19:13 | 18.12.2008
Aktien Osteuropa Schluss: Uneinheitliche Tendenz – Warschau etwas fester
WARSCHAU/PRAG/BUDAPEST (dpa-AFX/APA) – Einmal mehr haben die wichtigsten
osteuropäischen Börsen am Donnerstag mit uneinheitlicher Tendenz geschlossen.
Damit folgten sie der Entwicklung an den anderen europäischen Aktienmärkten.
Die Warschauer Börse schloss etwas fester. Der WIG-20 stieg um 0,76 Prozent
auf 1.790,49 Zähler. Der breiter gefasste WIG-Index legte um 0,65
Punkte auf 27.394,89 Zähler zu. Die Aktien der Telekomunikacja Polska
konnten sich deutlich von ihren Vortagesverlusten erholen und zählten
mit einem Aufschlag von 4,6 Prozent auf 19,17 Zloty zu den Tagesgewinnern auf
dem Warschauer Parkett. Auch die Aktien der Bank Pekoa konnten nach dem
deutlichen Minus am Mittwoch zulegen. Der Kurs stieg um 3,1 Prozent auf 125,00
Zloty.
In einem schwachen europäischen Finanzsektor erlitten die anderen polnischen
Bankenwerte mehrheitlich Kursverluste. Bank Zachodni verloren 1,7 Prozent auf
107,10 Zloty. BRE Bank verbilligten sich um 3,5 Prozent auf 208,90 Zloty. Die
Analysten der Citigroup haben ihr Anlagevotum für die Aktien der polnischen
Commerzbank-Tochter von “Hold” auf “Sell” gesenkt.
Die Anteilsscheine der Verlagsgruppe Agora gewannen
indes 2,7 Prozent auf 16,94 Zloty. Die größte polnische Verlagsgruppe wird ab
dem 2. Januar den Preis der Tageszeitung “Gazeta Wyborcza” um 20 Prozent
erhöhen.
Die Prager Börse ging wenig verändert aus dem Handel. Der Leitindex PX
gewann 0,04 Prozent auf 833,50 Punkte. Marktteilnehmer beschrieben die
Sitzung als sehr ruhig. Das Geschäft habe sich hauptsächlich auf die Aktien der
Ceske Energeticke Zavody (CEZ) und der Telefonica O2 konzentriert. Auf
die Aktien der CEZ entfielen mehr als die Hälfte der Handelsumsätze. Nachdem die
Aktien in der Tagesspitze kurzfristig bereits bei 810 Kronen notierten, drückten
mehrere Verkaufsorders den Kurs auf 800 Kronen, sagten Handelsteilnehmer. CEZ
gingen mit einem Minus von 0,36 Prozent bei 800,10 Kronen aus dem Handel.
Ähnlich verlief auch das Geschäft mit den Anteilsscheine der Telefonica O2.
Nachdem der Kurs die Marke von 440 Kronen nicht überwinden konnte, fiel die
Aktie auf einen Schlusskurs von 434 Kronen. Gegenüber dem Vortagesschluss ist
das ein Minus von 0,60 Prozent.
Deutlicher unter Druck gerieten die Immobilienentwickler. Orco gaben um 2,92
Prozent auf 169,26 Kronen nach, ECM verloren 2,44 Prozent auf 251,70 Kronen. Der
österreichische Mitbewerber Immoeast Immobilien Anlagen hat im ersten
Halbjahr 2008/09 einen milliardenschweren Verlust hinnehmen müssen.
In Budapest gab es leichte Verluste. Der Leitindex BUX verlor
0,28 Prozent auf 12.579,28 Punkte. Nach den Vortagskurssprüngen konnten die
Aktien der Magyar Olay es Gazipari (Mol) erneut im Plus aus
dem Handel gehen. Die Aktien gewannen 1,88 Prozent auf 10.545 Forint. Am
Mittwoch waren Gerüchte über einen Einstieg eines Investors aus dem Nahen Osten
aufgekommen.
Die Titel der OTP Bank konnten hingegen nicht an ihre
Vortagesgewinne anknüpfen und erlitten am BUX-Ende einen Abschlag von 4,75
Prozent auf 2.805 Forint. Die Anteilsscheine des Mitbewerbers FHB Land Credit &
Mortgage Bank gewannen 6,2 Prozent auf 770 Forint und zählten damit zu
den größten Tagesgewinnern im Leitindex./szk/APA/gl
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