13:24 | 15.04.2010
Ölpreise uneinheitlich – Sorge vor Überhitzung in China
NEW YORK/LONDON/WIEN (dpa-AFX) – Die Ölpreise haben am Donnerstag
uneinheitlich tendiert. Ein Barrel (159 Liter) der US-Sorte West Texas
Intermediate (WTI) kostete gegen Mittag 85,73 US-Dollar. Das waren 13 Cent
weniger als am Vortag. Der Preis für ein Fass der Nordseesorte Brent stieg indes
um 46 Cent auf 86,61 Dollar.
Am Mittwoch hatten die Ölnotierungen kräftig zugelegt, nachdem das
US-Energieministerium überraschende Lagerrückgänge bei Rohöl und Benzin gemeldet
hatte. “Ausschlaggebend waren zum einen spürbar gefallene Importe”, kommentierte
die Commerzbank. Zum anderen sei die Verarbeitung in den Raffinerien deutlich
angesprungen.
Unterdessen mehren sich an den Märkten die Sorgen vor einer konjunkturellen
Überhitzung in China. So ist die Wirtschaft Chinas im ersten Quartal so stark
wie seit drei Jahren nicht mehr gewachsen. “Das kräftige Wachstum bestätigt den
rasch wachsenden Energiebedarf”, schreibt die Commerzbank. Kehrseite der
Entwicklung sei aber, dass das starke Wachstum eine Drosselung fiskalischer
Maßnahmen erfordere. “Damit könnte die aktuelle Triebfeder für das Wachstum der
globalen Ölnachfrage an Kraft verlieren.”
Der Preis für Rohöl der Organisation Erdöl exportierender Länder (Opec) ist
unterdessen gestiegen. Nach Berechnungen des Opec-Sekretariats vom Donnerstag
kostete ein Barrel am Mittwoch im Durchschnitt 82,63 US-Dollar. Das waren 1,11
Dollar mehr als am Dienstag. Die Opec berechnet ihren Korbpreis täglich auf
Basis von zwölf wichtigen Sorten des Kartells./bf/js
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