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9:49 | 30.09.2014
Aktien Asien: Überwiegend im Minus wegen anhaltender Hongkong-Proteste

TOKIO/HONGKONG/SHANGHAI/SYDNEY (dpa-AFX) – Die fortgesetzten Demokratie-Proteste in Hongkong haben die wichtigsten asiatischen Aktien am Dienstag belastet. Neue Konjunkturdaten für China zeigten Händlern zufolge keine große Wirkung. Der Stoxx 600 Asia/Pacific , der die 600 größten börsennotierten Unternehmen in Australien, Hongkong, Japan, Neuseeland und Singapur enthält, verlor zuletzt 0,51 Prozent auf 143,86 Punkte.

Der Hang Seng in Hongkong fiel zuletzt um 0,90 Prozent auf 23 020,00 Punkte und weitete damit seine Verlustserie seit Anfang September auf rund zehn Prozent aus. Tausende Hongkonger haben am Dienstag den fünften Tag in Folge ihre Proteste fortgesetzt, um mehr Demokratie in der chinesischen Sonderverwaltungsregion zu fordern. Berichten zufolge setzten Studentenführer der Regierung ein Ultimatum. Sollten ihre Forderungen nach einem Rücktritt von Regierungschef Leung Chun-ying und einer Rücknahme der umstrittenen Wahlreform bis Mittwoch nicht erfüllt werden, wollten sie die Proteste noch ausweiten.

In China stieg der Festland-Index CSI 300 um 0,13 Prozent auf 2450,99 Punkte. Die Stimmung in der chinesischen Industrie hat sich im September nicht verändert. Der von der Bank HSBC ermittelte Einkaufsmanagerindex lag wie im Vormonat bei 50,2 Punkten. In einer ersten Erhebung waren 50,5 Punkte ermittelt worden. Volkswirte hatten mit dieser Revision gerechnet. Belastet wird die dortige Konjunktur vor allem durch den schwachen Immobilienmarkt. Die chinesische Wirtschaft drohe weiter eine konjunkturelle Abschwächung, sagte Zhou Hao, Volkswirt bei der Australia & New Zealand Banking Group in Shanghai. Die Notenbank habe zudem deutlich gemacht, dass sie die Geldpolitik nicht auf breiter Basis lockern wolle.

In Japan büßte der Nikkei-225-Index 0,84 Prozent auf 16 173,52 Punkte ein. Börsianer machten dafür eine unerwartet gesunkene Industreproduktion sowie den anziehenden Yen verantwortlich. Die Industrieproduktion in Japan fiel im August um 1,5 Prozent im Vergleich zum Vormonat. Experten hatten hingegen im Durchschnitt mit einem Anstieg von 0,2 Prozent gerechnet. Unter den großen Einzelwerten verbilligten sich Toyota um 0,4 Prozent. Papiere von Sumitomo brachen um zwölf Prozent ein. Das Handelshaus hatte wegen Abschreibungen zweier Investments seine Ergebnisprognose für das laufende Geschäftsjahr um 96 Prozent gekappt.

Im indischen Mumbai gewann der Sensex-Index zuletzt 0,79 Prozent auf 26 807,77 Punkte. In Sydney beendete der ASX 200 den Handelstag mit einem Plus von 0,54 Prozent bei 5292,81 Punkten./edh/zb


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