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14:56 | 24.03.2016
Aktien Frankfurt: Stark fallende Ölpreise drücken Dax klar unter 9900 Punkte

FRANKFURT (dpa-AFX) – Deutlich fallende Ölpreise haben den Dax am Donnerstag vor dem langen Osterwochenende klar unter die Marke von 9900 Punkten gedrückt. Zuletzt verlor der Leitindex 1,55 Prozent auf 9867,76 Punkte. Von der 10 000-Punkte-Marke, die der Dax am Vortag noch übersprungen hatte, ist das Barometer somit wieder ein gutes Stück entfernt.

Der MDax der mittelgroßen Werte sank am Donnerstagnachmittag um 1,58 Prozent auf 19 936,15 Punkte. Beim Technologiewerte-Index TecDax gab es Verluste von 1,13 Prozent auf 1597,89 Punkte. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 gab um 1,82 Prozent auf 2987,14 Punkte nach.

Neben der Ölpreis-Schwäche sehen Börsianer zudem in den jüngst gestiegenen Erwartungen an eine weitere Zinserhöhung in den USA eine Belastung für die Aktienmärkte. Anleger haben daher Konjunkturdaten aus den Vereinigten Staaten derzeit besonders im Blick. Auf die am frühen Nachmittag veröffentlichten US-Daten zum Arbeitsmarkt und den Aufträgen für langlebige Güter hatte der Dax jedoch per Saldo kaum reagiert.

‘RISIKO VOR OSTERN ABBAUEN’

Laut den Experten des Börsenstatistik-Magazins Index-Radar will sich vor dem langen Osterwochenende zudem keiner mehr zu weit aus dem Fenster lehnen. Die Bereitschaft vieler professioneller Investoren, Risiken noch abzubauen, sei groß.

Stahlwerte legten den Rückwärtsgang ein. Als zweitschlechtester Wert im Dax verloren Thyssenkrupp mehr als 3 Prozent. Salzgitter fielen im MDax um rund 4 Prozent. In Europa war das Rohstoffbarometer Stoxx 600 Basic Resources mit einem Abschlag von fast 3 Prozent die schwächste Branche. Die eher gedämpften konjunkturellen Aussichten sowohl in Asien als auch in Europa drückten auf die zyklischen Stahlaktien, sagte Andreas Lipkow vom Berliner Vermögensverwalter Kliegel & Hafner.

DIEBOLD BEI WINCOR AM ZIEL

Die Aktien von Wincor Nixdorf schossen im MDax am Nachmittag um gut 20 Prozent in die Höhe. Der US-Konkurrent Diebold ist bei dem Paderborner Kassen- und Geldautomatenhersteller am Ziel. Nach Ablauf der Übernahmefrist am Dienstag um Mitternacht habe Diebold nun 68,9 Prozent der Wincor-Stimmen sicher, hieß es. Die Mindestannahmequote hatte bei 67,6 Prozent gelegen.

Die Anteile von Drillisch sackten im TecDax um 2,5 Prozent ab. Börsianer stellten den Wechsel an der Unternehmensspitze in den Fokus und weniger die jüngsten Geschäftszahlen des Mobilfunkanbieters. Analysten wie Vikram Karnany von der UBS oder Karsten Oblinger von der DZ Bank zeigten sich vom Wechsel an der Unternehmensspitze überrascht. Laut Oblinger stand Firmenchef Paschalis Choulidis für die Drillisch-Story – entsprechend negativ reagiere nun der Markt.

Die Aktien von Stratec profitierten dagegen mit plus 1,17 Prozent von Zukaufsplänen. Der Laborgerätehersteller will sein schwächelndes Geschäft mit der Übernahme des ungarischen Unternehmens Diatron stärken. Händler werten die Pläne leicht positiv, zumal der Kauf schon in diesem Jahr das Ergebnis von Stratec steigern soll.

STEILMANN BRECHEN NACH INSOLVENZ UM 85 PROZENT EIN

Die Insolvenz von Steilmann treibt Anlegern des Bekleidungsunternehmens tiefe Sorgenfalten auf die Stirn. Steilmann, zu dem unter anderem die Adler Modemärkte gehören, war erst im November 2015 an die Börse gegangen – mit geringem Erfolg. Die Papiere brachen um rund 85 Prozent ein./ajx/stb

— Von Achim Jüngling, dpa-AFX —


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