18:55 | 08.08.2008
Aktien Osteuropa Schluss: Uneinheitlich – Fannie Mae belastet Finanzwerte
WARSCHAU/PRAG/BUDAPEST (dpa-AFX/APA) – Die wichtigsten osteuropäischen
Börsen haben vor dem Wochenende uneinheitlich geschlossen. Während der Prager
Leitindex mit Gewinnen aus dem Handel ging, schlossen die Börsen in Warschau und
Budapest im Minus. Die Nachrichten über den Milliardenverlust bei der
US-Hypothekenbank Fannie Mae setzten insbesondere die
Bankwerte unter Druck.
PRAGER BÖRSE MIT LEICHTEN KURSGEWINNEN
In Prag stieg der Leitindex PX 0,20 Prozent auf 1.453,50 Punkte.
Der Umsatz in Aktien belief sich auf 3,11 (Vortag: 4,44 Mrd.) Milliarden
tschechische Kronen.
Aktien von Orco Property gaben nach, nachdem sie am Vortag schon um fast
acht Prozent eingebrochen waren. Sie fielen um 0,47 Prozent auf 555,50 Kronen.
Die Immobiliengruppe hat vorläufige Zweitquartalsergebnisse präsentiert, die
einen leichten Aufwärtstrend signalisieren.
Unipetrol sanken um 2,26 Prozent auf 197,05 Kronen. Die
Anteilsscheine des größten tschechischen Raffinerieunternehmens sanken nach der
Ankündigung, dass das Kralupy-Werk im Jahr 2009 für eine bestimmte Zeit
stillgelegt werden soll. Darüber hinaus rechnen von der Nachrichtenagentur
Bloomberg befragte Analysten im Schnitt mit einem Ergebnisrückgang von 61
Prozent im zweiten Quartal im Jahresvergleich.
New World Resources (NWR) stiegen um 1,38 Prozent auf 463,80 Kronen. Das
Unternehmen unterzeichnete einen Kaufvertrag für die tschechische Viamont Cargo.
Experten sehen in dem Kauf einen strategisch sinnvollen Schritt, um die
Auslieferung der produzierten Güter zu garantieren und vor eventuellen
Transportausfällen zu schützen.
WARSCHAUER BÖRSE ERNEUT TIEFER
In Warschau sank der Leitindex WIG-20 um 0,90 Prozent auf 2.608,95 Punkte.
Der breiter gefasste WIG-Index verlor 0,67 Prozent auf 40.651,79
Einheiten. Das Handelsvolumen betrug 1,6 Milliarden (Vortag: 1,21 Mrd.) Zloty.
BRE Bank sanken 1,3 Prozent auf 370 Zloty und Bank Zachodni fielen um 2,7
Prozent auf 160,50 Zloty. PKO Bank gaben um 1,8 Prozent nach und schlossen bei
49,02 Zloty. PKO präsentierte am Freitag Halbjahreszahlen, die großteils im
Einklang mit den Erwartungen der Analysten waren. Das Nettoergebnis im zweiten
Quartal stieg im Jahresvergleich um 46,8 Prozent, sank aber im Vergleich zum
vergangenen Quartal um 5,7 Prozent.
Auch die Anteilsscheine der Bank Pekao schlossen um
2,8 Prozent leichter bei 181,70 Zloty. Das Investmenthaus Wood&Co stufte die
Aktie von “Hold” auf “Sell”. Titel des Kupferkonzerns KGHM Polska Miedz
sanken 3,8 Prozent auf 73,80 Zloty nachdem der Kupferpreis
in London aufgrund Anzeichen einer schwächelnden Nachfrage nach
Industriemetallen gefallen war.
BUDAPESTER BÖRSE MIT TIEFEREN NOTIERUNGEN
In Budapest sank der Leitindex BUX um 1,07 Prozent auf
20.969,58 Punkte. Es wurden Aktien im Gesamtwert von 22,0 (Vortag: 25,75)
Milliarden Forint gehandelt.
An der Budapester Börse verloren OTP Bank 3,80 Prozent auf 7.050
Forint und zogen den BUX ins Minus. Auch die Titel der FHB Bank fielen um 0,49
Prozent auf 1.202 Forint. Damit zeigten sich die Anteilsscheine vom
Halbjahresergebnis der Bank unbeeindruckt. Das Ergebnis nach Steuern stieg um 24
Prozent auf 3,5 Mrd. Forint.
Magyar Olay es Gazipari (Mol) sanken um 0,52 Prozent
auf 18.005 Forint und Magyar Telekom verloren 1,36 Prozent
auf 794 Forint. Richter Gedeon stiegen allerdings um 3,41
Prozent auf 32.425 Forint und reagierten damit nicht auf die jüngste Studie der
Analysten von KBC. Die Analysten stuften die Richter-Aktie nach den
Zweitquartalszahlen von “Buy” auf “Hold” ab. Das Nettoergebnis des
Pharmakonzerns hatte sich im Jahresvergleich um 72,4 Prozent auf 2,9 Mrd. Forint
verschlechtert./sma/APA/gr
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