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Aktien New York Schluss: Sehr fest – Negative Daten bereits eingepreist

NEW YORK (dpa-AFX) – Die US-Börsen haben am Freitag trotz negativer
Arbeitsmarktdaten fest geschlossen. Zwar war die Beschäftigung etwas stärker
zurückgegangen als gedacht und auch die Arbeitslosenquote war überraschend
deutlich angestiegen. Allerdings waren die Stundenlöhne im Rahmen der
Schätzungen gestiegen. Händler verwiesen angesichts der steigenden Aktienkurse
auf die massiven Verluste an den beiden Vortagen. An diesen seien die
enttäuschenden Arbeitsmarktdaten bereits vorweggenommen worden. Nun erhole sich
der Markt zum Ende der Woche von den Kurseinbußen.

Der Dow-Jones-Index legte um 2,85 Prozent auf 8.943,81 Punkte zu.
Im Wochenvergleich verlor der Index damit vier Prozent. Der marktbreite
S&P-500-Index stieg um 2,86 Prozent auf 930,75 Zähler. Der NASDAQ
Composite-Index legte um 2,41 Prozent auf 1.647,40 Punkte zu. Der
NASDAQ 100 kletterte um 2,39 Prozent auf 1.271,62 Zähler.

Alcoa stiegen mit plus 9,06 Prozent auf 11,19 US-Dollar
an die Spitze des Dow Jones. Händler verwiesen zur Begründung auf die steigenden
Rohstoffpreise.

In den Blick rückten vor allem die Titel der Autobauer. Die dramatische
Krise des größten US-Autobauers General Motors (GM) spitzt
sich angesichts neuer Milliardenverluste immer mehr zu. Der Opel-Mutterkonzern
hatte im dritten Quartal vor Sondereffekten ein Minus von 4,2 Milliarden Dollar
eingefahren. Die Aktien fielen mit minus 9,17 Prozent auf 4,36 Dollar ans
Dow-Ende. Auch Ford fährt mit neuen Milliardenverlusten immer tiefer in die
Krise. Die Aktien stiegen dennoch um 2,02 Prozent auf 2,02 Dollar.

Titel von Walt Disney stiegen nach Zahlen und
zwischenzeitlichen Verlusten bis Handelsende um 2,41 Prozent auf 23,36 Dollar.
Der US-Unterhaltungskonzern hatte den Gewinn im vierten Quartal nur überraschend
gering gesteigert. Der Gewinn je Aktie (EPS) vor Sonderposten war von 0,42
US-Dollar im entsprechenden Vorjahreszeitraum auf 0,43 Dollar geklettert.
Analysten hatten mit einem deutlicheren Anstieg auf 0,49 Dollar gerechnet.

Das Internet-Unternehmen Yahoo! blitzte nach seinen
gescheiterten Plänen für ein Zusammengehen mit Google
erneut bei Microsoft ab. Der weltgrößte Softwarekonzern
werde kein weiteres Übernahmeangebot abgeben, erklärte Microsoft-Chef Steve
Ballmer am Freitag auf einer Konferenz in Sydney (Australien). Eine Art von
Partnerschaft schloss Ballmer dagegen nicht aus. Aktien von Yahoo! brachen um
12,61 Prozent auf 12,20 Dollar ein. Microsoft legten
hingegen 2,97 Prozent auf 21,50 Dollar zu.

Bei den Technologietiteln stiegen QUALCOMM trotz eines
enttäuschenden Ausblicks um 7,90 Prozent auf 35,66 Dollar. Der Spezialist für
Mobilfunkkommunikation rechnet für 2009 mit einem Umsatz zwischen 10,2 und 10,8
Milliarden Dollar – Analysten hatten bisher 12,1 Milliarden Dollar erwartet.
Auch bei den Gewinnprognosen verfehlte QUALCOMM die Erwartungen. Der
Mobilfunkanbieter Sprint Nextel erlitt einen Quartalsverlust
und einen Umsatzrückgang. Beide Kenngrößen fielen schlechter aus als von
Analysten erwartet. Auch der Verlust von Vertragskunden fiel etwas höher aus als
gedacht. Der Kurs brach um 8,42 Prozent auf 3,37 Dollar ein.

Auch NVIDIA schnellten hingegen um 14,44 Prozent auf
8,72 Dollar in die Höhe. Wegen hoher Kosten für den Unternehmensumbau musste der
Grafikchip-Spezialist einen starken Einbruch bei Umsatz und Gewinn verkraften.
Dennoch schnitt das Unternehmen damit noch besser ab als am Markt
befürchtet./sf/he

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