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AKTIE IM FOKUS 2: BASF sehr schwach – Übernahme von Ciba als teuer gewertet
(Neu: weitere Analystenstimmen.)
FRANKFURT (dpa-AFX) – Im schwachen Börsenumfeld haben die Aktien von BASF
am Montag deutlich verloren. Der Chemiekonzern will seinen Schweizer
Konkurrenten Ciba für 50 Franken je Aktie schlucken. Die
Offerte bewertet das Unternehmen mit 3,8 Milliarden Euro. Der Verwaltungsrat von
Ciba unterstütze die Übernahmeofferte. Marktteilnehmer äußerten sich in ersten
Reaktionen negativ und monierten dabei vor allem den hohen Übernahmepreis.
BASF-Aktien gaben bis um 9.50 Uhr um 2,80 Prozent auf 36,75 Euro nach. Der
DAX rutschte belastet durch neue Hiobsbotschaften aus dem
US-Finanzsektor mit dem Gläubigerschutz der Investmentbank Lehman Brothers
um 2,90 Prozent auf 6.054,03 Punkte ab. Ciba
sprangen in der Schweiz um 27,58 Prozent auf 48,48 Franken an.
“Die Prämie erscheint recht hoch und Ciba ist nicht unbedingt das
attraktivste Ziel im Sektor”, sagte ein Börsianer. Entsprechend sei die negative
Kursreaktion keine Überraschung. In der Vorwoche hatte es zum wiederholten Male
entsprechende Übernahmespekulationen um BASF und Ciba gegeben.
UniCredit-Analyst Andreas Heine beließ seine Einstufung zwar auf “Buy” mit
Ziel 52,00 Euro. Auch er hatte aber trotz der günstigen Bewertung der Aktie mit
leichteren Kursen gerechnet. “Im gegenwärtigen Umfeld wird auf Übernahmen oder
Zukaufsabsichten negativ reagiert”, so der Experte. Heine kalkuliert für Ciba
alleine mit einem fairen Wert von 32 Franken. Die Offerte erscheine demnach
ziemlich hoch und lasse sich nur durch große Synergien rechtfertigen.
Auch Norbert Barth, Analyst der WestLB, hält die Übernahme für teuer. Die
Offerte von 50 Franken je Aktie entspreche einem Unternehmenswert von 6,1
Milliarden Franken oder 3,8 Milliarden Euro. BASF zahle das 8,6-fache des
Verhältnisses zwischen Unternehmenswert und Gewinn vor Zinsen, Steuern und
Abschreibungen (EBITDA), andere Chemiewerte seien derzeit nur mit dem 5 bis
6-fachen bewertet. Die Finanzierung sei dank 900 Millionen Euro Barbestand und
zwischen 2,5 und 3 Milliarden Euro frischem Zufluß in 2008 kein Problem, so der
Experte.
DZ-Bank-Analyst Peter Spengler äußerte sich positiv und sprach von einem
strategisch guten Investment. Er traut dem BASF-Management zu, die Probleme von
Ciba innerhalb von 24 Monaten zu lösen./ag/gl
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