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18:23 | 16.09.2009
Aktien Wien Schluss: Fester – ATX klettert auf neues Jahreshoch

WIEN (dpa-AFX/APA) – Die Wiener Börse hat die Sitzung am Mittwoch bei
durchschnittlichem Volumen mit höheren Notierungen beendet. Der ATX
stieg 51,15 Punkte oder 2,02 Prozent auf 2.582,59 Einheiten und somit auf den
höchsten Schluss-Stand im Jahr 2009.

Angetrieben von der freundlichen Entwicklung an den internationalen Märkten
konnte auch der heimische Aktienmarkt klar zulegen. Überwiegend positive
Vorgaben ließen die europäischen Märkte bereits mit fester Tendenz in den Handel
starten. Positive Signale von den US-Konjunkturdaten brachten einen zusätzlichen
Aufwärtsschwung am Nachmittag.

Am heimischen Aktienmarkt sorgte eine Reihe von Analystenkommentaren für
Handelsimpulse. An der Spitze der Kurstafel verzeichneten die Zumtobel-Aktien
einen Kurssprung von 12,52 Prozent auf 13,39 Euro. Nachdem der Vorarlberger
Leuchtenhersteller am Vortag mit seinen Zahlen zum ersten Quartal 2009/10 die
Analystenerwartungen bereits übertreffen konnte, wurden heute aktuelle
Analysteneinschätzungen nach Durchsicht der Quartalsergebnisse veröffentlicht.

Die Experten der Deutschen Bank und der UBS haben ihre Kursziele für die
Werte des Vorarlberger Leuchtenherstellers auf 16,00 beziehungsweise 13,00 Euro
angehoben. Während die Deutsche Bank die Aktien zum Kauf empfiehlt, bewertet die
UBS die Papiere mit dem Votum “Neutral”.

Daneben konnten auch die Aktien von Mayr-Melnhof, Andritz
und Intercell mit kräftigen Aufschlägen aus dem Handel gehen.
Mayr-Melnhof stiegen um 5,42 Prozent auf 72,41 Euro, Andritz
um 5,28 Prozent auf 34,71 und Intercell schlossen mit einem Plus von
4,38 Prozent auf 25,73 Euro.

Im Rahmen einer Sektorstudie zum europäischen Bausektor veröffentlichten die
Spezialisten von Goldman Sachs aktuelle Analysen zu Wienerberger
und der Strabag. Für Wienerberger hat Goldman
Sachs hat sein Kursziel von 9,40 auf 20,10 Euro angehoben, die Aktien werden zum
Kauf empfohlen.

Auf der Gegenseite haben die Analysten ihr Votum für die Strabag-Aktien von
“Neutral” auf “Sell” herunter gestuft. Begründet wurde die Zurücknahme des
Anlagevotums mit der jüngsten starken Aktienkursperformance im Vergleich zum
Sektor. Das Kursziel revidierten die Experten hingegen von 17,10 auf 23,50 Euro
nach oben.

Nachdem die beiden Titeln zunächst den Empfehlungen der Goldman
Sachs-Experten gefolgt hatten, Wienerberger konnten zulegen
und Strabag gerieten unter Druck, tauschten die beiden Aktien am Nachmittag ihre
Vorzeichen. Schlussendlich gingen Wienerberger mit einem
Minus von 2,12 Prozent bei 14,32 Euro aus dem Handel, Strabag schlossen mit plus
0,50 Prozent bei 24,01 Euro.

Nach einem verhaltenen Vormittagsgeschäft konnten die heimischen
Bankenwerten am Nachmittag ihre Kursgewinne in einem sehr starken europäischen
Finanzsektor deutlich ausbauen. Zu Handelsende notierten Erste Group mit einem
Plus von 2,00 Prozent bei 29,58 Euro und Raiffeisen International
bei 3,10 Prozent bei 36,91 Euro.

Mit Abschlägen von 0,74 Prozent auf 2,67 beziehungsweise 2,31 Prozent auf
3,81 Euro zählten die Immobilienwerte der Immofinanz und der Immoeast zu den
wenigen Verlierern im ATX Prime market./szk/APA/wiz


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