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Aktien New York: Verluste – Immobiliendaten enttäuschen – Unternehmenszahlen

NEW YORK (dpa-AFX) – Die wichtigsten US-Aktienmärkte haben am Donnerstag
Verluste verbucht und damit unter schwächer als erwarteten Immobiliendaten
gelitten. In den USA ist die Zahl der Verkäufe bestehender Häuser im Juni
stärker als erwartet gesunken. Für Gesprächsstoff sorgte zudem eine Reihe von
durchwachsen ausgefallenen Unternehmenszahlen, sagten Händler.

Der Leitindex Dow Jones (DJIA) sank um 1,03 Prozent auf 11.512,12
Punkte. Der marktbreite S&P-500-Index verlor 0,65 Prozent auf 1.273,91
Zähler. An der Technologiebörse NASDAQ sank der Composite-Index um
0,74 Prozent auf 2.308,62 Zähler. Der NASDAQ 100 gab 0,34 Prozent
auf 1.839,22 Zähler ab.

Ford-Titel sackten nach Zahlen um 7,46 Prozent auf 5,58
US-Dollar ab. Der angeschlagene US-Autobauer hat im zweiten Quartal wegen hoher
Abschreibungen erneut einen enormen Verlust von 8,7 Milliarden Dollar
eingefahren. Der Umsatz sank im zweiten Quartal um mehr als sechs Prozent auf
41,5 Milliarden Dollar. Die Zahlen fielen deutlich schwächer aus als von
Experten erwartet.

Aktien von Dow Chemical gaben nach der Zahlenvorlage
0,82 Prozent auf 33,96 Dollar ab. Der größte amerikanische Chemiekonzern leidet
angesichts steigender Kosten weiter unter sinkenden Gewinnen. Trotz
Preiserhöhungen für seine Produkte verdiente das Unternehmen im zweiten Quartal
mit 762 Millionen Dollar rund ein Viertel weniger als ein Jahr zuvor. Der Umsatz
stieg dagegen um fast ein Viertel auf den neuen Rekordwert von 16,4 Milliarden
Dollar. Zum weiteren Geschäftsverlauf in den nächsten Monaten äußerte sich
Konzernchef Andrew Liveris zurückhaltend.

Raytheon-Titel fielen nach Zahlen um 0,28 Prozent auf
57,30 Dollar. Der Rüstungskonzern hat angesichts eines hohen Einmaleffekts im
Vorjahr für das zweite Quartal einen Gewinnrückgang berichtet. Mit 1,00 Dollar
je Aktie lag das Ergebnis je Aktie (EPS) zwar über den vom Markt erwarteten 0,91
Dollar. Marktteilnehmer hatten jedoch beim Umsatzausblick für das Gesamtjahr im
Schnitt etwas mehr erwartet.

Papiere von Amazon.com hingegen schossen um 13,58
Prozent auf 80,12 Dollar nach oben. Der weltgrößte Online-Einzelhändler hat nach
einem überraschend kräftigen Gewinnsprung zur Jahresmitte seine Umsatzprognose
für das Gesamtjahr angehoben. Profitiert hat das Unternehmen vor allem von
seinem Auslandsgeschäft und positiven Wechselkurs-Effekten. Für das Gesamtjahr
erwartet Amazon nun ein Umsatzplus von bis zu 35 Prozent auf 20,1 Milliarden
Dollar. Das operative Ergebnis soll um bis zu 40 Prozent auf 920 Millionen
Dollar steigen.

Aktien von 3M Company gehörten ebenfalls zu den
Gewinnern und legten um 1,40 Prozent auf 71,79 Dollar zu. Mit einem florierenden
Auslandsgeschäft hat der US-Mischkonzern im zweiten Quartal der Hypothekenkrise
im eigenen Land getrotzt und das um Sondereffekte bereinigte Ergebnis je Aktie
(EPS) stärker als erwartet gesteigert. Der Umsatzanstieg lag im Rahmen der
Erwartungen und die Ergebnisprognose für das laufende Jahr wurde bestätigt.

Auch für Bristol-Myers Squibb ging es nach oben, nachdem
der Pharmakonzern für das zweite Quartal mit seinem operativen Ergebnis die
Erwartungen übertroffen hat. Den Jahresausblick behielt das Unternehmen bei. Die
Aktien gewannen 1,46 Prozent auf 22,12 US-Dollar. Nach besser als erwarteten
Zahlen rückten auch die Titel des Wettbewerbers Eli Lilly &
um 0,80 Prozent auf 48,00 Dollar vor./la/sk

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