AGENTURMELDUNGEN

17:58 | 03.09.2008
Aktien Europa Schluss: Schwach – US-Daten fallen gemischt aus

PARIS/LONDON (dpa-AFX) – Angesichts gemischt ausgefallener
US-Konjunkturdaten haben die europäischen Börsen am Mittwoch schwach
geschlossen. Die erhofften klaren Impulse seien ausgeblieben, sagten Börsianer.
Auch Daten aus der Eurozone vom Vormittag hätten Sorgen über die Lage der
Wirtschaft verstärkt. Zudem wurden Rohstofftitel erneut durch weiter fallende
Öl- und Metallpreise belastet.

So ging der EuroSTOXX 50 mit minus 1,39 Prozent auf 3.368,97
Zähler aus dem Handel. Der STOXX 50 fiel um 1,41 Prozent auf 2.883,72
Zähler. Der französische CAC-40-Index büßte 2,03 Prozent auf 4.447,13
Punkte ein. Der britische FTSE 100 rutschte um 2,15 Prozent auf
5.499,70 Zähler ab.

Nokia erholten sich am späten Nachmittag noch
deutlich von ihrem Tagestief bei 16,11 Euro und schlossen mit minus 1,35 Prozent
auf 16,75 Euro. Der Handyhersteller beginnt mit der Auslieferung des neuen
Handys N96, obwohl Analysten zuvor mit Verzögerungen gerechnet hatten.

ArcelorMittal entfernten sich unterdessen nur
kurz von ihren Tiefständen. Der weltgrößte Stahlproduzent rechnet angesichts der
Kostensteigerungen bei Rohstoffen und Stahlanlagen weiter mit strukturell hohen
Stahlpreisen. Die Ankündigungen fallender Stahlpreise in Südafrika vom Vortag
reflektierten spezielle Währungsentwicklungen und dortige Preismechanismen, hieß
es in einer Pressemitteilung. Dennoch verloren die Titel 3,83 Prozent auf 48,00
Euro. In London kamen erneut besonders Minenwerte unter Druck – Kazakhmys
verloren 6,08 Prozent auf 1.112,00 Pence.

Unterdessen gewannen Michelin in Paris 2,26 Prozent auf
50,17 Euro. Börsianer verwiesen auf Preiserhöhungen des französischen
Reifenherstellers. Ab Oktober steigen die Preise für Michelin-Reifen um drei bis
fünf Prozent.

Für die Aktien, die wahrscheinlich bei der nächsten Indexumstellung den
britischen Leitindex FTSE 100 verlassen müssen, ging es deutlich nach unten.
Ferrexpo rutschten am Indexende um 15,42 Prozent auf 211,25 Pence ab,
für Enterprise Inns ging es um 8,79 Prozent auf 280,25 Pence
nach unten. Auch Aktien von ITV und Carphone Warehouse
, die beide als Wackelkandidaten gelten, kamen unter Druck.

Barclays fielen um 3,71 Prozent auf 352,50 Pence. Die
Royal Bank of Scotland (RBS) stufte die Titel des Institutes
von “Hold” auf “Sell” herab. Möglicherweise benötige Barclays eine
Kapitalerhöhung in Höhe von bis zu 7,5 Milliarden britische Pfund, um seine
Eigenkapitalquote auf die Höhe seiner Wettbewerber zu schrauben, schrieben die
Analysten der RBS.

British Airways rutschten nach Verkehrszahlen und
negativen Aussagen zu den aktuellen Marktbedingungen tiefer ins Minus und
verloren 3,93 Prozent auf 262,50 Pence. Die Bedingungen für die Branche blieben
sehr schwierig und der starke Dollar gleiche den Vorteil des zuletzt gefallenen
Ölpreises aus, teilte die Fluggesellschaft mit. Zudem sei der Ausblick für
Buchungen im Premium-Geschäft unsicher./dr/fn


Weitere Meldungen
12.03.2010 ROUNDUP/Aktien Europa Schluss: Wenig verändert – US-Daten fallen gemischt aus
12.03.2010 Aktien Europa Schluss: Wenig verändert – US-Daten fallen gemischt aus
03.04.2008 Aktien Frankfurt Schluss: Etwas schwächer – US-Daten fallen gemischt aus

 

NEWSLETTER

Abonnieren Sie jetzt unseren
aktuellen Newsletter

WIRTSCHAFTSNACHRICHTEN

22:41 Uhr | 22.05.2012
SAP setzt auf die Daten-Wolke


21:06 Uhr | 22.05.2012
Quelle-Erbin reicht Klage ein


17:33 Uhr | 22.05.2012
Am Freitag geht es um Schleckers ...


17:29 Uhr | 22.05.2012
LTE-Ausbau kommt in Deutschland ...


17:01 Uhr | 22.05.2012
Merkel mahnt nachhaltiges Wachstum ...