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Aktien Frankfurt Ausblick: Sehr fest – Positive Vorgaben aus Asien stützen

FRANKFURT (dpa-AFX) – Gestützt auf positive Vorgaben aus Asien werden die
deutschen Aktien am Montag freundlich erwartet. Der X-DAX, der auf Basis des
DAX-Futures den außerbörslichen Stand des deutschen Leitindex zeigt,
lag gegen 8.05 Uhr um 2,25 Prozent über dem Xetra-Schluss vom Freitag.

In Japan profitierten die Aktien insbesondere von einem schwächeren Yen -
daraufhin schloss der Nikkei-225-Index sehr fest. Auch der
Hang-Seng-Index in Hongkong legte kräftig zu. Die Vorgabe aus den
USA zeichnet unterdessen kein so klares Bild: Die Wall Street hatte nach einem
freundlichen Start doch noch schwach geschlossen – der Future auf den
US-Leitindex Dow Jones Industrial stand am Morgen allerdings 4 Punkte
über seinem Stand zum Xetra-Schluss am Freitag. Am Nachmittag könnte eine Rede
von US-Notenbankchef Ben Bernanke vor dem Haushaltsausschuss noch neue Impulse
bringen.

Finanzwerte wie die Deutsche Bank und Commerzbank stehen
weiterhin im Fokus. Mehrere Landes- und Privatbanken wollen an diesem Montag
nach dpa-Informationen ausloten, ob sie das Angebot des staatlichen
Rettungspakets in einem gemeinschaftlichen Vorgehen nutzen können.
Voraussichtlich als erste Bank wird die gebeutelte BayernLB Hilfen aus dem
Rettungspaket der Bundesregierung in Anspruch nehmen. Andere Geldinstitute
erwägen einen ähnlichen Schritt, befürchten aber einen Ansehens- und
Bonitätsverlust, falls ihre Finanzprobleme öffentlich würden. Während die
Commerzbank das Hilfsangebot laut Presseberichten prüfen will, betonte der
Vorstandschef der Deutschen Bank, Josef Ackermann, dass sein Haus kein Geld vom
Staat benötige.

Auch METRO könnten einen Blick wert sein. Der Handelskonzern hat
einen Pressebericht über Probleme beim Konzernumbau und über einen angeblichen
Abbruch der Käufersuche für die Tochter Kaufhof dementiert. Ein
Unternehmenssprecher sagte der Finanz-Nachrichtenagentur dpa-AFX: “Der
Verkaufsprozess ist noch nicht gestartet und im gegenwärtigen Börsenumfeld haben
wir überhaupt kein Interesse daran, Kaufhof zu veräußern”. Unterdessen hat
METRO-Chef Eckhard Cordes Probleme im deutschen Großhandels-Geschäft eingeräumt
und einen Jobabbau im Rahmen eines Maßnahmenpakets angekündigt. Händler erwarten
keine große Kursreaktion, die Aussagen seien nicht überraschend.

Für Stahlwerte wie ThyssenKrupp oder Salzgitter könnte es
Unterstützung durch positive Branchenvorgaben aus Japan geben. Einem Bericht des
“Nikkei Business” zufolge wollen die beiden japanischen Wettbewerber Nippon
Steel und JFE Holdings ihre Jahresprognosen wegen geringerer
Kosten erhöhen. Die Stahlproduzenten hätten von niedrigeren Lieferkosten und dem
jüngsten Rückgang des Ölpreises profitiert, schrieb die Tageszeitung.

Auch bei der Deutschen Börse gibt es Neuigkeiten: Der Aufsichtsratschef Kurt
Viermetz wird sein Amt zur nächsten Sitzung des Gremiums, am 8. Dezember,
niederlegen. Damit dürfte die von Großaktionär TCI geforderte außerordentliche
Hauptversammlung hinfällig sein. Einziger Tagesordnungspunkt sollte die Abwahl
von Viermetz sein, der vor eineinhalb Wochen auch als Aufsichtsratschef der
schwer angeschlagenen Hypo Real Estate (HRE) zurückgetreten ist.

Im SDAX dürften ElringKlinger unter Druck kommen. Der
Autozulieferer hat wegen Schwächen auf den Märkten in Nordamerika und Europa
sowie wegen anhaltend hoher Materialkosten seine Jahresziele verworfen. Für das
nächste Jahr geht das Unternehmen nur noch von einer leichten Verbesserung des
Geschäfts aus. Händler rechnen mit einer negativen Kursreaktion. “Die Titel sind
zwar bereits deutlich gefallen, dennoch dürften diese Nachrichten für weiteren
Druck auf der Aktie sorgen”, sagte ein Börsianer.

Die Titel von Dürr könnten unterdessen gefragt sein. Der
Anlagenbauer wird die Turbulenzen an den Finanzmärkten nach Einschätzung seines
Vorstandsvorsitzenden Ralf Dieter ohne tiefe Kratzer verkraften. Das Management
hält an seinem Ziel fest, den Umsatz um zehn Prozent zu steigern und die
Nettofinanzverschuldung komplett abzubauen. Die optimistische Äußerung des
Vorstandschefs sollte den Titel stützen, allerdings dürfte es schwierig werden,
sich von den negativen Nachrichten für die Automobilindustrie zu lösen./ck/fat

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