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14:52 | 07.11.2017
Aktien Frankfurt: Dax am Nachmittag kaum verändert – Rekordhoch im frühen Handel

FRANKFURT (dpa-AFX) – Der Dax ist am Dienstagnachmittag kaum von der Stelle gekommen. Nachdem der deutsche Leitindex im frühen Handel mit 13 525,56 Punkten eine weitere Bestmarke erreicht hatte, schmolzen die Gewinne sukzessive ab. Zuletzt stand das Barometer beim Stand von 13,461,37 Punkten 0,06 Prozent tiefer. Zahlreiche Unternehmen sorgten mit ihren Zwischenbilanzen für reichlich Bewegung.

Die Luft werde nun dünner, hieß es aus dem Handel. Ohne den weiter sinkenden Eurokurs wäre der Druck auf den Dax wohl deutlich größer. Der Euro war am Dienstag mit 1,1554 US-Dollar auf den tiefsten Stand seit rund dreieinhalb Monaten gefallen. Eine schwächere Gemeinschaftswährung kann die Exportchancen deutscher Unternehmen verbessern. Die Europäische Zentralbank hatte den Referenzkurs zuletzt am Montagnachmittag auf 1,1590 US-Dollar festgesetzt.

Der MDax , in dem die Aktien mittelgroßer deutscher Konzerne vertreten sind, rückte am Dienstagnachmittag um 0,10 Prozent vor auf 26 958,31 Punkte. Der Technologiewerte-Index TecDax büßte 1,11 Prozent ein auf 2563,26 Punkte. Hier belasteten hohe Kursverluste beim Apple -Zulieferer Dialog Semiconductor . Für den Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 ging es um 0,18 Prozent runter.

Am Dax-Ende verloren BMW-Papiere fast 3 Prozent. Der Autobauer ist im dritten Quartal in seinem Wachstumstempo gebremst worden. Unter den besten Index-Werten waren dagegen die Aktien des Versorgers Eon mit plus 0,76 Prozent. Dessen Kraftwerksbeteiligung Uniper stand im Fokus, weil der finnische Energiekonzern Fortum seine Übernahmepläne vorantreibt. Uniper-Papiere verloren im MDax 0,19 Prozent. Munich Re verteuerten sich an der Dax-Spitze um 0,84 Prozent. Die US-Bank JPMorgan hatte sich positiv zum Versicherungssektor geäußert.

Osram sorgte bei den Anlegern für ein Wechselbad der Gefühle. Der Lichttechnikkonzern erwartet im neuen Geschäftsjahr eine hohe Ergebnisbelastung durch seinen Umbau, machte aber gleichzeitig Hoffnung auf eine Lösung für die Problemsparte Lichtlösungen und Systeme (LSS). Die Papiere des MDax-Konzerns verloren zunächst deutlich an Wert, drehten dann aber ins Plus und standen zuletzt an der Index-Spitze fast 4 Prozent höher.

Als größter Verlierer im MDax knickten die Zalando-Anteile um rund 5 Prozent ein. Bemängelt wurde die gekappte Margenprognose des Online-Modehändlers. Noch nie habe Zalando die Erwartungen an die Profitabilität erfüllt, so ein Händler.

Die Aktien von Dialog Semiconductor rutschten als Schlusslicht im TecDax um gut siebeneinhalb Prozent ab. Marktteilnehmer monierten den Ausblick auf das Schlussquartal. Am Vortag waren die Papiere des Halbleiterherstellers mit einem Kursgewinn von 2,55 Prozent noch unter den stärksten Werten im TecDax. Übernahmepläne in der US-Chipbranche hatten hier Auftrieb gegeben. Ein positiver Analystenkommentar ließ die Aktien von Drägerwerk um rund dreieinhalb Prozent steigen. Damit setzten die Papiere des Medizin- und Sicherheitstechnikherstellers ihre steile Erholung vom Vortag fort.

Die im SDax notierten Biotest-Vorzugsaktien brachen um fast 5 Prozent ein. Der chinesische Investor Creat Group will die Anmeldung für die Offerte für Biotest in den USA neu einreichen. Der zuständige Ausschuss der US-Regierung zur Kontrolle von Auslandsinvestitionen (CFIUS) habe Kritik am bisherigen Antrag geäußert, teilten beide Unternehmen mit. Die Aktien von Heidelberger Druck verloren gar mehr als 7 Prozent. Die Commerzbank hält sie nach ihrem starken Kursanstieg in den vergangenen Monaten nicht mehr für so attraktiv.

Am Rentenmarkt blieb die Umlaufrendite mit 0,16 Prozent stabil. Der Rentenindex Rex sank um 0,03 Prozent auf 141,77 Punkte. Der Bund-Future gab um 0,02 Prozent auf 163,11 Punkte nach./ajx/jha/

— Von Achim Jüngling, dpa-AFX —


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