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20:10 | 21.02.2008
Aktien Osteuropa Schluss: Uneinheitlich – Deutliche Kurszuwächse in Ungarn

WARSCHAU/PRAG/BUDAPEST (dpa-AFX/APA) – Die osteuropäischen Börsen haben sich
am Donnerstag entwickelt. Kursverlusten in Polen und Tschechien standen
deutliche Zuwächse in Ungarn gegenüber.

In Warschau sank der Leitindex WIG-20 um 0,45 Prozent auf 3.091,48 Punkte.
Der breiter gefasste WIG-Index büßte 0,23 Prozent auf 49.721,81
Zähler ein. An der Spitze des WIG-20 schlossen die Ölwerte von Polski Koncern
Naftowy Orlen mit einem Aufschlag von 3,7 Prozent auf 41,69 Zloty. Die
Aktien des Ölfeldausrüsters PBG stiegen 2,7 Prozent auf 326,70 Zloty. Die
Ölwerte der Grupa Lotus gewannen 2,4 Prozent auf 37,80 Zloty. Der polnische
Finanzminister Aleksander Grad hat bekanntgegeben, dass das Unternehmen in
diesem Jahr womöglich keine Dividende auszahlen wird. Das Geld werde für
Investitionen benötigt. Im Jahr 2006 wurden 10 Prozent der Gewinne ausgezahlt.
Der polnische Staat hält 59 Prozent an dem Unternehmen. Auf der Verliererseite
sanken Polish Oil & Gas 3,6 Prozent auf 4,31 Zloty. Das Unternehmen hat am
Mittwoch von den polnischen Regulierungsbehörden eine Anhebung der
Verkaufspreise für Erdgas um 30 Prozent gefordert. Begründet wird dieser Schritt
mit den hohen Einkaufspreisen für Gas und Öl. Zudem gab das Unternehmen bekannt,
dass der Gewinn im vierten Quartal von Abschreibungen im Umfang 1,4 Mrd. Zloty
belastet würde. Polish Oil & Gas wird am 28. Februar Zahlen zum vierten Quartal
vorlegen. Die Aktien des Kupferproduzenten KGHM Polska Miedz
sanken 0,2 Prozent auf 110,30 Zloty. Das Unternehmen hat sein Angebot
für die Lohnerhöhung von 4 auf 6 Prozent nachgebessert. Die
Arbeitnehmervertreter fordern einen Anstieg von 15 Prozent.

Der BUX in Budapest gewann 1,64 Punkte auf 23.879,02 Zähler. Im
Fokus der Anleger standen die Ölwerte von Magyar Olay es Gazipari (Mol)
. MOL-Aktien gewannen 1,73 Prozent auf 23.805 Forint.
Marktteilnehmer verwiesen auf Gerüchte rund um eine mögliche Aktieneinziehung.
Laut Analysten rechne der Markt mit einem Einzug von bis 10 Prozent seiner
Anteilsscheine. Nach den massiven Aktienrückkäufen im vergangenem Jahr
kontrolliert das MOL-Management bereits mehr als ein Drittel der MOL-Anteile.
Laut Berichten der Tageszeitung “Napi Gazdasag” ist MOL zudem am albanischen
Ölkonzern Armo interessiert. Die albanische Regierung verkauft 85 Prozent der
Anteile an dem Unternehmen. Armo hat einen Buchwert von 63 Mio. Dollar. An der
Indexspritze sprangen Phylaxia 7,69 Prozent auf 28 Forint hoch. Belastet wurde
der BUX hingegen von Richter Gedeon . Die Werte des
Pharmakonzerns verloren 2,33 Prozent auf 37.700 Forint. Tiszai Vegyi Kombinat
fielen als Tagesverlierer 2,59 Prozent auf 5.815 Forint.

An der Prager Börse gab der Leitindex PX um 0,37 Prozent auf 1.564
Punkte nach. Gemeinsam mit dem international Umfeld hat die Prager Börse am
Nachmittag die Vormittagsgewinne abgeben. Marktteilnehmer verwiesen auf sehr
geringe Umsätze. Die Aktien der Komercni Bank gewannen 0,65 Prozent auf 3889,60
Kronen nach einem Analystenkommentar und stellten somit den Tagessieger. Die
Experten der Raiffeisen Centrobank haben ihr Anlagevotum von “hold” auf “buy”
hinaufgestuft. Zu den wenigen Gewinnern zählten auch Unipetrol mit
einem Aufschlag von 0,58 Prozent auf 292,30 Kronen. Vor Zahlen fielen Telefonica
O2 1,14 Prozent auf 527,70 Kronen. Das Unternehmen wird nach Börsenschluss
Ergebnisse für das vergangene vierte Quartal veröffentlichen./szk/APA/ag


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