14:30 | 11.11.2008
Aktien New York Ausblick: Schwächer – Sorgen über Weltwirtschaft belasten
NEW YORK (dpa-AFX) – Die US-Börsen werden am Dienstag mit Kursverlusten
erwartet. Sorgen über die Weltwirtschaft gewannen Händlern zufolge wieder die
Oberhand. Zudem bereiteten teils schwache Unternehmenszahlen den Anlegern
Kopfzerbrechen. Konjunkturdaten stehen am Feiertag “Veteran’s Day” nicht auf der
Agenda.
Der Future auf den Dow Jones Industrial stand gegen 14.20 Uhr mit
1,73 Prozent im Minus. Am Montag war der US-Leitindex mit minus 0,82 Prozent auf
8.870,54 Zähler schwächer aus dem Handel gegangen. Der Future auf den
NASDAQ-100-Index stand zuletzt 1,59 Prozent tiefer. Der technologielastige Index
hatte zum Wochenstart mit Verlusten von 1,62 Prozent bei 1.251,00 Punkten
geschlossen.
Aktien von American Express sollten einen Blick wert
sein. Der von der Finanzkrise gebeutelte US-Kreditkartenkonzern will sich in
eine gewöhnliche Bank umwandeln und so Zugang zu günstigem Kapital der
US-Notenbank bekommen. Die Federal Reserve gab dafür nach einem Eilverfahren am
Montagabend (Ortszeit) grünes Licht.
Der Aluminiumkonzern Alcoa fährt wegen der düsteren
Konjunkturaussichten seine Produktion weiter zurück. Mit der erneuten Kürzung
drosselt der Hersteller die jährliche Fertigung um insgesamt 15 Prozent. Die
Aktien gaben vorbörslich nach.
Auch Titel von Procter & Gamble rücken in den Fokus. Dank
der Übernahme des Marmeladenherstellers J.M. Smucker hat der weltgrößte
Konsumgüterhersteller seine Jahresgewinnprognose angehoben. Für Tyco
International verlief das vierte Geschäftsquartal dank guter
Geschäfte der Elektrik- und Metallsparten positiv – der Industriekonzern hat die
Erwartungen der Analysten übertroffen.
Unterdessen ist Starbucks wegen des Konzernumbaus im
vergangenen Quartal nur knapp an den roten Zahlen vorbeigeschrammt. Die Titel
kamen vorbörslich entsprechend unter Druck. Besonders in Westeuropa stutzt der
Konzern nun seine Ausbaupläne angesichts trüber Konjunkturaussichten erneut.
Eine konkrete Gewinnprognose wagt Starbucks wegen der unsicheren
Umsatzerwartungen nicht mehr. Im Geschäftsjahr 2009 soll die Zahl der Filialen
außerhalb der USA nun unter dem Strich um 700 steigen – zuletzt waren in einer
bereits drastisch verringerten Planung noch 900 vorgesehen.
Auch Qimonda steckt Kreisen zufolge in Schwierigkeiten.
Die Zukunft des verlustreichen Chipkonzerns hängt an einem seidenen Faden. Wenn
innerhalb der nächsten Wochen kein Investor gefunden werde, sei zu befürchten,
dass das Unternehmen mit Sitz in München bald zahlungsunfähig sein werde, erfuhr
die Deutsche Presse-Agentur dpa am Dienstag aus Branchenkreisen. In diesem Fall
müsse Qimonda Insolvenzantrag stellen. Die Aktien hatten aber bereits am
Vorabend ein weiteres Drittel an Wert verloren und bei nur noch 12 US-Cent auf
einem neuen Rekordtief geschlossen./dr/fat
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