19:20 | 13.02.2008
Aktien Osteuropa Schluss: Etwas fester bis sehr fest
WARSCHAU/PRAG/BUDAPEST (dpa-AFX/APA) – Die osteuropäischen Börsen haben am
Mittwoch etwas fester bis sehr fest geschlossen. Mit plus drei Prozent legte der
Aktienmarkt in Prag am deutlichsten zu. Der Aktienmarkt in Warschau gewann
lediglich ein halbes Prozent hinzu.
WARSCHAU – BRE BANK STEIGEN NACH ANALYSTENKOMMENTAREN
In Warschau stieg der Leitindex WIG-20 um 0,57 Prozent auf 3.084,34 Zähler.
Der breiter gefasste WIG-Index stieg um 0,82 Prozent auf 49.770,40
Zähler. An der Indexspitze gewannen die Aktien des Badezimmerzubehörherstellers
Cersanit 4 Prozent auf 31,80 Zloty und knüpften damit an ihre Vortagesgewinne
an. Zu den Tagesgewinnern gehörten auch die Werte der BRE Bank mit einem
Aufschlag von 3,8 Prozent auf 430,30 Zloty nach Analystenkommentaren. Die UBS
hat die Einstufung für die Bankwerte von “Sell” auf “Neutral” gesetzt. Ebenso
haben die Experten von KBC Securities ihre Empfehlung auf “Hold” hinauf gestuft.
Gefragt waren auch die Aktien des Mitbewerbers Bank Zachodni, die Werte
gingen mit einem Aufschlag von 2,8 Prozent bei 189,10 Zloty aus dem Handel. Die
Werte der Bank Polska schlossen vor Zahlen hingegen unverändert bei 44,50 Zloty.
Die Bank wird am Donnerstag Ergebnisse für das vierte Quartal 2007
veröffentlichen. Der Nachrichtenagentur Bloomberg zufolge erwarten die Analysten
einen Nettogewinn von rund 710 Millionen Zloty. Im Vorjahr verdiente die Bank
Polska 552 Millionen Zloty im vierten Quartal.
Die Aktien des Kupferherstellers KGHM Polska Miedz
verteuerten sich um 1,5 Prozent auf 105 Zloty. Das Unternehmen wird am
Donnerstag ebenfalls Zahlen für das vierte Quartal 2007 veröffentlichen.
Die Werte des größten polnischen Telekommunikationsunternehmens
Telekommunikacja Polska gewannen 0,2 Prozent auf 23,32 Zloty. Die Experten der
Erste Bank haben die Aktien auf “Hold” hinauf gestuft. Das Kursziel wurde von 20
auf 23 Zloty erhöht. Trotz großen Drucks sowohl von den Mitbewerbern, als auch
durch die Regulierungsbehörde hat das Unternehmen 2007 Ergebnisse über den
Erwartungen erwirtschaftet, so die Experten in ihrem Analystenkommentar. Die
negativen Auswirkungen dieser beiden Faktoren sollten 2008 durch die Einnahmen
aus dem Immobiliensektor “mehr als nur kompensiert werden”, so die Erste Bank
weiter.
BUDAPEST – MAGYAR TELEKOM UND OTP STEIGEN VOR ZAHLEN DEUTLICH
In Budapest gewann der Leitindex BUX 2,00 Prozent auf 24.545,51
Punkte. An der Indexspitze gewannen Fotex Reszvenytarsasag 3,26
Prozent auf 760 Forint. Vor Zahlen gehörten die Aktien der Magyar Telekom
mit plus 3,18 Prozent auf 876 Forint zu den größten
Gewinnern im Leitindex. Das Telekommunikationsunternehmen wird am Donnerstag
Ergebnisse zum vierten Quartal veröffentlichen. Ebenfalls vor Zahlen gewannen
die Anteilsscheine der OTP Bank 1,94 Prozent auf 7.850 Forint.
Richter Gedeon konnten an ihre Vortagesgewinne
anschließen und gewannen 0,93 Prozent auf 38.405 Forint. Der Pharmakonzern hatte
am Vortag Zahlen für das Geschäftsjahr 2007 vorgelegt. Obwohl im Gesamtjahr der
Gewinn um rund 35 Prozent eingebrochen ist und die Inlandsumsätze ebenfalls
deutlich gesunken sind, hat der Konzern mit dem Auslandsgeschäft und den Zahlen
zum vierten Quartal positiv überrascht, sagten Händler. In allen Auslandsmärkten
konnten die Umsätze gesteigert werden. Für 2008 erwartet das Management ein
zweistelliges Wachstum in den GUS-Staaten und der EU.
Mit einem Abschlag von 1,06 Prozent auf 1.584 Forint gehörten die
Bankenwerte der FHB Land Credit & Mortgage Bank zu den
Tagesverlierern.
PRAG – ERSTE BANK SPRINGEN ÜBER 5 PROZENT HOCH NACH TV-INTERVIEW
In Prag gewann der Leitindex PX 3,01 Prozent auf 1.569,90 Zähler.
Gestützt wurde der Leitindex von den kräftigen Kursgewinnen der Bankenwerte. So
sprangen Erste Bank mit plus 5,21 Prozent auf 974,20 Kronen an die
Indexspitze. Händler verwiesen auf eine TV-Interview mit dem Erste Bank-Chef
Andreas Treichl. Für das vergangene Geschäftsjahr 2007 bestätigte Treichl einen
Gewinnanstieg von 25 Prozent. Die Aktien des Mitbewerbers Komercni Bank
schlossen mit einem deutlichen Kursanstieg von 4,29 Prozent auf 3.843 Kronen an.
Ceske Energeticke Zavody (CEZ) verteuerten sich um 2,67 Prozent
auf 1.270 Kronen und Unipetrol gewannen 2,00 Prozent auf 296,30
Kronen. Am Ende der Kurstafel fielen die Wertpapiere des Gebrauchtwagenhändlers
AAA um 3,71 Prozent auf 25,70 Kronen./szk/APA/sf/fn
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