12:15 | 02.07.2008
Aktien Europa: Am Mittag etwas fester – Banken deutlich erholt
PARIS/LONDON (dpa-AFX) – Gestützt auf Kursgewinne im Bankensektor haben sich
die führenden Börsen Europas am Mittwoch bis zum Mittag weiterhin freundlich
entwickelt und etwas fester tendiert. Der EuroSTOXX 50 gewann 0,84
Prozent auf 3.320,63 Zähler. Der STOXX 50 stieg um 1,03 Prozent auf
2.879,78 Zähler. Der Londoner FTSE 100 stieg um 1,07 Prozent auf
5.538,80 Zähler. Der CAC-40-Index gewann unterdessen 0,61 Prozent auf
4.367,62 Zähler.
Die zuletzt stark gebeutelten Bankenwerte erholten sich von ihren Verlusten
und legten europaweit zu. Kurstützende Nachrichten für den Sektor kamen von der
UBS und der Deutschen Bank . Diese sieht keinen Bedarf für eine
Kapitalerhöhung und rechnet damit, im zweiten Quartal in die Gewinnzone
zurückgekehrt zu sein. Die krisengeschüttelte Schweizer Großbank UBS
sieht bei der Finanzkrise das Schlimmste überstanden. Die Bank sei
aus dem Gröbsten raus, sagte der neue Verwaltungsratspräsidenten Peter Kurer in
der “Tagesschau” des Schweizer Fernsehens SF. Er gehe davon aus, dass die
Großbank im nächsten Jahr wieder schwarze Zahlen schreibe. Er glaube auch nicht,
dass die Bank eine weitere Kapitalerhöhung benötige. Die Aktien erholten sich
von ihren Vortagesverlusten und stiegen um 4,24 Prozent auf 21,16 Franken.
Die Aktien von Credit Agricole stiegen um 3,40 Prozent
auf 12,79 Euro. Fortis gewannen 3,42 Prozent auf 10,28
Euro. BNP Paribas legten 1,77 Prozent auf 56,78 Euro zu.
Autowerte rückten nach Vorlage der US-Absatzzahlen für Juni am Vorabend im
Blick und legten europaweit zu. Die Aktien von Renault
gewannen 4,86 Prozent auf 53,53 Euro und zählten damit zu den gefragtesten
Titeln im EuroSTOXX 50. Die Analysten der Citigroup hoben zudem die Einstufung
von “Hold” auf “Buy” an. PSA Peugeot Citroen und Fiat
legten trotz negativer Äußerungen der Citigroup-Analysten
ebenfalls zu.
Danone brachen nach negativen Analystenkommentaren 4,95
Prozent auf 42,06 Euro ein und waren damit der schwächste Wert im EuroSTOXX 50.
Morgan Stanley und Cheuvreux hatten den Titel herabgestuft.
In London stürzten die Aktien von Marks & Spencer (M&S)
um 18,63 Prozent auf 258,75 Pence ab. Der britische Bekleidungs- und
Lebensmittelhändler erlitt im abgelaufenen Quartal einen Umsatzeinbruch. In
Großbritannien sank der Umsatz auf vergleichbarer Fläche in den 13 Wochen bis
28. Juni um 5,3 Prozent.
Die Aktien von Taylor Wimpey verloren mehr als die Hälfte
ihres Wertes. Dem britischen Bauunternehmen war es nicht gelungen, sich frisches
Kapital zu besorgen. Die Aktie verlor zuletzt 52,50 Prozent auf 28,50 Pence.
Die Aktien von AstraZeneca stiegen unterdessen
mit plus 5,63 Prozent auf 2.250 Pence an die Spitze des FTSE. Der zweitgrößte
britische Pharmakonzern erzielte einen wichtigen juristischen Sieg im
Zusammenhang mit dem Anti-Depressions Medikament Seroquel. Der Patentschutz
müsste nicht über alle Instanzen hinweg verteidigt werden, sondern sei bereits
jetzt bestätigt werden, teilte das Unternehmen mit. Viele Experten hatten damit
gerechnet, dass AstraZeneca dies tun müsste./sf/ag
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