9 Milliarden Euro übertroffen. Elfers
will sein Kursziel überprüfen.

UNICREDIT

DÜSSELDORF – Die WestLB hat Unicredit nach
Quartalszahlen vorerst auf “Reduce” mit einem Kursziel von 1,95 Euro belassen.
Mit einem Nettogewinn von 371 Millionen Euro habe der Finanzkonzern seine
Schätzung von 85 Millionen Euro und die noch schwächere Marktprognose
übertroffen, schrieb Analyst Christoph Bossmann in einer Studie vom Mittwoch.
Dennoch glaube er weiterhin, dass die Gewinnerholung der Bank hinter dem
Sektordurchschnitt herhinken werde. Bossmann will seine Prognosen überarbeiten.

WINCOR NIXDORF

LONDON – Goldman Sachs hat das Kursziel für Wincor Nixdorf von
61,00 auf 67,00 Euro angehoben und die Einstufung auf “Conviction Buy” belassen.
Das Thema Kapitalausschüttung dürfte auch in den kommenden zwölf Monaten auf der
Agenda des Managements stehen, da die Verschuldung bei dem
Geldautomaten-Hersteller nicht so hoch ausfalle, wie vom Vorstand erwartet,
schrieb Analyst Rudolf Dreyer in einer Studie vom Mittwoch. Zudem könnte eine
freundlichere Entwicklung im europäischen Hardware-Markt für positive
Kursimpulse sorgen.

DONNERSTAG

BAYER

FRANKFURT – Equinet hat die Einstufung für Bayer nach einer
Investorenveranstaltung auf “Hold” mit einem Kursziel von 52,00 Euro belassen.
Die Kennziffern der Segmente Healthcare und Crop Science dürften im ersten
Quartal schwach ausfallen, schrieb Analyst Martin Possienke in einer Studie vom
Donnerstag. Insofern seien die Finanzziele bei Crop Science trotz des
bestätigten Unternehmensausblicks für 2010 in Gefahr. Er habe deshalb seine
Gewinnschätzungen leicht reduziert.

CENTROTHERM PHOTOVOLTAICS

LONDON – Goldman Sachs hat Centrotherm Photovoltaics von
“Neutral” auf “Buy” hochgestuft, das Kursziel aber von 51,00 auf 45,00 (Kurs:
33,64) Euro gesenkt. Beim neuen Kursziel habe er den Zeithorizont von 24 auf
zwölf Monate halbiert. Er bevorzuge innerhalb der Solarbranche weiterhin die
Anlagenbauer, schrieb Analyst Stephen Benson in einer Branchenstudie vom
Donnerstag. Die Auftragseingänge lägen noch immer 18 Prozent unter dem
Höchststand und dürften weiter steigen.

DEUTSCHE LUFTHANSA

LONDON – Morgan Stanley hat die Aktie der Lufthansa auf
“Overweight” mit einem Kursziel von 15,20 Euro belassen (Kurs: 12,30 Euro). Die
Gewinnerwartungen des Marktes für 2010 und 2011 seien 15 respektive 53 Prozent
zu niedrig, schrieb Analystin Penelope Butcher in einer Studie vom Donnerstag.
Die Fluggesellschaft besitze Anteile an anderen Unternehmen wie Fraport
oder JetBlue Airways mit einem Wert von insgesamt
1,3 Milliarden Euro, die notfalls zügig verkauft werden könnten. Der Anteil am
Frankfurter Flughafenbetreiber betrage 9,93 Prozent und der am US-Billigflieger
JetBlue liege bei 15,6 Prozent.

PORSCHE

LONDON – Die Citigroup hat die Einstufung für Porsche nach Zahlen
auf “Sell” und das Kursziel auf 34,60 Euro belassen. Die Bilanz des
Sportwagenbauers habe sich erheblich verschlechtert, schrieb Analyst John Lawson
in einer Studie vom Donnerstag mit Verweis auf den Halbjahresbbericht.

TUI

FRANKFURT – Die Commerzbank hat TUI von “Reduce” auf “Buy”
hochgestuft und das Kursziel von 4,30 auf 10.00 Euro angehoben. Es gebe erste
Anzeichen einer Erholung bei der Schifffahrtstochter Hapag Lloyd, die zu einer
positiven Kettenreaktion führen könnte, begründete Analyst Johannes Braun die
neue Bewertung in einer am Donnerstag veröffentlichten Studie. Am Ende könnte
die Auflösung der komplexen und nur suboptimalen Struktur des Touristik- und
Schifffahrtskonzerns stehen und der Aktie weitere Aufwärtsdynamik verleihen.

