19:28 | 24.04.2008
Aktien Osteuropa Schluss: Gewinne
WARSCHAU/PRAG/BUDAPEST (dpa-AFX/APA) – Die osteuropäischen Börsen haben am
Donnerstag unisono zulegen können.
An der Börse in Warschau schloss der Leitindex WIG-20 nach den
Vortagsverlusten 1,68 Prozent höher bei 2.885,22 Punkten. Der breiter gefasste
WIG-Index legte um 1,24 Prozent auf 45.957,92 Punkte zu. Das größte
Handelsvolumen erreichte die Aktie des Kupferriesen KGHM Polska Miedz
, die um 2,7 Prozent auf 103,70 Zloty zulegte. Der Kupferpreis hatte
jüngst aufgrund sinkender Förderquoten von Australien bis Lateinamerika
angezogen. Wertpapiere von PLN Orlen gewannen 2,8 Prozent auf 41,98 Zloty. Der
größte polnische Ölkonzern hatte am Mittwoch die Zahlen des Nettoergebnisses für
2007 auf 2,41Milliarden Zloty nach oben korrigiert.
In Prag legte der Leitindex PX um 0,58 Prozent auf 1.564,10 Zähler
zu. Tagessieger waren Aktien des Medienkonzerns CETV. Sie stiegen um 4,62
Prozent auf 1.541 Kronen. Analysten von Goldman Sachs hatten ihr Anlagevotum für
die Wertpapiere des Betreibers von mehreren Fernsehstationen von “Neutral” auf
“Buy” erhöht. Titel des Pharmaunternehmens Zentiva gewannen 1,88 Prozent auf
887,90 Kronen. Der Konzern erwartet für das erste Quartal 2008 Einnahmen von 4,4
Milliarden Kronen, was eine Steigerung von 30 Prozent zum Vergleichszeitraum
2007 bedeutet. Vor allem der türkische Zweig des Unternehmens steuert einen
Großteil des Wachstums bei. In der Tschechischen Republik selbst sanken die
Einnahmen um zehn Prozent.
Am unteren Ende des Kurszettels schlossen die Tabakaktien von Philip Morris.
Sie büßten 1,15 Prozent auf 6.100 Kronen ein. Analysten von Patria Finance
erklärten, dass dies vor allem am Rückgang der Zigarettenexporte des
Mutterkonzerns in die EU liege. Diese sanken um 5,9 Prozent.
In Budapest gewann der Leitindex BUX 1,31 Prozent auf 22.430,94
Zähler. Eindeutiger Tagessieger waren Aktien des Öl- und Gaskonzerns Magyar Olay
es Gazipari (Mol) , die um 2,79 Prozent auf 23.525 Forint
zulegten. Auf der Hauptversammlung am Mittwoch hatten die Aktionäre den Vorstand
ermächtigt, in den kommenden 18 Monaten eigene Aktien bis zu 25 Prozent des
registrierten Kapitals zurückzukaufen – bisher galt eine Obergrenze von zehn
Prozent. Die Aktionäre stärkten damit dem Vorstand im Kampf gegen die
Übernahmepläne der OMV den Rücken.
Außerdem konnten Aktien der ungarischen Pharmaunternehmen zulegen. Egis
verteuerten sich um 1,71 Prozent auf 17.485 Forint. Analysten der UBS
hatten ihr Anlagevotum für die Wertpapiere von “Sell” auf “Neutral” erhöht. Auch
Richter Gedeon gewannen 1,36 Prozent auf 32.945 Forint. Die
Experten der UBS hatten die Aktie des größten osteuropäischen
Arzneimittelherstellers von “Neutral” auf “Buy” hochgestuft. Sie erwarten höhere
Gewinne durch die geplante Fusion mit dem polnischen Pharmakonzern Polpharma und
der russischen Akrihin.
Auch die anderen beiden Indexschwergewichte neben Mol und Richter Gedeon
konnten zulegen. OTP Bank stiegen um 0,29 Prozent auf 6.770 Forint und
Magyar Telekom verteuerten sich um 0,23 Prozent auf 845
Forint./sma/cz/APA/gl
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