21:17 | 10.02.2011
AKTIE IM FOKUS: Cisco Systems brechen nach Zahlen und Ausblick am Dow-Ende ein
NEW YORK (dpa-AFX) – Die Aktien von Cisco Systems ist
am Donnerstag nach der Bilanzvorlage des weltgrößten Netzwerkausrüsters
eingebrochen. Die Papiere rutschten gegen 21.05 Uhr MEZ am Ende des Dow Jones
Industrial um 14,20 Prozent auf 18,91 US-Dollar ab. Damit notiert die
Aktie auf dem niedrigsten Stand seit Stand seit Juli 2009. Der New Yorker
Leitindex büßte lediglich 0,30 Prozent auf 12.203,44 Punkte ein.
Händler werteten vor allem den erneut vorsichtigen Ausblick des
Netzwerkausrüsters als größte Enttäuschung. Einige Investoren zweifelten
angesichts der Schwäche im Kerngeschäft mit den so genannten Switches des
Internetausrüsters an der Strategie des Unternehmens, das offenbar mit der guten
Entwicklung vieler Wettbewerber nicht mehr mithalten könne. Cisco warnte vor
schwindenden öffentlichen Ausgaben als Belastung für das künftige Geschäft. Der
Gewinn von Cisco ging im zweiten Geschäftsquartal trotz steigender Umsätze
zurück, nachdem der Konzern seine Kosten offenbar nicht in den Griff bekommt.
Auch einige Analysten reagierten negativ: Das Analysehaus Stifel nahm
beispielsweise die Einstufung von “Buy” auf “Hold” zurück und auch Piper Jaffray
ging bei seiner Bewertung der Cisco-Aktie von “Overweight” auf “Neutral” zurück.
Barclays-Analyst Jeff Kvaal hob zu den ohnehin bestehenden langfristigen Sorgen
nun auch noch rückläufige Gewinnspannen als nachhaltige Belastung hervor. Dies
impliziere Preisdruck. Daher habe er seine Prognosen und in der Folge auch das
Kursziel von 24 auf 22 Dollar reduziert.
Jens Hasselmeier, Analyst bei Independent Research, sprach von einem
durchwachsenen Bericht. Zwar hätten die berichteten Ergebnisse die Erwartungen
verfehlt, die bereinigten Zahlen seien aber besser ausgefallen. Der Ausblick auf
das zweite Geschäftshalbjahr liege indes etwas unter seinen Erwartungen. Mit
seinen überarbeiteten Schätzungen errechne er aber unverändert ein Kursziel von
26,00 Dollar. Wegen des Aufwärtspotenzials sowie der aktionärsfreundlichen
Politik des Konzerns, die sich in der erwarteten Dividendenzahlung und im
Aktienrückkaufprogramm zeige, bleibe er bei seiner Kaufempfehlung./fat/zb
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