8:23 | 10.01.2011
Aktien Frankfurt Ausblick: Leichter – Nachrichtenlage zum Wochenstart ruhig
FRANKFURT (dpa-AFX) – Ohne klare Impulse von der Nachrichtenseite werden die
deutschen Aktienindizes zum Handelsstart am Montag leicht im Minus erwartet. Der
X-Dax als außerbörslicher Indikator für den deutschen Leitindex stand
um 8.05 Uhr bei 6.940 Punkten um 0,11 Prozent unter dem Dax-Schluss auf Xetra am
Freitag. Die erste Handelswoche des Jahres hatte der deutsche Leitindex mit
einem Plus von einem halben Prozent beendet.
Einerseits dürfte die Erholung von den Tagestiefs an der Wall Street im
späten Handel am Freitag etwas stützen, sagte Analyst Ben Potter von IG Markets.
Am Freitag hatte ein schwacher Arbeitsmarktbericht die US-Börsen etwas belastet,
hinterließ aber auch schon im Dax seine Spuren. Der Future auf den US-Leitindex
Dow Jones gewann 0,08 Prozent seit dem Xetra-Schluss am Freitag. Indes
erwarten die Marktteilnehmer eine abwechslungsreiche Woche mit der am Abend nach
Handelsschluss in den USA beginnenden Berichtssaison, die traditionell von Alcoa
eröffnet wird. Zudem stünden in der Woche noch zahlreiche
Konjunkturdaten auf der Agenda, die bewegen dürften.
SINGULUS NACH AUFTRAG IM SOLARGESCHÄFT GEFRAGT
Im vorbörslichen Handel bei L&S zeigten Aktien von Singulus mit
einem Aufschlag von mehr als drei Prozent im Vergleich zum Handelsschluss am
Freitag die größten Kursaussläge im HDAX der 110 größten deutschen Werte. Der
tief in der Krise steckende Maschinenbauer hat im Solarbereich einen Großauftrag
erhalten. Analyst Frank Schneider von Alpha Wertpapierhandel sagte: “Das
Unternehmen kommt in Solargeschäft voran und das ist leicht positiv. Zuletzt ist
die Aktie bereits in der Gunst der Anleger wieder etwas gestiegen und das sollte
sich fortsetzen.”
Lanxess zeigten sich erwartungsgemäß etwas leichter. Wie
Vorstandschef Axel Heitmann der “Bild”-Zeitung sagte, fürchtet er wegen
auslaufender Konjunkturprogramme eine Abkühlung der Wirtschaft in diesem Jahr.
Heitmann äußerte sich besorgt um den massiven Anstieg der Staatsverschuldung und
den weltweiten Trend zum Protektionismus. Ein Händler rechnete daraufhin mit
weiter fallenden Kursen bei dem Chemietitel, der sich in der Vorwoche bereits um
fast sechs Prozent verbilligt hatte. Der Börsianer sagte: “Investoren dürften
solche Nachrichten bezüglich des Wachstums bei der aktuellen Bewertung der
Aktien nicht gerne hören.”
Ebenfalls mit einem Interview in den Blick rücken Adidas . Der
Sportartikelhersteller will bis 2015 den Umsatz der Gruppe um bis zu 50 Prozent
auf 17 Milliarden Euro steigern, bekräftigte Vorstandschef Herbert Hainer
frühere Aussagen erneut im Nachrichtenmagazin “Focus”. Adidas wolle dabei im
Konkurrenzkampf schneller wachsen als der Hauptkonkurrent und Branchenprimus
Nike aus den USA. Ein Börsianer sagte: “Das Interview
beinhaltet nichts Neues.”/fat/tih
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