FREITAG

BMW

LONDON – JPMorgan hat das Kursziel für BMW nach einer
Analystenkonferenz von 35,00 auf 37,00 Euro angehoben und die Einstufung auf
“Neutral” belassen. Die Liquiditätslage des Autobauers sei am Jahresende 2009
besser als erwartet gewesen, begründete Analyst Ranjit Unnithan in einer Studie
vom Freitag das neue Ziel. Die Margen sollten in diesem Jahr im Zuge der
Markteinführung der neuen 5er-Reihe stetig steigen. Die jüngsten Kursrückschläge
böten eine gute Einstiegsgelegenheit für langfristig orientierte Investoren, die
von dem starken Produktzyklus bei BMW profitieren wollten. Er bewerte das Papier
nur deshalb mit “Neutral”, weil das Aufwärtspotenzial bei Daimler und
Peugeot derzeit höher sei.

HANNOVER RUECK

LONDON – Goldman Sachs hat das Kursziel für Hannover Rück nach
der Berichtssaison im Versicherungssektor von 33,00 auf 34,00 Euro angehoben,
die Einstufung aber auf “Sell” belassen. Die Viertquartalsüberschüsse im
Nicht-Lebens-Geschäft hätten branchenweit die gleiche sehr gute Entwicklung wie
in den vorherigen Quartalen gezeigt, schrieb Analystin Melissa Kuang in einer
Branchenstudie vom Freitag. Die Prognosen der Versicherer, die auf ein
wettbewerbsintensives Prämienumfeld und niedrige Renditen deuteten, würden von
den Kursen bereits widergespiegelt. Die Prämien-Entwicklung könnte aber von der
jüngsten Erdbebenkatastrophe in Chile profitieren. Insgesamt bevorzuge sie
weiterhin Sach- und Unfallversicherer mit dem Fokus auf Schäden mit kurzer
Abwicklungsdauer (short-tail).

HEIDELBERGCEMENT

LONDON – Morgan Stanley hat das Kursziel für HeidelbergCement von
62,90 auf 58,00 Euro gesenkt, die Einstufung aber auf “Overweight” belassen.
Analystin Alejandra Pereda senkte in einer Studie vom Freitag ihre
Gewinnprognosen für 2010 und 2011 nach enttäuschenden Zahlen für 2009 und einem
wetterbedingt schwachen Start ins Jahr 2010. Allerdings überbewerte der Markt
die Auswirkungen des langen Winters und der langsamen Konjunkturerholung in den
USA. Zugleich werde das zunehmend gewinnträchtige Indonesien-Geschäft des
Baustoffproduzenten vernachlässigt.

LANXESS

LONDON – Morgan Stanley hat das Kursziel für Lanxess von 30,00 auf
37,00 Euro angehoben und die Einstufung auf “Overweight” belassen. Die
Entwicklung zum Jahresende sei besser verlaufen als erwartet und die
Fundamentaldaten erschienen zunehmend attraktiv, schrieb Analyst Paul Walsh in
einer Studie vom Freitag. Seine “Overweight”-Empfehlung basiere vor allem auf
der Sparte Performance Polymers, die weiterhin von einer steigenden Nachfrage
nach hochwertigen Autoreifen bei deren Herstellern profitieren dürfte. Walsh hob
seine Gewinnprognose vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) für 2010
auf 671 Millionen Euro an und liegt damit acht bis 14 Prozent über der
Markterwartung.

MAN

LONDON – Merrill Lynch hat das Kursziel für MAN nach einem ersten
Treffen mit dem neuen Management von 70,00 auf 75,00 Euro angehoben und die
Einstufung auf “Buy” belassen. An der Strategie des Maschinen- und
Nutzfahrzeugherstellers habe sich wenig geändert und er sei zuversichtlich, dass
sich die Geschäfte im Fall einer Erholung der Lkw-Märkte in Europa und Brasilien
gut entwickeln werden, schrieb Analyst Ben Maslen in einer Studie vom Freitag.
Der Experte erhöhte seine Schätzungen für 2011 um rund zehn Prozent; unter
anderem aufgrund der jüngsten Aufträge im Dieselmotoren-Segment. Die
Durchschnittsprognose der Analysten hält er für zu niedrig.

/he


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