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15:03 | 16.11.2011
Aktien New York Ausblick: Schwach erwartet – Blicke weiter nach Europa gerichtet

NEW YORK (dpa-AFX) – Wegen der weiter schwelenden Schuldenkrise in Europa
dürften die US-Börsen am Mittwoch erneut schwach starten. “Die Unsicherheit ist
weiterhin sehr hoch”, sagte ein Marktteilnehmer und ergänzte mit Blick auf die
heimische Wirtschaft: “Und auch wenn sich die Konjunkturdaten aus den USA im
zweiten Halbjahr mehr und mehr aufgehellt haben, bleiben die
Wachstumserwartungen weiterhin gedämpft.” Der Future auf den Dow Jones
Industrial verlor etwas mehr als eine halbe Stunde vor dem Auftakt
0,64 Prozent. Der Future auf den Nasdaq 100 fiel um 0,46 Prozent.

Im Fokus standen am Mittwoch wieder die Anleihemärkte, wo sich die Lage nach
der jüngsten Zuspitzung aber zumindest ein wenig entspannt hat. Bei den zuletzt
stark in Fokus stehenden italienischen Anleihen fielen die Renditen wieder unter
die Marke von 7 Prozent. Am Markt wurde dies nach dem turbulenten Vortag mit
einer Gegenbewegung, aber auch mit Anleihekäufen der Europäischen Zentralbank
(EZB) begründet. Bezüglich der Übergangsregierung in Italien sind derweil letzte
Hindernisse ausgeräumt: Die neue Regierung unter Führung des früheren
EU-Kommissars Mario Monti soll am Nachmittag vereidigt werden.

Frische Wirtschaftsdaten aus den USA blieben derweil zunächst ohne größere
Auswirkungen: Die Verbraucherpreise waren im Oktober überraschend etwas
gefallen. Kurz vor Handelsstart dürften Anleger aber noch sehr genau auf Daten
zur Industrieproduktion und zur Kapazitätsauslastung achten.

Kursbewegend wirkten sich vorbörslich noch einige Nachzügler der
Berichtssaison aus. Der Computer-Hersteller Dell bekam im
dritten Quartal die Zurückhaltung seiner Kunden zu spüren und enttäuschte beim
Umsatz. Die am Vorabend nach Börsenschluss vorgelegten Zahlen drückten die Titel
im vorbörslichen Handel mit rund 2 Prozent ins Minus.

Um mehr als 9 Prozent abwärts ging es nach Zahlen für die Aktien von
Abercrombie & Fitch . Auch der Bekleidungshändler stieß am Markt mit
seinem dritten Quartal nicht auf Wohlwollen: Laut Händlern blieb der Konzern
wegen höherer Kosten mit seinem Gewinnanstieg hinter den Erwartungen zurück.

Die Aktien von Research In Motion dagegen zogen
vorbörslich um rund 1,5 Prozent an. Nach Händlerangaben hat die Investmentbank
Goldman Sachs die Titel des Smartphone-Herstellers und Apple-Konkurrenten von
“Sell” auf “Neutral” hochgestuft./tih/ck


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