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12:09 | 09.02.2010
Aktien Europa: Freundlich – stabiler Euro wegen Griechenland-Hoffnung stützt

PARIS/LONDON (dpa-AFX) – Die europäischen Börsen haben sich am
Dienstag ins Plus gearbeitet. Im frühen Handel hatte noch der späte Kursrutsch
an den US-Börsen und der verloren scheinende Kampf um die 10.000-Punkte-Marke im
Leitindex Dow Jones die Stimmung der Börsianer belastet. Dann
ermöglichte die positive Wirkung eines deutlich stabilisierten Euro eine
Fortsetzung der am Vortag gestarteten Erholung der europäischen Börsen. Es gebe
Hoffnungen um Hilfen für Griechenland, die den Märkten Schwung verliehen.

Der EuroStoxx 50 stand am Mittag mit 0,39 Prozent im Plus bei 2.674,60
Punkten. Im frühen Handel war der europäische Leitindex nochmal bis auf 2.644
Zähler abgerutscht, am Freitag war bei knapp 2.618 Punkten der niedrigste Stand
seit August markiert worden. Der französische Leitindex CAC 40
kletterte in Paris um 0,08 Prozent auf 3.609,99 Zähler, der Londoner FTSE 100
legte sogar 0,47 Prozent auf 5.116,35 Punkte zu.

Bankaktien wurden Händlern zufolge vor allem von Marktspekulationen über
einen kommenden Rettungsplan für Griechenland und Portugal gestützt. Das sorge
für Erleichterung und die zuletzt gedrückten Bankwerte könnten etwas aufatmen.
Der Sektorindex STOXX 600 Banken , der in den vier Handelstagen zuvor
zeitweise mehr als zwölf Prozent verloren hatte, war mit plus 1,35 Prozent das
beste Branchenbarometer in Europa. Vor allem die Deutsche Bank
profitiert laut Händler wegen ihrer Verflechtungen mit griechischen Banken von
den Spekulationen um ein mögliches Rettungspaket und die Aktien legten an der
EuroSTOXX50-Spitze 3,10 Prozent auf 44,435 Euro zu. Die Zahlen der Schweizer
Großbank UBS rückten in den Hintergrund. Die UBS hatte
dank ihres Sparprogramms und einer Steuergutschrift im Schlussquartal 2009 beim
Gewinn die Analystenschätzungen deutlich übertroffen – die Aktien büßten in
Zürich dennoch 2,19 Prozent auf 13,85 Schweizer Franken ein.

Die Anteile an der Tui-Tochter Tui Travel legten in
London 0,39 Prozent auf 258,90 Pence zu. Der größte Reiseveranstalter Europas
rutschte im ersten Geschäftsquartal wegen der Wirtschaftskrise tiefer in die
roten Zahlen. Obwohl sich der saisontypische Verlust fast verdoppelte, hält das
Management aber an seinen Zielen für das Gesamtjahr fest. Börsianer würdigten
das bereinigte operative Ergebnis und den Ausblick, hieß es./fat/ag


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