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10:45 | 07.02.2008
AKTIE IM FOKUS: Infineon brechen am DAX-Ende 11,3% ein – Analysten: Ausblick

FRANKFURT (dpa-AFX) – Infineon Technologies sind am Donnerstag
nach Zahlen erneut stark unter Druck geraten. Börsianer verwiesen auf den mit
Enttäuschung aufgenommenen Ausblick. Gegen 10.30 Uhr brachen die Anteile an dem
Halbleiterunternehmen um 11,34 Prozent auf 5,94 Euro ein. Der DAX
sackte gleichzeitig um 0,81 Prozent auf 6.792,31 Punkte ab.

“Die Zahlen zum vierten Quartal waren OK und die Aussicht auf 2009 ist auch
nicht das Problem – der Ausblick auf 2008 vor allem für Kommunikationstechnik
(COM) ist aber sehr schlecht”, sagte Frank Schneider von Alpha Wertpapierhandel.
Statt eines positiven werde nun bei COM mit einem negativen Ergebnis vor
Steuern und Zinsen (EBIT) gerechnet. Infineon hat seinen Zahlen zufolge im
ersten Geschäftsquartal schwer unter seiner Speicherchip-Tochter Qimonda
gelitten. Auch in den Kernsparten läuft das Geschäft nicht
rund, wo im ersten Quartal ein Umsatzrückgang anfiel. Hier hatten die Analysten
mit einer stabilen Entwicklung gerechnet.

Commerzbank-Analyst Thomas Becker wies auch auf die gesunkenen Umsätze wegen
der Entwicklung in der COM-Sparte hin. Das bereinigte EBIT für COM und Auto und
Industrie (AIM) habe etwas über den Konsensschätzungen gelegen. Der Ausblick für
das zweite Quartal liege weitgehend im Rahmen der Erwartungen, allerdings sei
die Prognose für das Gesamtjahr schlechter als erwartet ausgefallen. Infineon
gehe für 2008 von einem Umsatzwachstum von fünf bis neun Prozent und einer
EBIT-Marge von null bis fünf Prozent aus. Um die Stimmung für Infineon
aufzuhellen wäre ein Abbau des Qimonda-Anteils notwendig. Becker reduzierte sein
Ziel für die Aktien von 12 auf 7 Euro und votiert mit “Hold”.

Merck-Finck-Analyst Theo Kitz hob unterdessen den Ausblick auf das zweite
Quartal als negativ hervor: Auch ohne Qimonda und außerordentliche Belastungen
solle hier das EBIT sinken – das sei enttäuschend. Das Ziel für 2009 sei zwar
bestätigt worden, dabei sei Infineon allerdings mit der Aussage das dieses Ziel
“herausfordernd” sei vorsichtiger geworden. Die Aktienschwäche resultiere
jedenfalls aus dem schwachen Ausblick für das Kerngeschäft. Kitz fühlt sich in
seiner Annahme bestätigt, dass die Erholung bei COM kurzlebig sei./fat/ag


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