19:03 | 07.06.2010
Aktien Osteuropa Schluss: Verluste – Ungarn-Sorgen belasten
WARSCHAU/PRAG/BUDAPEST (dpa-AFX/APA) – Die wichtigsten osteuropäischen
Aktienmärkte sind am Montag mit weiteren Abschlägen in die neue Woche gestartet.
Schon am Freitag hatten Äußerungen eines hochrangigen ungarischen Vertreters für
neue Ängste vor einer Ausweitung der europäischen Schuldenkrise gesorgt.
Die Budapester Börse quittierte die Unsicherheit am Aktienmarkt mit leichten
Verlusten. Der ungarische Leitindex Bux fiel um 0,45 Prozent auf
21.192,59 Punkte. Die Kurse konnten sich am Ende aber deutlich von ihrem
Tagestief bei 20.159 Punkten erholen.
Die meisten Titel gingen erneut mit Verlusten aus dem Handel. Nur das
Index-Schwergewicht MOL konnte leicht um 0,55 Prozent auf
18.100 Ungarische Forint zulegen. Die Liste der Verlierer war ungleich länger.
Egis sackten um 4,63 Prozent auf 18.500 Forint ab. Econet fielen um
3,06 Prozent auf 95 Forint und die Papiere des Autozulieferers Raba
sanken um 2,85 Prozent auf 850 Forint.
Auch die Warschauer Börse ist erneut mit Verlusten aus dem Handel gegangen.
Der polnische Leitindex WIG-20 fiel um 1,02 Prozent auf 2.330,89 Punkte. Der
breiter gefasste Wig-Index verlor 1,05 Prozent auf 40.026,77
Punkte.
Unter den polnischen Einzeltiteln stiegen die Aktien von Polska Grupa um
2,04 Prozent auf 21 Polnische Zloty an. Getin Holding gewannen 0,51 Prozent auf
9,95 Zloty. Telekomunikacja Polska kletterten um 0,26
Prozent auf 15,68 Zloty. Schwächer zeigten sich die Aktien von Bioton, die 4,55
Prozent auf 0,21 Zloty verloren. KGHM Polska fielen um 3,42
Prozent auf 90,30 Zloty. Papiere der Bank Pekao sackten um
2,19 Prozent auf 156,50 Zloty ab.
Noch deutlicher nach unten ging es an der Prager Börse. Der Prager Leitindex
PX stürzte um 1,84 Prozent auf 1.114,40 Punkte ab. Wie aus einer
aktuellen Analyse der tschechischen Wirtschaftsforschers Cekia hervorging, ist
jede fünfte Firma in Tschechien bankrottgefährdet. 21,4 Prozent der Unternehmen
seien 2009 mit der schlechtesten Bonität eingestuft worden. Dies sei
“alarmierend”, sagte Analystin Petra Stepanova.
Unter den tschechischen Einzeltiteln waren die Aktien der Vienna Insurance
Group gesucht. Die Papiere konnten gegen den schwachen
Markttrend um 1,23 Prozent auf 828,10 Tschechische Kronen zulegen. Aktien des
Textilunternehmens Pegas Nonwovens stiegen um 1,00 Prozent auf 433,30 Kronen.
Unter Druck kamen Komercni Banka , die 3,99 Prozent auf
3.514,00 Kronen verloren. Auch New World Resources büßten 3,13 Prozent auf
217,00 Kronen ein. Auch die meisten übrigen tschechischen Aktien notierten im
roten Bereich./cz/APA/th/he
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